Im Test: Service Pack 1 für Windows 7 und Server 2008 R2

Windows punktet mit RemoteFX und Dynamic Memory

18.02.2011 | Autor / Redakteur: Dr. Götz Güttich / Florian Karlstetter

Service Pack 1 für Windows 7 und Server 2008 R2 punktet mit RemoteFX und Dynamic Memory.

Ab dem 22. Februar 2011 steht das Service Pack 1 für Windows Server 2008 R2 und Windows 7 zum Download bereit. Dieser Beitrag geht auf die Neuerungen ein, die dieses Softwarepaket für den aktuellen Windows Server – und in geringerem Ausmaß auch für Windows 7 – mit sich bringt.

Das Service Pack 1 für die aktuellen Windows Versionen fasst im Wesentlichen die bisher veröffentlichten Updates in einem Paket zusammen und macht es den Administratoren so leichter, Neuinstallationen – beispielsweise durch eine Setup-DVD mit integriertem Service Pack – auf den aktuellen Stand zu bringen.

Ein paar wichtige zusätzliche Neuheiten gibt es aber doch: Windows 7 und Windows Server 2008 R2 mit Service Pack 1 unterstützen nun die Advanced Vector Extensions (AVX), darauf gehen wir am Schluss dieses Beitrags noch näher ein.

Wichtiger sind die neuen Funktionen, die nur für den Windows Server 2008 R2 zur Verfügung stehen. „RemoteFX“ sorgt für 3d-Beschleunigung in Terminalserver-Sitzungen und „Dynamic Memory“ versetzt den windows-eigenen Hypervisor Hyper-V in die Lage, den auf dem Host vorhandenen Speicher besser als zuvor auf die virtuellen Maschinen zu verteilen. Die Neuerungen, die Service Pack 1 bietet, spielen also vor allem im Virtualisierungs- und Rechenzentrumsumfeld sowie bei den Hosted-Desktops eine Rolle.

Mit RemoteFX zu besserer Grafikleistung von Hosted Desktops

Gehen wir zunächst auf RemoteFX ein. Dieses Feature soll dafür sorgen, dass die IT-Verantwortlichen in Zukunft auch Arbeitsplätze mit hohen Ansprüchen an die Grafikleistung virtualisieren können. RemoteFX virtualisiert dabei auf Serverseite die Graphical Processing Unit (GPU) und ermöglicht damit unter anderem neue Aufgabengebiete für Low-End Thin-Clients. Damit stellt RemoteFX eine sehr wichtige Funktion für Hosted-Desktop-Umgebungen dar.

Damit RemoteFX funktioniert, muss zunächst einmal eine GPU im Server existieren. Es ist auch möglich, auf einem Server mehrere GPUs zu betreiben, dann sollten es aber idealerweise immer Produkte gleichen Typs sein. Darüber hinaus müssen die Administratoren RemoteFX als Rollendienst auf dem Host installieren und dann die synthetische Ressource den jeweiligen Hosted-Desktops hinzufügen. Außerdem benötigt man in einer Hosted-Desktop-Umgebung Windows 7 Service Pack 1 als Guest. Die Kommunikation läuft dann im Betrieb über RDP 7.1 und das System stellt die GPU des Hosts dem Guest über den so genannten vGPU-Treiber zur Verfügung.

Um die Leistung des Systems zu optimieren, sind auf Serverseite optional so genannte RemoteFX-Encoder einsetzbar, die die Daten zur Übertragung vorbereiten, ohne die CPU des Hosts zu belasten. Es ist zu erwarten, dass Grafikkartenhersteller in naher Zukunft Karten anbieten werden, die diese RemoteFX-Encoder gleich mit der Hardware mitbringen.

Analog dazu werden wohl bald Thin Clients auf den Markt kommen, die von Haus aus mit RemoteFX-Decodern ausgestattet sind. Auch das ist optional, RemoteFX funktioniert mit jedem Endgerät, dass das RDP-Protokoll in der Version 7.1 unterstützt, verbessert aber ebenfalls die Performance.

Abgesehen von der beschleunigten Grafik bietet RemoteFX auch noch eine USB-Umleitung. Die traditionelle USB-Umleitung mit RDP setzt auf dem Endgerät einen Treiber voraus, der die Geräte ansteuert und die Funktionalität an die Session durchreicht. RemoteFX USB leitet die eingesetzten USB-Geräte im Gegensatz dazu auf Basis der Kernelfunktion USB-Hub um, damit ist auf dem Endgerät kein Treiber erforderlich. Die Treiberverwaltung beschränkt sich demzufolge auf den Server oder den Hosted-Desktop und fällt nicht mehr am Endgerät an. Mit diesem System lassen sich beliebige Geräte weiterleiten und der Umleitvorgang bleibt für den Hosted-Desktop völlig transparent. Treiberprobleme gehören folglich der Vergangenheit an.

Welche Verbesserungen Dynamic Memory für den windows-eigenen Hypervisor Hyper-V bzw. darauf laufenden virtuellen Maschinen mit sich bringen erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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posted am 22.02.2011 um 23:49 von Unregistriert


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