Anbieter von Software-defined Networking im Vergleich

Wettrüsten für die virtualisierten Netzwerke der Zukunft

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Florian Karlstetter

Software-defined Networking: Die Lösungsansätze der verschiedenen Anbieter und die Auswirkungen auf Cloud Computing.
Software-defined Networking: Die Lösungsansätze der verschiedenen Anbieter und die Auswirkungen auf Cloud Computing. (Bild: freshidea - Fotolia.com)

Das OpenFlow-Protokoll und Software-defined Networking (SDN) krempeln die Netzwerker-Landschaft um. Bekannte Namen wie VMware, IBM, Deutsche Telekom und Microsoft unterstützen die technische Inititative, denn OpenFlow legt die Macht in die Hände der Lösungsanbieter. Jeder Anbieter gestaltet SDN für virtuelle Rechenzentren anders. Ein Vergleich lohnt sich.

Das OpenFlow-Protokoll erlaubt die Trennung von Daten- und Steuerungsebene. Nun kann eine im Controller sitzende Instanz basierend auf Regeln definieren, wie die Datenpakete im Switch weitergeleitet werden sollen. Es erlaubt, komplexe Konfigurationen zu vereinfachen, was im Hinblick auf Multi-tenancy interessante Möglichkeiten bietet.

Das auf OpenFlow und seinen Schnittstellen basierende Konzept des Software-defined Networking (SDN) ist nur ein Teilbereich des Software-defined Datacenters (SDDC), aber einer der dynamischsten. Die Funktionalität des Netzes ist nicht mehr an die Art und Weise herkömmlicher und herstellerabhängiger Konfigurationsmechanismen gebunden. Allerdings werden an die verwendete Hardware besondere Anforderungen gestellt, und dies ist somit nicht das Ende der Hardware-Innovation.

Axel Simon ist Programm Manager für SDN bei HP Networking.
Axel Simon ist Programm Manager für SDN bei HP Networking. (Bild: HP)

"SDN ermöglicht eine automatisierte Virtualisierung einer offenen Netzwerkinfrastruktur im Gegensatz zu den herkömmlich sehr hierarchischen Netzwerkarchitekturen", erläutert Axel Simon, Programm Manager bei HP Networking. "Das Netzwerk steht hierbei nicht im Mittelpunkt, sondern ist das verbindende Element zwischen Server, Storage und den jeweiligen Nutzern."

Google hat beispielsweise sein enormes Netzwerk, das seine Rechenzentren weltweit vernetzt, binnen zwei Jahren komplett auf OpenFlow umgestellt. Es erhofft sich dadurch erhebliche Effizienzsteigerungen und Einsparungen, verriet Udo Hölzke, der CTO des sonst so auf Geheimnisse bedachten Suchmaschinenriesen.

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