Cloud Computing: Alles klar oder nebulös? 3 Fragen zur Cloud, 3 Antworten nicht nur „für Dummies“

Redakteur: Katrin Hofmann

Müssen grundsätzliche Fragen zur Cloud noch beantwortet werden oder liefert die Klärung lediglich Altbekanntes? Dem Gründer des Cloud-Marktplatzes Cloud World jedenfalls ist die Beschreibung der digitalen Wolke die Öffnung eines Zeitfensters wert gewesen. Und vielleicht wird es der ein oder andere Kunde auch Ihnen danken, wenn sie mit möglichst einfachen Worten drei Fragezeichen aus dem Weg räumen können.

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Der Zugriff auf die „digitale Wolke“ über verschiedenste Endgeräte ist schon heute nicht mehr unüblich.
Der Zugriff auf die „digitale Wolke“ über verschiedenste Endgeräte ist schon heute nicht mehr unüblich.
(Bild: © stokkete - Fotolia)

Wo ist die Cloud? Einmal drin, immer drin? Sind ihre Kunden auch schon einmal mit solchen oder ähnlich lautenden Fragen über den Verbleib ihrer Daten und einen möglichen Rückruf dieser auf sie zugekommen? Anstatt potenziellen Käufern im Rahmen der Beratungstätigkeit vor allem viel technisches Knowhow, Fachbegriffe und Abkürzungen um die Ohren zu werfen, fühlt sich Mancher sicher besser aufgehoben, wenn er Grundsätzliches mit einfachen Worten erklärt bekommt – gespickt mit durchaus interessanten Fakten zum schier unvorstellbaren Ausmaß der digitalen Wolke.

Der Gründer des neutralen Marktplatzes für Cloud-Produkte- und -Dienstleistungen Cloud World, Frank Müller, geht davon aus, dass „die Cloud nach wie vor mit vielen Fragen behaftet ist“. Dass der Begriff nach wie vor vage ist, hatte kürzlich der Area Vice President Central & Eastern Europe bei Citrix Systems, Dirk Pfefferle, festgestellt (CloudComputing-Insider berichtete): geschuldet den breiten Spektrum der Lösungen beziehungsweise Dienstleistungen, was auf den Einzelfall zugeschnittene Konstrukte verlange. „Die“ Cloud gibt es demnach nicht.

Betrifft dieser Ansatz die Komplexität des Themas, zielen Frank Müllers Antworten auf die „am häufigsten gestellten Fragen“ auf bisher eher unbedarfter User weitab von Administratoren, die beispielsweise Private-Clouds um den externen, mobilen Zugriff erweitern wollen. Und dass es offenbar noch zahlreiche Neulinge im Cloud-Umfeld gibt, legt die Experton Group nahe, der zufolge gerade einmal zehn bis 15 Prozent der Unternehmens-Anwender über „Private Cloud Readyness“ verfügen.

Aus diesen Gründen sollen Ihnen die Antworten von Frank Müller auf die Fragen „Wo ist die Cloud“?, „Wie groß ist die Cloud?“ und „Einmal in der Cloud, immer in der Cloud?“ nicht vorenthalten werden. Sie finden sie in nahezu ungekürzter Originalfassung auf den nächsten Seiten.

Wo ist die Cloud?

Cloud World: „Die Cloud ist überall dort, wo es Rechenserver und eine Netzverbindung gibt. Sprechen wir von der technischen Seite der Cloud, dann reden wir eigentlich vom Virtualisieren. Eine virtualisierte Hard- oder Software kann ortsunabhängig genutzt werden, während wir andere Software oder Spiele lediglich an den Computern nutzen können, auf denen sie installiert sind. Für den Zugriff auf Spiele ‚aus der Cloud‘ benötigt man dagegen einzig und allein einen Internetzugang.

Ähnlich funktioniert es mit der Hardware. Ein einfacher Computerbildschirm ohne Rechner bringt mir nicht viel, da ich quasi keinen ‚Motor‘ habe, um ihn zu starten. Die Cloud ermöglicht die Erweiterung von Anwendungen, Speicher und mehr, ohne dass der Server neben mir stehen muss. Das ist besonders dann praktisch, wenn ich zahlreiche Server bräuchte, um all meine Daten und Programme unterzubringen. Diese stehen beim Cloud Computing meist in großen Rechenzentren, die gut gekühlt sein sollten, sodass sie nicht heißlaufen. Um Energie zu sparen, sind daher besonders jene Standorte beliebt, die von Natur aus die meiste Zeit des Jahres niedrigere Temperaturen verzeichnen, wie Finnland.

Trotzdem befindet sich die Mehrzahl der Server in den USA, was aus datenschutzrechtlichen Gründen zum Unmut vieler Nutzer führt. Denn im Gegensatz zu deutschen und skandinavischen Standorten müssen Server in Amerika weitaus weniger Maßnahmen zum Schutz der Personendaten auf sich nehmen. Empfohlen wird daher, bei der Auswahl eines Cloud-Angebots auf den jeweiligen Server-Standort zu achten und auch bei der Software zu fragen, ob der Anbieter diese auf einem lokalen oder internationalen Server hostet.

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