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Sparen bei Amazon EC2 4 Tipps für die Kostenoptimierung

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Elke Witmer-Goßner

AWS ist bekanntermaßen der weltgrößte Cloud-Provider, auch in Deutschland gibt es viele Kunden. Uli Baur, erst seit wenigen Wochen Senior Vice President für die DACH Region beim Managed Service-Experten AllCloud, hat vier Ratschläge parat, mit denen eine Kostenoptimierung von Lösungen auf AWS EC2 möglich wird.

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Vier Ratschläge, mit denen die Kosten von Lösungen auf AWS EC2 optimiert werden können.
Vier Ratschläge, mit denen die Kosten von Lösungen auf AWS EC2 optimiert werden können.
(Bild: gemeinfrei© Gerd Altmann / Pixabay )

Uli Baur, Senior Vice President für die DACH Region bei AllCloud
Uli Baur, Senior Vice President für die DACH Region bei AllCloud
(Bild: AllCloud)

Die Ursachen finden

„Es lohnt sich hinzuschauen, wie sich die Kosten im Zeitverlauf geändert haben. Wenn sie gestiegen sind, sollte der Grund für den Anstieg gefunden werden“, so Baur. „Eine Ursache dafür könnte das unbemerkte Auslaufen einer Reserved Instance und der Switch hin zu einer On-Demand-Instance sein. Vielleicht werden auch mehr Instances genutzt? Oder die Instances wurden vergrößert?“

Spot-Instances in Betracht ziehen

„Sind viele On-Demand-Instances im Einsatz, kann es sich lohnen, auf Spot-Instances umzustellen“, rät der AllCloud-SVP. „Eine Spot-Instance ist eine unbenutzte EC2 Instance und eine kostengünstige Wahl, sofern Unternehmen bei der Ausführung ihrer Anwendungen zeitlich flexibel sind und Unterbrechungen verschmerzen können.“

On-Demand-Instances untersuchen

„Im Zuge der Kostenoptimierung sollten auch On-Demand-Instances analysiert werden. Für diese Analyse müssen natürlich Spot-Instanzen sowie gestoppte und terminierte ausgeklammert werden. On-Demand-Instances mit stabiler Nutzung können in Reserved Instances umgewandelt werden – das senkt die Kosten.“

Unausgelastete EC2 Reserved Instances aufspüren

„Hier sollten nur Reserved Instances analysiert werden, die nicht sowieso in Bälde auslaufen. Spot-Instances müssen wieder herausgefiltert werden“, so Baur. „Nun werden im Report die Nutzung und die reservierte Kapazität verglichen. Ist die Unterauslastung konsistent, also sind es nicht nur kurze Einbrüche, sollten Alternativen wie der Wechsel zu On-Demand-Instances durchgerechnet werden.“

Sein Fazit: „Die Kostenoptimierung in der Cloud hat viele Facetten.“ Bei einigen Unternehmen hat sich vielleicht bereits im Zuge der Cloud-Migration eine ungesunde Kostenstruktur etabliert, weil per „Lift & Shift“ vorgegangen wurde. Besser wäre es in jedem Fall, ein sorgfältiges Application Assessment durchzuführen und Apps für die Cloud-Architektur neu zu entwickeln. Und von Anfang an einen Berater hinzuzuziehen.

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Über den Autor

Dr. Dietmar Müller

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Journalist