Beim Web-Hosting kennt sich jeder aus, oder? 8 Fallen beim Web-Hosting

Autor / Redakteur: Christiane Aumeier / Ulrike Ostler

Insbesondere Selbstständige oder kleine und mittelständische Unternehmen, die bislang noch keine eigene Internet-Präsenz haben oder auch mit ihrer bisherigen Homepage unzufrieden sind, suchen geeignete Hosting-Komplett-Pakete. Die acht größten Fallen, auf die man bei der Auswahl seines Providers achten muss, sind hier aufgelistet.

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Vorsicht bei der Wahl des Web-Hoster!
Vorsicht bei der Wahl des Web-Hoster!
(www.haushaltstipps.net/tipps / pixelio.de)

Ein Web-Auftritt für Selbstständige, kleine und mittelständische Unternehmen kann schnell implemetiert sein, wenn sich das Unternehmen sich für einen Internet-Dienstleister (Provider oder Webhoster) entscheidet, der sich auf diesen Bereich spezialisiert hat. Wenn man dabei acht potentielle Fallen beachtet, kann man seinen Online-Auftritt mit exakt kalkulierbaren Kosten einfach und zuverlässig realisieren.

1. Keine Erfahrung des Partners

Die Kardinalfrage lautet: Ist der Internet-Dienstleister fit, wenn es um die Bereitstellung von Web-Space oder Web-Hosting geht? Denn nur langjährige Expertise, aber auch Unternehmensgröße und finanzielle Stabilität stellen sicher, dass die eigenen Daten umfassend geschützt und immer verfügbar sind.

2. Versteckte Kosten und keine Preisstaffelung

Die Entscheider sollten sich alle Vertragsbestandteile zur Laufzeit und zu den Preisen wie einmalige Einrichtungsgebühr oder monatliche Mietkosten genau ansehen und nach versteckten Kosten suchen. Nur so stellt ist sicher zu stellen, dass die Lösung eindeutige planbare, monatlichen Kosten aufweist.

Der Anwender sollte zudem überprüfen, ob der Web-Hoster eine für seine eigenen Anforderungen sinnvolle und kostenoptimierende Preisstaffelung anbietet: abhängig von der Anzahl der Webseiten, der verfügbaren Funktionalitäten wie Bildergalerien oder Blogs und der E-Mail-Accounts.

3. Aufwändige Implementierung der Website

Haben Anwender keine ausgewiesene IT-Expertise, müssen sie darauf achten, dass die eigene Website einfach einzurichten ist, das heißt auch ohne HTML- oder Programmierkenntnisse. Idealerweise kann der Anwender die eigene Internetseite direkt über einen aktuellen Internetbrowser erstellen, ohne eine Software installieren zu müssen.

Dadurch ist es für ihn auch nicht erforderlich, sich um die Erneuerung von Lizenzen oder Sicherheits-Updates zu kümmern. Unabdingbar ist ein Einrichtungsassistent, der den User Schritt für Schritt durch die wichtigsten Einstellungen für die Gestaltung der Homepage führt. Empfehlenswert sind zudem Design- und Bildvorlagen, die der Anwender schnell und leicht in seine Homepage integrieren kann.

4. Keine Flexibilität der Lösung

Auf dem Markt gibt es viele standardisierte Lösungen, die kaum Individualisierungsmöglichkeiten bieten. Hier sollte der Anwender darauf achten, dass sich zumindest die Design-Vorlagen nach Belieben anpassen lassen, beispielsweise durch Ausblenden von Seitenelementen, Änderung der Hintergrundfarbe, Einfügen von Hintergrundbildern oder Veränderung der Formatierungen. Zudem sind idealerweise frei gestaltbare Seitenelemente vorhanden, um zum Beispiel mit Hilfe eines Texteditors auch HTML-Text einfach und schnell erstellen zu können.

5. Abstriche beim Leistungsumfang

Eine detaillierte Analyse des konkreten Leistungsumfanges ist unverzichtbar. Zu den Basisleistungen gehört, dass dasa Flash-Format unterstützt wird, damit der Anwender zum Beispiel ein animiertes Intro in seine Website integrieren kann. Auch muss die Lösung von Haus aus die Möglichkeit bieten, Features wie Blogs, Gästebücher, Foren oder RSS-Feeds zu integrieren. Für viele Anwender ist es zudem erforderlich, dass die Website-Lösung mehrsprachenfähig ist und zumindest eine deutsche und englische Sprachversion unterstützt.

6. Keine Erweiterbarkeit der Website

Wird expandiert und das Angebot erweitert? Dann sollte die Website mitwachsen können und die Lösung so skalierbar sein, dass sie die neuen Bedürfnisse problemlos abdecken kann. Das betrifft nicht nur die Anzahl neuer Seiten, sondern auch neue Funktionen wie etwa die Integration eines professionellen Shop-Systems.

7. Keine Zusicherung der Verfügbarkeit der Website

Zentraler Punkt jeder Internet-Präsenz ist die Verfügbarkeit der Seite. Denn es ist ärgerlich und unter Umständen auch geschäftsschädigend, wenn der Umsatz ausbleibt.

Deshalb sollte der Anwender darauf achten, dass der Anbieter entsprechende SLAs (Service Level Agreements) anbietet. In diesen muss geregelt sein, dass bei Unterschreitung bestimmter Werte – zum Beispiel eine garantierte monatliche Verfügbarkeit der Website von mindestens 99,9 Prozent – Vertragsstrafen anfallen beziehungsweise Mietzahlungen zurückerstattet werden.

8. Abstriche bei Service und Support

Gerade bei Angeboten von Massen-Hoster kommt das Thema Service und Support oft zu kurz. Der Anwender muss darauf achten, dass der Provider über Telefon, Fax oder E-Mail erreichbar ist und schnelle Reaktionszeiten bietet: Anfragen sollten innerhalb weniger Stunden beantwortet werden.

Bei Vermeidung dieser acht Fallen ist die schnelle Realisierung eines kostengünstigen und anforderungsgerechten Internet-Auftritts kein Problem mehr.

Die Autorin:

Christiane Aumeier, Senior Manager Marketing & PR Europe bei Verio warnt vor den Tücken des Web-Hosting.
Christiane Aumeier, Senior Manager Marketing & PR Europe bei Verio warnt vor den Tücken des Web-Hosting.
(Bild: Verio)
Christiane Aumeier ist Senior Manager Marketing & PR Europe beim Web-Hosting-Anbieter Verio.

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