Die „Ressourcen-Cloud“ von TechniData

Volle Kontrolle in der Wolke

| Autor / Redakteur: Ralf Wigand* / Elke Witmer-Goßner

Flexible Cloud-Nutzungskonzepte lassen Freiraum für eine umstandsabhängige, regelbasierte Zuteilung und optimale Auslastung der vorhandenen Rechen- und Speicherkapazität.
Flexible Cloud-Nutzungskonzepte lassen Freiraum für eine umstandsabhängige, regelbasierte Zuteilung und optimale Auslastung der vorhandenen Rechen- und Speicherkapazität. (Bild: VBM-Archiv)

Wie viele Cloud-Konzepte sind wirklich effizient? Die Migration von Anwendungen entwickelt sich schnell zum Fass ohne Boden, und die bereitgestellten Kapazitäten werden häufig alles andere als optimal genutzt. Ein konsequent ressourcenbasiertes Modell vermeidet diese Probleme.

18 Prozent sind eigentlich nicht viel. So hoch war der Anteil der Unternehmen, die sich in der Future of Cloud Computing Survey 2014 der US-amerikanischen VC-Firma North Bridge vor unkalkulierbaren Migrationskosten fürchteten. 18 Prozent sind aber doch viel, wenn sich der Wert seit der ersten Survey 2011 verdreifacht hat. Anders ausgedrückt: Das Kostenargument gegen den Einstieg in die Cloud ist offenbar auf dem Vormarsch. Diesen Trend sehen wir im täglichen Kontakt mit unseren Kunden bestätigt. Anwendungen und Prozesse für die Cloud fit zu machen, erweist sich vielerorts als (zu) hohe Hürde, wobei sich zur Kostenfrage auch noch das häufig fehlende fachliche Know-how gesellt.

Zum Teil sind die Cloud-Anbieter an den negativen Erfahrungen nicht ganz unschuldig, denn sie machen es ihren Kunden oft ziemlich schwer. „Ihr wollt unsere Infrastruktur – also müsst ihr euch anpassen“, lautet die Devise. Haben sich im Unternehmen über einen langen Zeitraum individuelle Anwendungen und Prozesse etabliert, lassen sich die gewachsenen Strukturen nicht mal eben nebenbei in die Cloud überführen. Im schlimmsten Fall muss man die Dinge komplett neu entwickeln, und ob dieser Aufwand durch die Verheißungen der Wolke jemals kompensiert wird, ist eine Frage, über die man zu Recht diskutieren kann.

Die neue Cloud-Währung: Ressourcen

Cloud-Anbieter wären mit einem Umdenken gut beraten, denn genau andersherum sollte man sich auf die Kunden zubewegen: „Ihr behaltet eure Anwendungen – wir liefern einen Rahmen, der in jedem Fall passt“. Dieser Rahmen lässt sich am besten in einem Cloud-Modell realisieren, das in Ressourcen „denkt“ statt in Servern. Das bedeutet: Die gängigen Cloud-Angebote drehen sich in aller Regel um vorkonfigurierte Server-Pakete, die man in bestimmter Anzahl mietet und bei gestiegenem Bedarf aufstocken kann.

Die Nachteile dieses Modells zeigen sich mit der Zeit im täglichen Betrieb. Braucht die Anwendung, die auf dem jeweiligen Server läuft, mehr Leistung, muss man einen neuen Server ergänzen. Technisch gesehen ist das relativ problemlos via Cloning möglich. Problematisch wird es jedoch, wenn die zusätzliche Leistung nur kurzfristig oder für einen begrenzten Zeitraum benötigt wird. Dann bezahlt man für Kapazitäten, die man nicht angemessen ausnutzt. Umso weniger lohnt sich dieses Vorgehen, wenn auf den anderen Servern in der Cloud noch Kapazitäten frei sind, aber eben bei den „falschen“ Anwendungen. Kurz und gut: Herkömmliche Cloud-Strategien lassen bei Effizienz und Flexibilität manche Wünsche offen.

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