Schlüsselfaktor Netzwerk

WAN-Optimierung als zentrales Element von Cloud Computing

| Autor / Redakteur: Dave Greenfield, Produktmarketing-Manager bei Silver Peak / Florian Karlstetter

In vielen Außenstellen von Firmen und öffentlichen Einrichtungen stehen nur WAN-Verbindungen mit niedriger Bandbreite zur Verfügung. Um beim Zugriff auf Cloud-Dienste solche Links optimal auszunutzen, ist das Ausfiltern redundanter Daten erforderlich, Stichwort Deduplizierung.
In vielen Außenstellen von Firmen und öffentlichen Einrichtungen stehen nur WAN-Verbindungen mit niedriger Bandbreite zur Verfügung. Um beim Zugriff auf Cloud-Dienste solche Links optimal auszunutzen, ist das Ausfiltern redundanter Daten erforderlich, Stichwort Deduplizierung. (Bild: Silver Peak)

Unternehmen, die Cloud-Computing-Dienste nutzen wollen, übersehen häufig einen wichtigen Punkt: die zentrale Rolle des Netzwerks, speziell der Weitverkehrsverbindungen, über die Cloud-Services bereitgestellt werden. Hohe Paketverlustraten, inakzeptable Latenzzeiten sowie eine unzureichende Bandbreite machen in vielen Fällen die Vorteile von Cloud-Services wieder zunichte.

Einen Ausweg bieten WAN-Optimierungslösungen. Sie stellen sicher, dass Netzwerkverbindungen in der erforderlichen Qualität bereitstehen.

Es ist mittlerweile unbestritten, dass der Einsatz von Cloud Computing Unternehmen, öffentlichen Auftraggebern und Organisationen Vorteile bringt, beispielsweise eine höhere Effizienz und Flexibilität. Zudem lassen sich mithilfe von Cloud-Services die IT-Kosten reduzieren.

Dass dies keine bloßen Marketing-Aussagen sind, belegt unter anderem eine Studie der Beratungsgesellschaft Experton Group. Sie untersuchte über einen Zeitraum von drei Jahren hinweg die Kosten von Cloud-Computing-Projekten in mittelständischen Firmen in Deutschland. Das Ergebnis: Im Vergleich zu Anwendungen, die ein Unternehmen über das eigene Rechenzentrum bereitstellt, ergeben sich bei der Nutzung von Cloud-Ressourcen Einsparungen von durchschnittlich 22,6 Prozent. Und laut einer Studie der Marktforschungsgesellschaft IDC Deutschland von 2013 nutzt bereits über die Hälfte (55 Prozent) der deutschen Unternehmen Cloud-Services oder implementiert solche Dienste. Weitere 27 Prozent der Firmen beschäftigen sich mit der Einführung von Cloud-Computing.

Cloud-Computing ist wie das Wetter

Bei vielen Cloud-Computing-Projekten stehen Aufgaben im Mittelpunkt wie die Geschäftsprozesse anpassen oder Schnittstellen für den Zugriff auf Cloud-Services einrichten. Zu wenig Beachtung findet häufig ein anderes wichtiges Element: die Netzwerkinfrastruktur. Hohe Datenpaket-Verlustraten (Packet Loss Rates, PLR), zu große Latenzzeiten und Netzwerkverbindungen mit einer unzureichenden Bandbreite können höchst negative Folgen haben. Dazu zählen niedrige Datentransferraten und eine mangelhafte Zuverlässigkeit.

Vor allem bei Weitverkehrsverbindungen (WAN, Wide Area Network) treten solche Faktoren regelmäßig auf. Anwender reagieren darauf oft damit, dass sie weitere Server bereitstellen beziehungsweise beim Cloud-Service-Provider buchen oder WAN-Strecken mit höherer Bandbreite ordern. Doch diese Maßnahmen helfen nicht weiter. Wer die genannten Probleme nicht in den Griff bekommt, läuft Gefahr, ein Cloud-Computing-Projekt, salopp gesagt, in den Sand zu setzen.

Die Herausforderungen im Zusammenhang mit Cloud Computing lassen sich mit dem Wetter vergleichen. Eine Gemeinsamkeit ist, dass Vorhersagen nur begrenzt möglich sind. So sieht sich eine Cloud-Infrastruktur mit Anforderungen konfrontiert, die im Vorfeld schwer abzuschätzen sind. Das gilt für das Datenaufkommen und die Anforderungen von Anwendungen bezüglich der Netzwerk-Performance. Schwankungen dieser beiden Werte können die Effizienz von Netzwerken sowie Rechenzentren und Außenstellen beeinträchtigen, die auf IT-Ressourcen in einer Cloud zugreifen.

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