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Checkliste von Verio bietet Orientierungshilfe 7 Punkte für die Wahl des passenden Webhosters

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Unternehmen, die für Onlineprojekte einen Partner suchen, sehen sich einem umfangreichen Webhosting-Angebot gegenüber. Der Hosting-Experte Verio hat deshalb eine Checkliste zusammengestellt, mit der sich Leistungsspektren und Hosting-Anbieter prüfen lassen.

Holger Gerlach, Senior Director Product Management bei Verio: „Unternehmen müssen bei der Auswahl das konkrete Leistungsspektrum und den Hosting-Anbieter selbst sehr genau prüfen.“
Holger Gerlach, Senior Director Product Management bei Verio: „Unternehmen müssen bei der Auswahl das konkrete Leistungsspektrum und den Hosting-Anbieter selbst sehr genau prüfen.“
(Bild: Verio)

Man möchte Geld im Internet verdienen, die Idee für den Internetauftritt nimmt langsam Formen an und eigentlich kann es losgehen – fehlt nur noch der Hosting-Partner. Der Webhosting-Anbieter Verio rät, Flexibilität, Preisgestaltung, Verfügbarkeit, Datenschutz, Sicherheit, Service und Support sowie Stabilität bei der Auswahl zu berücksichtigen.

Flexibilität

Das Angebot des Hosters sollte so gestaltet sein, dass die Größe oder Ausstattung der eigenen Webseite unproblematisch an den aktuellen Bedarf angepasst werden kann, wenn sich das Geschäft verändert oder zum Beispiel expandiert. Der Webhoster müsse Lösungen anbieten, die so skalierbar sind, dass sich eventuelle neue Bedürfnisse damit abdecken lassen. Allerdings sollte man sich von Anfang an überlegen, ob man etwa auf Basis von Windows oder Linux arbeiten möchte. Auch die Entscheidung, ob man einen Einrichtungsassistenten oder lieber „herkömmliches“ Hosting nutzen will, sei grundlegend bei der Wahl des Hosters beziehungsweise seiner Produkte.

Preisgestaltung

Der Hoster sollte Laufzeiten und Preise wie einmalige Einrichtungsgebühr und monatliche Miete transparent darstellen. Für den Interessenten müsse klar ersichtlich sein, mit welchen eindeutig planbaren monatlichen Kosten er zu rechnen hat. Für den Anwender seien Ausstattungsmerkmale wie Speicherplatz, Transfervolumen, verfügbare Funktionalitäten und Applikationen oder auch Anzahl der enthaltenen E-Mail-Accounts entscheidend.

Verfügbarkeit

Es ist nicht nur ärgerlich, sondern sogar geschäftsschädigend, wenn potenzielle Kunden die eigene Internetseite nicht erreichen können, weil sie nicht verfügbar ist. Man sollte deshalb einen Webhoster wählen, der in seinem Rechenzentrum eine hochredundante Infrastruktur bereitstellt. Damit er bei etwaigen Störungen sofort reagieren kann, muss er seine Server über Network-Monitoring rund um die Uhr überwachen. Zur weiteren Absicherung des Kunden sollte der Hosting-Partner entsprechende Service Level Agreements anbieten. Sie müssen regeln, dass bei Unterschreitung bestimmter Verfügbarkeitswerte Vertragsstrafen anfallen beziehungsweise Zahlungen zurückerstattet werden.

Datenschutz

Der Hosting-Anbieter sollte klar darlegen können, dass er personenbezogene Daten eines Nutzers nur erhebt und verwendet, wenn sie für die Vertragsbegründung und -abwicklung sowie zu Abrechnungszwecken erforderlich sind. Außerdem sollte man darauf achten, wie er die besonders sensiblen Bankverbindungsdaten während des Onlinebestellvorganges erhebt: Muss der Kunde seine Kontoverbindung oder Kreditkartennummer auf der Webseite des Hosting-Anbieters eintippen? Oder bietet er die sichere Variante eines Lastschrift-PDFs zum Ausfüllen und Schicken?

Sicherheit

Zum Schutz vor Datenverlust lohnt sich ein genauerer Blick auf das Rechenzentrum des Anbieters. Er sollte über ein Hochsicherheitsrechenzentrum verfügen, das unter anderem eine redundante, unterbrechungsfreie Stromversorgung, Brandschutztüren, Luftfeuchtigkeitskontrollen und mehrere Sicherheitsstufen bei der Zugangskontrolle bietet. Außerdem sollte er ein mehrfach redundantes Datenbackup durchführen sowie zusätzlich in regelmäßigen Abständen auch auf Band sichern.

Service und Support

Interessenten sollten prüfen, ob ihr potenzieller Hoster über Telefon, Fax oder E-Mail erreichbar ist und dabei schnelle Reaktionszeiten bietet. Anfragen sollte er innerhalb weniger Stunden beantworten. Idealerweise hat der Anbieter den Support nicht an einen Dienstleister ausgelagert, sondern leistet ihn mit eigenen geschulten Mitarbeitern selbst. Erleichtert wird die Auswahl auch, wenn der Hoster spezielle Services für Neukunden bietet, beispielsweise kostenlose Testaccounts oder eine Geld-zurück-Garantie.

Stabilität

Idealerweise verfügt der Hosting-Partner über eine langjährige Expertise. Unternehmensgröße und finanzielle Lage sollten außerdem garantieren, dass die Arbeit in das Onlineprojekt langfristig gut investiert ist.

„Das Webhosting-Angebot im Markt ist so umfangreich, dass Unternehmen bei der Auswahl das konkrete Leistungsspektrum und den Hosting-Anbieter selbst sehr genau prüfen müssen“, sagt Holger Gerlach, Senior Director Product Management EMEA bei Verio Europe. „Außerdem sollten sie genau hinsehen, was im Detail Vertragsbestandteil ist und wo unter Umständen versteckte Extrakosten entstehen könnten.“

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