Einstieg in Google Cloud Platform

VMs in Google Compute Engine erstellen und verwalten

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Elke Witmer-Goßner

Um virtuelle Server in der Cloud bereitzustellen, bietet sich auch Googles Cloud Platform an.
Um virtuelle Server in der Cloud bereitzustellen, bietet sich auch Googles Cloud Platform an. (Bild: Google)

Im Cloud-Bereich sind vor allem Microsoft Azure und Amazon Web Services sehr verbreitet, wenn es darum geht Funktionen, wie virtuelle Server in der Cloud bereitzustellen. Google bietet mit seiner Cloud Platform aber ebenfalls interessante Möglichkeiten, um virtuelle Server in der Cloud zur Verfügung zu stellen.

Wie Microsoft und Amazon auch, bietet Google einen kostenlosen Testzeitraum für seine Cloud Platform an. Für die Anmeldung sind ein Google-Konto und eine Kreditkarte notwendig. Die Kreditkarte wird aber nur belastet, wenn das kostenlose Konto nach dem Testzeitraum weiter genutzt werden soll. Die Testumgebung ist in wenigen Sekunden eingerichtet, die Verwaltung erfolgt über einen Webbrowser, zum Beispiel Google Chrome. In der Testversion lässt sich Google Cloud Platform 60 Tage kostenlos nutzen, beziehungsweise bis die 300 Euro kostenloses Volumen aufgebraucht sind. Innerhalb des Testzeitraums kann jederzeit über die Schaltfläche „Upgrade ausführen“ auf die kostenpflichtige Edition gewechselt werden.

Virtuelle Server in der Google-Cloud

  • Google Compute Engine testen: Nachdem die Testumgebung aktiviert wurde, stehen die verschiedenen Funktionen von Google Cloud Platform zur Verfügung. Das Erstellen virtueller Server lässt sich zum Beispiel über den Menüpunkt „Compute Engine ausprobieren starten“ lernen. Im Dashboard werden virtuelle Server über den Menüpunkt „Compute Engine“ erstellt. Beim ersten Start dauert es etwas, bis die Compute-Engine-Funktion zur Verfügung steht. Sobald die Initialisierung abgeschlossen ist, können über die Schaltfläche „Instanz erstellen“ neue VMs erstellt werden. Im Rahmen der Erstellung lassen sich die wichtigsten Daten der neuen VM angeben. Im Fenster können zum Beispiel der Name der VM, die Zone, in welcher die VM betrieben wird sowie der Typ der VM konfiguriert werden. Auch das Betriebssystem ist an dieser Stelle steuerbar. Im unteren Bereich lassen sich Einstellungen für die Firewall des Servers vornehmen. Auch Metadaten und Markierungen für virtuelle Server lassen sich an dieser Stelle konfigurieren. Nachdem alle Konfigurationen vorgenommen wurden, wird die VM über die Schaltfläche Erstellen verfügbar gemacht. Natürlich lassen sich die Standardeinstellungen einer VM jederzeit ändern. Das Betriebssystem kann über die Schaltfläche Ändern bei „Bootlaufwerk“ anpassen. Windows Server 2016 steht bereits als Betriebssystem zur Verfügung.
  • VMs in Google Compute Engine verwalten: Sobald die VM erstellt wurde, zeigt Sie die Weboberfläche bei den VM-Instanzen an. Hier werden auch Informationen zur internen und externen IP-Adresse angezeigt. Über den Bereich „Verbinden“ können die Optionen zum Aufbauen einer VM zur VM konfiguriert werden. Standardmäßg richtet Google Cloud Platform den Benutzernamen des Google-Kontos als Administrator für den virtuellen Server ein. Durch einen Klick auf den Link der VM lassen sich weitere Informationen anzeigen und Einstellungen anpassen. Im Fenster ist die Auslastung der VM zu sehen sowie der Zeitpunkt der Erstellung, der Typ der VM und die eingesetzte CPU. Auch Informationen zur IP-Adresse sind hier aufgeführt.
  • Instanzgruppen und Instanzvorlagen nutzen: Über den Menüpunkt Instanzgruppen können Gruppen verschiedener VMs erstellt werden. Zusätzlich kann hier natürlich auch festgelegt werden, dass die VMs in einer Instanzgruppe auf Basis einer definierten Vorlage aufbauen. Das ermöglicht das Bereitstellen zahlreicher VMs für bestimmte Bereiche, wie Big Data, oder ERP-/CRM-Systeme. Die Instanzvorlagen für Instanzgruppen sind direkt unterhalb des Menüpunktes Instanzgruppen bei Instanzvorlagen zu finden. Für die Instanzvorlagen stehen die gleichen Betriebssysteme zur Verfügung, mit denen sich auch VMs erstellen lassen.
  • Laufwerke und Snapshots verwalten: Die verschiedenen virtuellen Festplatten und Snapshots werden ebenfalls in eigenen Bereichen des Dashboards verwaltet. Alle virtuellen Festplatten, der einzelnen VM-Instanzen und Instanzgruppen sind bei Laufwerke zu sehen. Hier können auch zusätzliche virtuelle Festplatten erstellt und virtuellen Servern zugewiesen werden. Virtuellen Festplatten kann in diesem Bereich auch gleich ein Betriebssystem zugewiesen werden. Auch hier stehen die gleichen Optionen zur Verfügung, wie beim Erstellen von neuen VMs. Die Snapshots aller VM-Instanzen werden zentral im Bereich Snapshots verwaltet. Beim Erstellen eines Snapshots wird die Instanz ausgewählt. Anschließend erstellt Google Compute Engine den Snapshot.
  • Images nutzen und erstellen: Über den Menüpunkt Images sind alle verfügbaren Betriebssystemimages in Google Compute Engine erreichbar. Hier lassen sich auch eigene Images erstellen und speichern. Die Images stehen dann wiederum beim Erstellen von VM-Instanzen und Instanzgruppen zur Verfügung.
  • Google Cloud Shell – VM-Instanzen in der Shell verwalten: Über den Menüpunkt „Google Cloud Shell“ kann eine Shell-Oberfläche zur Verwaltung der VMs gestartet werden. Im Gegensatz zu Amazon Web Services und Microsoft Azure wird die Shell im Webbrowser im unteren Bereich eingeblendet. Administratoren können natürlich die Microsoft PowerShell zur Steuerung von Google Cloud Platform nutzen. Google stellt dazu Erweiterungen zur Verfügung.

Google ist schneller als die Konkurrenz

Generell ist der Umgang mit Google Compute Engine sehr einfach gehalten, und in wenigen Minuten lassen sich eigene Server im Internet bereitstellen. Im Vergleich zu Microsoft Azure und Amazon Web Services lassen sich neue virtuelle Server in der Cloud wesentlich schneller bereitstellen, und die Oberfläche ist deutlich aufgeräumter. Google stellt auch recht schnell neue Serveranwendungen und Betriebssysteme zur Verfügung. So sind zum Beispiel auch SQL Server 2016 und Windows Server 2016 als Image verfügbar. Auch die Verwaltung der VMs ist einfach gehalten, unabhängig davon, ob Windows oder Linux als Image eingesetzt wird.

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