Software-defined Storage macht große Fortschritte

Vmware springt auf den Hyperkonvergenz-ICE

| Autor / Redakteur: Jakob Jung / Rainer Graefen

Pressekonferenz zur Vorstellung von Vmwares Hyperconverged Software Vsan.
Pressekonferenz zur Vorstellung von Vmwares Hyperconverged Software Vsan. (Rainer Graefen)

Die Hyperkonvergenz-Infrastruktur liefern die anderen. Vmware liefert dazu die passende Hyperkonvergenz-Software (HCS). Bei der Vorstellung der neuen Version der Storage-Virtualisierungssoftware Vsan steht die adaptive Technik im Mittelpunkt der Produktneuheiten von Vmware.

Vmware baut sein Infrastrukturangebot aus. Die Storage-Virtualisierungssoftware Vsan ist nun in der Version 6.2 verfügbar. Neu sind verbesserte Funktionen für Deduplikation, Kompression und Erasure Coding. Leistung und Kapazität wurden ausgebaut.

Laut Herstellerangaben soll die neue Version die Storage-Effizienz um den Faktor Zehn verbessern. Die Kosten sollen in einem All-Flash-System bei etwa einem Dollar pro Gigabyte liegen. Es gibt vereinfachte Quality of Service Levels und die Software ist nun offiziell SAP ready und zertifiziert. Ein Health Monitoring überwacht das System.

Vsan hat großen Zuspruch

„Vsan wird gerne von unseren Kunden genutzt, weil es eine robuste Technik ist mit ausgereiften Funktionen“, erklärt Matthias Schorer, Head of Strategy Consulting, CEMEA bei Vmware. 3000 Kunden weltweit haben sich bereits für Vsan entschieden, das sind deutlich mehr als für die Netzwerkvirtualisierung NSX (1200 Kunden).

Ein Problem ist aber das fehlende Expertenwissen im Markt. Gerade einmal zwei deutsche Systemhäuser sind für Vsan zertifiziert (Stemmer/BT und Thomas-Krenn AG). „Storage Cluster sind mit Vsan einfach zu bauen und bieten gute Performance. Wir haben eine Kostenreduktion auf 1 Dollar pro GB umgesetzt, bei anderen Herstellern zahlen die Kunden doppelt so viel“, ist sich Schorer sicher.

Vsan ist zudem eine Kernkomponente der Next-Generation Hyper-Converged Software (HCS) von Vmware. In einem gemeinsamen Stack aus Vmware vSphere, Virtual SAN und vCenter Server soll eine integrierte Lösung zur Hyperkonvergenz im Rechenzentrum geschaffen werden.

Starkes Ecosystem-Umfeld

Vmware setzt dazu stark auf die Zusammenarbeit mit strategischen Technologie-Partnern (OEMs). Elf Hardware-Hersteller haben bereits Varianten der zertifizierten Plattformen für Vmware Virtual SAN Ready Nodes entwickelt, darunter Dell, Hitachi, HPE, Fujitsu, Lenovo, ,Cisco und Fujitsu.

Demnächst folgen sollen engineered Appliances mit dem HCS Stack von denselben Anbietern. Begrenzt verfügbar ist das EVO SDDC Integrated System, das die Hyperconverged Software um Funktionsblöcke wie NSX, Vrealize und dem EVO SDDC Manager erweitert.

Auch dies soll auf zertifizierter Hardware von OEMs ausgeliefert werden. Laut Vmware soll es für diese HCS Angebote neue flexible Lizenzoptionen und Supportmöglichkeiten geben. „Die Software ist vorinstalliert und es ist einfach zu bedienen“, sagt Schorer.

DevOps ready

Auch Vrealize hat einen Refresh erhalten. Vrealize Automation 7.0 bietet jetzt NSX Integration und erlaubt DevOps für IT. Vrealize Business 7.0.1 unterstützt hybride Clouds und bietet verbesserte Reporting Funktionen. Vrealize Operation 6.2 nutzt die Ressourcen besser und enthält intelligentes Workload Placement. Vrealize Log Insight 3.3 erleichtert die Integration von Fremdanwendungen.

Neu hinzugekommen ist die Vrealize Standard Suite, die einen günstigeren Einstiegspreis als bisher bietet. Vrealize 7 kann Amazon und Open Stack Clouds verwalten. „Wir sind jetzt DevOps ready mit Vrealize Suite Enterprise und und Vrealize Code Stream“, so Schorer.

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