IBM baut das Projekt Watson aus und investiert eine Milliarde Dollar

Von der Quizshow in die Cloud

| Autor / Redakteur: Kai Schwarz / Florian Karlstetter

Mir der neu gegründeten Watson Group möchte IBM Cloud-Services für Forschung und Entwicklung anbieten, darunter auch die Visualisierung von Big Data-Analysen.
Mir der neu gegründeten Watson Group möchte IBM Cloud-Services für Forschung und Entwicklung anbieten, darunter auch die Visualisierung von Big Data-Analysen. (Bild: IBM)

IBM möchte mit der neu gegründeten Watson Group Cloud-Services für Forscher und Entwickler anbieten und investiert rund eine Milliarde Dollar in das Projekt. Der Schwerpunkt liegt in der Weiterentwicklung von Cognitive Computing Software, Services sowie Anwendungen.

Vor gut drei Jahren beeindruckte IBMs Watson das Publikum noch in der US-amerikansichen TV-Quizshow „Jeopardy!“ mit seinem Wissen, nun soll das Projekt kommerziell genutzt werden. Dafür hat IBM die Watson Group mit Sitz in New York gegründet, die Michael Rhodin als Senior Vice President leitet. Hier sollen etwa 2.000 Experten aus Forschung, Services, Soft- und Hardware sowie Spezialisten aus der Industrie an dem Projekt arbeiten und Cloud-Anwendungen und -Services entwickeln. Insgesamt will IBM in die Watson Group rund eine Milliarde US-Dollar investieren. Davon sind laut IBM circa 100 Millionen Dollar Venture-Kapital für Start-ups sowie für die Entwicklung kognitiver Apps, die mit der Watson Developers Cloud umgesetzt werden sollen.

Watson Discovery

Die Watson Group soll laut IBM verschiedene Watson-Lösungen aus der Cloud entwickeln und bereitstellen. Beispielsweise soll mit Watson Discovery eine Lösung angeboten werden, die speziell Projekte in Forschung und Entwicklung unterstützen soll, beispielsweise in der Pharma- und Biotech-Industrie sowie im Verlagswesen. IBM geht davon aus, dass sich mit Watson Discovery Entwicklungsprozesse deutlich verkürzen lassen. Diese Lösung soll Forschern unter anderem helfen, aus Millionen von Artikeln und Studien die wirklich relevanten wissenschaftlichen Erkenntnisse herauszufiltern, auszuwerten und damit ihre eigene Arbeit erheblich zu beschleunigen.

Watson Analytics

Die Analyse und Visualisierung von Big Data soll Watson Analytics vereinfachen. Die Lösung wird laut IBM über eine Spracheingabe gesteuert und bereitet große Datenmengen einfach und anschaulich auf. Anwender müssen sich mit dieser Lösung nicht mehr auf vordefinierte Formate oder Statistiken beschränken, sondern können vielmehr ihr eigenes Wissen einbringen und neue Fragen formulieren.

Watson Explorer

Mit dem IBM Watson Explorer können Daten-basierte Erkenntnisse schneller gefunden und geteilt werden. Der Watson Explorer ermöglicht einen einheitlichen Blick auf die unterschiedlichsten Informationen, hilft bei der Navigation und bietet Suchfunktionen für verschiedene Anwendungen, Datenquellen und -formate – sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens, so IBM.

Services aus der Cloud

„Watson liefert die Lösung für den intelligenten Umgang mit einem stetig wachsenden Strom an Informationen und schafft damit die Grundlage für schnellere und präzisere Antworten”, sagt Michael Rhodin, Senior Vice President der IBM Watson Group. „Eine neue Generation von Watson Services aus der Cloud wird Industrien und Berufsbilder verändern. Cognitive Computing vertieft und bereichert das Wissen der Anwender, unabhängig davon, ob es sich um die Entschlüsselung genetischer Informationen für bessere Therapieansätze oder unternehmerische Entscheidungen handelt.“

Auf der CeBIT vor Ort

Auf der CeBIT 2014 (10. bis 14. März 2014) präsentiert IBM verschiedene Watson-Lösungen auf dem IBM-Stand in Halle 2.

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