IDC-Studie: Enterprise Mobility ist kein Nischenthema mehr

Von BYOD zu CYOD – wer zahlt, schafft an

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Indem durchschnittlich mehr als 50 Prozent der Mitarbeiter zumindest ab und zu mobil arbeiten, beinhalten mobile Technologien großes Potenzial für Unternehmen, das diese nicht ignorieren sollten, um keine Wettbewerbsnachteile zu erleiden.
Indem durchschnittlich mehr als 50 Prozent der Mitarbeiter zumindest ab und zu mobil arbeiten, beinhalten mobile Technologien großes Potenzial für Unternehmen, das diese nicht ignorieren sollten, um keine Wettbewerbsnachteile zu erleiden. (Bild: DigiClack, Fotolia)

Am IT-Thema Enterprise Mobility kommt kaum ein Unternehmen vorbei. Macht doch der Einsatz mobiler Technologie Geschäftsprozesse effizienter, Mitarbeiter produktiver und die Zusammenarbeit einfacher. Jede zweite Organisation hat bereits eine Mobility-Strategie definiert und implementiert. Und 2015 soll jeder zweite Fachbereich über ein eigenes Mobility-Budget verfügen.

Die aktuelle IDC-Studie „Enterprise Mobility in Deutschland 2014/2015“ attestiert dem Markt für Enterprise Mobility Management Software weiteres Wachstum – getrieben durch ein Zusammenwachsen von Mobile Device Management (MDM), Mobile Content Management (MCM) und Mobile Application Management (MAM) sowie durch die cloud-basierte Bereitstellung.

Die im Oktober 2014 erfolgte IDC-Befragung unter 251 IT- und Fachbereichs-Entscheidern aus Unternehmen in Deutschland mit mehr als 100 Mitarbeitern sollt ein besseres Verständnis über die Verwendung mobiler Technologie in deutschen Unternehmen sowie über aktuelle Anforderungen und Pläne der Organisationen gewinnen. Besonders im Blickpunkt standen Software für das Enterprise Mobility Management (EMM), der Einsatz mobiler Endgeräte und Applikationen sowie sicherheitsrelevante Aspekte.

Sicherheit, Bedienung, Bereitstellung

62 Prozent der Unternehmen zählen die Verbesserung der Mobile Security zu den drei wichtigsten Initiativen in den kommenden zwölf Monaten. Die Gewährleistung der Sicherheit mobiler Geräte, Applikationen und Inhalte stellen die aktuell größte Herausforderung für Unternehmen dar. Denn jedes mit dem Firmennetz verknüpfte Gerät stellt ein potenzielles Einfallstor für Fremdzugriffe dar. Und je intensiver sich Unternehmen mit der Verwendung mobiler Technologie auseinandersetzen, desto stärker werden ihnen notwendige Sicherheitsmaßnahmen bewusst.

IT-Verantwortliche dagegen sehen als wichtigste Aufgabe IT im kommenden Jahr, die einheitliche Bedienung von Anwendungen, unabhängig vom gewählten Endgerät. Mitarbeiter wollen die Anwendungen, die sie an ihrem Desktop-PC nutzen, in gewohnter Art und Weise auch auf ihrem Smartphone und Tablet-PC verwenden. Unternehmen sind daher nicht nur gefordert, mobile Apps für die Anwender bereitzustellen, sondern auch eine durchgängige User Experience über alle Endgeräte zu ermöglichen.

Als ebenso wichtig wird die Einführung bzw. Ausweitung von Enterprise Mobility Management (EMM) Software bewertet. Knapp ein Drittel der befragten Unternehmen beabsichtigt, 2015 erstmalig EMM-Software einzuführen. Somit wird die Anzahl der Unternehmen, die heute MDM (bei 57 Prozent im Einsatz), MCM (51 Prozent) und MAM (48 Prozent) verwenden, weiter steigen. Dies deckt sich auch mit der IDC-Einschätzung zum EMM-Markt in Deutschland. IDC prognostiziert eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate bis zum Jahr 2018 von 11 Prozent. Somit soll der Bereich EMM in den kommenden Jahren doppelt so schnell wachsen wie der Software-Gesamtmarkt in Deutschland.

Zwei Trends bei EMM-Software sind deutlich zu erkennen. Zum einen wollen Unternehmen zunehmend keine Einzellösungen, sondern integrierte EMM-Suites. Zum anderen wird die Nutzung cloud-basierter Suites bzw. Tools in den nächsten 24 Monaten deutlich zu Lasten der On-Premises-Software-Lizenz an Bedeutung gewinnen. Nach Einschätzung von IDC werden Anbieter, die diesen Anforderungen nicht genügen, keine langfristige Überlebenschance haben.

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