Professionelles Datenlöschmanagement als Vorteil für Cloud-Anbieter

Zertifizierte Datenlöschung in Zeiten der Cloud

| Autor / Redakteur: Thomas Wirth * / Florian Karlstetter

Ganzheitliche Strategien zur Datenlöschung sind sowohl für Cloud-Provider als auch für Anwender zwingend notwendig.
Ganzheitliche Strategien zur Datenlöschung sind sowohl für Cloud-Provider als auch für Anwender zwingend notwendig. (Bild: Blancco / Aintschie - Fotolia)

Das rasante Datenwachstum verunsichert Unternehmen und Privatnutzer gleichermaßen – zu präsent sind die Schlagzeilen über den Verlust und den Missbrauch sensibler, personenbezogener Daten im Internet. Längst geht es nicht mehr nur um deren sicheres Speichern, sondern auch um ihre unwiderrufliche Löschung aus der Cloud, wenn sie einmal nicht mehr gebraucht werden.

Für Cloud-Anbieter, die dieser Herausforderung mit einem revisionssicheren Datenlöschmanagement begegnen, entstehen in diesem Zusammenhang zukunftsfähige Geschäftsmodelle.

Das Internet, wie wir es kennen, steht vor einem Paradigmenwechsel: Seine Nutzer fordern ein bis dato unbekanntes Recht ein, das Recht auf Vergessenwerden. Digitale Informationen sollen nicht mehr dauerhaft im Internet gespeichert werden. Unlängst hat Google deshalb mit dem Entfernen von unliebsamen Treffern in Suchergebnissen begonnen. Mehr als 70.000 Löschanträge sind europaweit bis Anfang Juli bei Google eingegangen, allein 12.000 davon aus Deutschland.

Diese Zahlen zeigen, dass die öffentliche Diskussion um Datensicherheit eine neue Dimension erreicht hat. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Frage nach dem sicheren Speichern von sensiblen Daten, sondern ebenso nach der zuverlässigen Datenlöschung. Betroffen sind davon nicht nur Suchmaschinen wie Google, sondern auch Unternehmen jeder Branche und Größe – und nicht zuletzt die Anbieter von buchbarem Cloud-Speicherplatz.

Denn heute lagern die Daten einerseits auf den verschiedensten Endgeräten – vom stationären PC über Laptops bis hin zu Tablets und Smartphones –, andererseits aber eben auch auf unternehmensexternen Servern und damit letztlich in den Rechenzentren von Fremdanbietern. Sie sind es, die großen und kleinen Unternehmen den benötigten Speicherplatz zur Verfügung stellen. Vor dem Hintergrund des immensen Daten-Wachstums, das unsere Zeit bestimmt, stellt das Thema Datenlöschung all diese Unternehmen vor immense Herausforderungen:

Bis 2020, so eine Schätzung der International Data Corporation (IDC), wird das weltweite digitale Datenvolumen auf rund 40 Billionen anwachsen und sich damit im Vergleich zum Stand von 2010 nahezu vervierzigfachen. Ein Großteil dieser Informationen lagert längst in der .

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Zunehmend komplexere Anforderungen

Erschien ein gezieltes Datenlöschmanagement im eigenen Unternehmen einstweilen noch als durchaus händelbar, nimmt es im Cloud-Zeitalter also deutlich komplexere Ausmaße an. Denn wenn sensible Daten nicht mehr nur auf unternehmensinternen Speicherplätzen, sondern in Rechenzentren von externen Dienstleistern lagern, müssen Mittel und Wege gefunden werden, auch hier eine endgültige und nachweisbare Datenlöschung durchzuführen, wenn sie geboten ist.

Das kann in verschiedenen Fällen gefordert sein – beispielsweise wenn in die Jahre gekommene IT aus dem jeweiligen Rechenzentrum ausgemustert wird, aber im Zuge eines Remarketings und damit im Sinne einer ökologischen und finanziellen Nachhaltigkeit andernorts zur Weiterverwendung zur Verfügung gestellt werden soll. Oder aber in der Migrationsphase bei der von Rechenzentren.

Und selbst bei laufendem Betrieb, um die gesetzlichen Anforderungen an den Schutz personenbezogener Daten in stark regulierten Branchen wie dem Gesundheits- und Finanzwesen zu erfüllen. Nicht vergessen werden dürfen auch beispielsweise Disaster-Recovery-Tests, mit deren Hilfe Rechenzentren anlässlich eines Audits belegen, dass sie Daten im Verlustfall schnell wieder herstellen können. Dazu gelangen die Daten für ein auf ein zweites Unternehmenssystem – und müssen nach dem Test nachweislich und sicher wieder gelöscht werden.

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