Warum CIOs umdenken müssen

Wie Cloud Computing zu einem Wandel in der IT führt

| Autor / Redakteur: Frank French, Realtech AG* / Elke Witmer-Goßner

Viele CIOs sehen sich in einer Identitätskrise, ihre Handlungsspielräume für erfolgreiches Business werden zunehmend beschnitten. Cloud Computing bietet neue Möglichkeiten auf dem Weg zu einer geschäftsorientierten IT.
Viele CIOs sehen sich in einer Identitätskrise, ihre Handlungsspielräume für erfolgreiches Business werden zunehmend beschnitten. Cloud Computing bietet neue Möglichkeiten auf dem Weg zu einer geschäftsorientierten IT. (© eb-picture - Fotolia.com)

Die IT-Industrie befindet sich in einem kontinuierlichen Wandel und damit auch die Aufgaben des CIOs. Es zeigt sich die Tendenz, dass die Entscheidungsbefugnisse der IT-Leiter schrumpfen. Gleichzeitig sehen sich CIOs aber weiterhin dem Druck ausgesetzt, die IT noch enger an den Geschäftszielen auszurichten. Der CIO also als Business Enabler?

In einer idealen Welt werden Prozesse, Technologien und Menschen nicht mehr als Kostentreiber gesehen, sondern als wertvolle Faktoren, mit deren Hilfe das Unternehmen die eigene Wettbewerbsstärke erhöht. Der Weg dahin ist jedoch nicht trivial: Die Mehrheit der IT-Organisationen ist auf diesen Wandel nicht darauf vorbereitet und weiß auch nicht, wie sie diesen Wandel vollziehen soll. Notwendig ist daher ein neues Verständnis von IT und IT-Führung.

CIOs, die mit dieser Entwicklung hin zu einer stärkeren Geschäftsorientierung Schritt halten und daran wachsen wollen, setzen sich mit den Möglichkeiten von neuen Modellen der IT-Leistungserbringung auseinander, wie das . Der CIO der Zukunft muss bei diesem Umbruch eine Führungsrolle übernehmen. Er sollte Rahmenbedingungen für die von IT-Services schaffen sowie die verschiedenen Angebote und Technologieplattformen berücksichtigen können. Zukunftsorientierte CIOs haben erkannt, dass herkömmliche Erfolgskennzahlen wie die Reduzierung von langfristig keinen Mehrwert schaffen.

Durch den Einsatz von Cloud Computing kann der CIO von morgen die interne IT als strategischen Geschäftspartner aufstellen und sich auf Kundenbedürfnisse und Geschäftsnutzen konzentrieren, anstatt lediglich die Bits und zu verwalten. Diese jahrelange gehegte Vorstellung der Verbindung von Technologie und Prozessen wird so zur Realität.

Technologie, die ureigenste Disziplin des CIOs, ist jedoch nicht mehr länger der alleinige Erfolgsfaktor in künftigen IT-Betreibermodellen. Beispielsweise empfiehlt Darley Plummer, Cloud-Analyst bei Gartner, dass CIOs mit einem Cloud Service Broker zusammenarbeiten. Dies kann ein externer IT-Dienstleister sein, der die benötigten Cloud-Leistungen auswählt und individuell kombiniert (siehe hierzu auch den Artikel Der Aufstieg des Cloud Brokers).

In der Cloud zählen Faktoren wie Organisationslandschaft, kulturelles Umdenken, Service-Bereitstellung, Standards, datenrechtliche Bestimmungen, Verträge, Sicherheit, Preismodelle und Unternehmensrichtlinien. Durch die nahtlose Integration all dieser Faktoren und die gleichzeitige Bewältigung der zugrunde liegenden Technologien werden echte Vorteile für die eigene Organisation erzielt.

Cloud Computing reicht jedoch nicht aus, um das Ziel einer geschäftsorientierten IT zu erreichen. Unternehmen sollten nicht davon ausgehen, dass ausschließlich der Einsatz eines Software-Werkzeugs dabei hilft, die Geschäftsorientierung der IT signifikant zu verbessern. Zur Realisierung einer geschäftsorientierten IT ist es daher notwendig, die zahlreichen IT-Leistungen im Hinblick auf deren Geschäftsnutzen transparent zu messen und bereitzustellen. Gleichzeitig muss der CIO in der Lage sein, die organisatorischen Schranken und Zuständigkeitsfragen, die dem Fortschritt im Wege stehen, effektiv zu bewältigen. Notwendig ist daher ein grundlegender Wandel der IT-Kultur, der bestehenden Abläufe sowie unserer Verhaltensweisen.

Erst wenn es einer Organisation gelungen ist, Prozesse, Technologien und Menschen in Einklang zu bringen und individuelle Kundenanforderungen mit Unternehmenszielen und Kennzahlen in einer Umgebung zu verbinden, hat der Umbruch hin zu einem höheren Reifegrad der IT und einer besseren Qualität der IT-Services eine echte Chance. So werden die Anstrengungen, die IT als strategischen Geschäftspartner aufzustellen, zur Realität.

Frank French, Realtech AG.
Frank French, Realtech AG.

*Der Autor Frank French ist Senior Management Consultant bei der REALTECH AG in Walldorf.

Die REALTECH AG ist ein auf SAP spezialisiertes Beratungshaus und entwickelt Software für Geschäftsprozess- und IT Service-Management (u.a. die Monitoring- und IT-Service-Management-Lösung "theGuard").

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