Kommentar zum Datenstreit zwischen Walmart und Amazon

Wissen, wo die Daten liegen

| Autor / Redakteur: Evi Richard, ownCloud / Florian Karlstetter

Mögliche Folgen von Firmenübernahmen - was geschieht mit all den Daten? Ein Kommentar von Evi Richard, ownCloud.
Mögliche Folgen von Firmenübernahmen - was geschieht mit all den Daten? Ein Kommentar von Evi Richard, ownCloud. (Bild: ownCloud)

Es gibt viele Gründe für die eigene Cloud. Der aktuellste zeigt sich gerade im Kampf zwischen Walmart und Amazon: Der Wettbewerb. Denn in Märkten, in denen sich die Kräfteverhältnisse plötzlich ändern, müssen Unternehmen schnell und flexibel reagieren können, wenn sie fremden Zugriff auf ihre Daten verhindern wollen.

Walmart geht auf die Datenbarrikaden. Laut Barb Darrows Artikel auf dem US-Magazin Fortune.com sorgt sich der Einzelhandelsgigant um die Sicherheit seiner Informationen. Ausgelöst wurde diese Reaktion durch die Pläne von Amazon, den Walmart-Konkurrenten Whole Foods zu kaufen.

“Diese Übernahme zielt eindeutig auf das Brot-und-Butter-Geschäft von Walmart ab, den lokalen Einzelhandel, indem es dem Online Retailer mit 465 neuen Filialen eine viel höhere lokale Präsenz verschafft.“

Dass es um viel mehr als nur die physische, lokale Konkurrenz geht, zeigt die Reaktion von Walmart. Das Unternehmen hat laut Wall Street Journal bereits damit begonnen, einige Technologieunternehmen aufzufordern, ihre eingesetzte Software nicht auf der Cloud-Infrastruktur von Amazon Web Services zu hosten. Walmart sorgt sich um seine Daten, die plötzlich bei einem unmittelbaren Konkurrenten liegen könnten.

Dieser aktuelle Konflikt zeigt wieder einmal, wie wichtig es ist, immer zu wissen, wo die eigenen Dateien gespeichert werden.

Auch wenn zu einem Partnerunternehmen ein grundsätzlich großes Vertrauen besteht, ist man dennoch nie davor gefeit, dass diese Partner wiederum mit einem Konkurrenten zusammenarbeiten. Und noch weniger möchte man, dass der Mitbewerber vom eigenen Business profitiert, besonders, wenn es um die wertvollste Währung der heutigen Zeit geht: die eigenen Daten.

Man sollte also jederzeit darauf vorbereitet sein, dass Unternehmen den selbstverständlichen Anspruch darauf erheben, dass unternehmenskritische Daten nicht in der Cloud-Umgebung des Mitbewerbers gehostet werden sollen. Durch vermehrte Grenzverschiebungen und Konzentrationsbewegungen auf vielen Märkten, in denen Unternehmen – direkt oder indirekt – in einem ähnlichem Umfeld agieren, treten diese Probleme häufiger auf als früher.

Mit Open-Source-Lösungen schnell auf geänderte Marktbedingungen reagieren

Das Wissen darüber, wo Daten gespeichert sind und die Möglichkeit, schnell und flexibel Daten an einen anderen Ort zu bringen oder eine eigene Cloud-Umgebung aufsetzen zu können, werden so noch essenziellere Faktoren.

Das verlangt nach mehr Flexibilität und genau diese können Open-Source-Lösungen herstellen. Unternehmen sind damit jederzeit darauf vorbereitet, unstrukturierte Daten schnell und sicher zu migrieren, zu synchronisieren oder zu teilen.

Unternehmen und Organisationen, die beim internen und externen Austausch von vertraulichen Daten auf höchste Sicherheit angewiesen sind, setzen auf offene Plattformen für die digitale Zusammenarbeit, die den bequemen Zugriff auf Dateien unabhängig von deren Speicherort oder dem verwendeten Gerät ermöglichen. Zusätzlich lässt sich durch eine Vielzahl kollaborativer Funktionen die Produktivität steigern. So können Anwender selbst bestimmen, welche Daten in welche Cloud verlagert werden und welche im Unternehmen verbleiben (On-Premises).

Sensible Daten gehören in die Cloud – aber in die eigene

Gastbeitrag von ownCloud

Sensible Daten gehören in die Cloud – aber in die eigene

14.02.17 - Das ungebremste Wachstum der Daten befeuert den weltweiten Cloud-Markt, Rechenzentren schießen wie Pilze aus dem Boden. Amazon hat vor Kurzem mit Snowmobile sogar einen Service angekündigt, der riesige Datenbestände in Petabyte-Größenordnung aus einem Unternehmensrechenzentrum „absaugt” und dann per LKW in ein Cloud-Rechenzentrum verfrachtet. Ein solches Vorgehen birgt aber auch Risiken. lesen

Eigene Daten, eigene Cloud, eigene Identität

Anbindung von ownCloud an privacyIDEA

Eigene Daten, eigene Cloud, eigene Identität

07.03.17 - Heutzutage erwarten Anwender zurecht, dass ihre Informationen und Daten überall verfügbar sind. Es gibt zahllose Anbieter, die mit proprietären Lösungen zur Synchronisation von Daten in der Cloud den Anwendern ein einfaches Leben versprechen. Doch ist dieses Leben auch sicher? lesen

Indische Regierung setzt auf ownCloud

DigiLocker

Indische Regierung setzt auf ownCloud

16.03.17 - Im Rahmen des Projekts DigiLocker der indischen Regierung erhält jeder Bürger 1 GB Cloud-Speicherplatz für persönliche Dokumente – technisch realisiert auf Basis von ownCloud. lesen

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44766939 / Content Management)