Konferenztechnik aus der Cloud am Beispiel VideoMeet

Video Bridging Services bringen mehr Flexibilität

| Autor / Redakteur: Jürgen Haekel / Elke Witmer-Goßner

Das cloud-basierte Videokonferenzsystem VideoMeet der Deutschen Telekom ist mit einer Vielzahl an Video-Clients kompatibel und eine echte Alternative zur MCU.
Das cloud-basierte Videokonferenzsystem VideoMeet der Deutschen Telekom ist mit einer Vielzahl an Video-Clients kompatibel und eine echte Alternative zur MCU. (Bild: Deutsche Telekom)

Cloud Services etablieren sich in vielen Bereichen als ernsthafte Alternativen zum Betrieb eigener Technologie. Video Bridging Services wie VideoMeet von der Deutschen Telekom können nicht nur die eigene MCU (Multipoint Control Unit) ersetzen, sondern eröffnen darüber hinaus noch ganz neue Einsatzmöglichkeiten.

Immer mehr Unternehmen entdecken die vielfältigen Vorteile von Videokonferenzen gegenüber klassischen Telefon- oder Web-Konferenzen. Die Mimik und – speziell in manchen südeuropäischen Ländern – auch die Gestik transportieren nicht selten mehr Informationen als das gesprochene Wort. Videokonferenzen ermöglichen daher eine effektivere Kommunikation als die etablierten Technologien und eignen sich auch in vielen Fällen als Ersatz für ein persönliches Treffen. Der Einsatz geeigneter Videokonferenz-Technik kann daher nicht nur die Effizienz erhöhen, sondern erhebliche Einsparungen im Reisebudget eines Unternehmens mit sich bringen.

Doch was ist die geeignete Videokonferenz-Technik, und wie kann man sie implementieren? Auf diese Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort, da Anforderungen und Voraussetzungen zu unterschiedlich sind. Grundsätzlich gibt es jedoch drei verschiedene Ansätze, die jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile haben: Man kann eigenes Equipment anschaffen und selbst betreiben, man kann selbst in die Technik investieren, sie aber von einem spezialisierten Service Provider betreiben lassen, oder man setzt auf ein reines Service-Modell in der Cloud wie etwa VideoMeet von der Deutschen Telekom.

Selbst oder Nicht-Selbst?

Der traditionelle Ansatz besteht darin, die erforderlichen Endgeräte sowie die Videokonferenz-Infrastruktur bestehend aus MCU und Gatekeeper von Herstellern wie Cisco (Tandberg), Polycom oder Radvision zu kaufen und selbst zu betreiben. Dieser Ansatz erfordert nicht nur die entsprechenden Investitionen, sondern bringt auch die Notwendigkeit mit sich, rund um die Uhr qualifiziertes Personal für Betrieb und Support vorzuhalten. Dafür ist er der sicherste und bietet die vollständige Kontrolle über die gesamte Videokonferenz-Technik, da im laufenden Betrieb keine Fremdfirmen eingebunden sind.

Die fortlaufenden Investitionen in das für den Betrieb und den technischen Support erforderliche Personal kann man sich sparen, wenn man die gekaufte Lösung von einem Managed Service Provider (MSP) betreiben lässt. Da der Betrieb solchen Equipments das Kerngeschäft des Providers ist, hat dieser meist sehr viel mehr Expertise als sich sinnvoll im eigenen Unternehmen aufbauen lässt. Das verspricht einen reibungsloseren und damit kostengünstigeren Betrieb und zudem eine höhere Akzeptanz bei den Mitarbeitern.

Cloud-Services: OpEx statt CapEx

Bei einem Video Bridging Service wie VideoMeet kann man zusätzlich noch auf die anfänglichen Investitionen verzichten und Videokonferenzen als reinen Service nutzen. Cloud-Services bieten die gleichen Vorteile bei der Effizienz und Zuverlässigkeit wie der Ansatz mit einem MSP. Allerdings treten hier an die Stelle von Investitionen und Abschreibungen reine Betriebskosten ohne großes Kalkulationsrisiko. Zudem lassen sich Cloud-Services erheblich besser skalieren als gekaufte Lösungen, bei denen vor einer Erweiterungs-Investition meist Engpässe und danach ungenutzte Kapazitäten an der Tagesordnung sind.

Cloud-Services wie VideoMeet dagegen wachsen oder schrumpfen mit den Anforderungen des Unternehmens und sind allein deshalb schon sehr kosteneffizient. Zudem kann ein Video Bridging Service erheblich schneller und unproblematischer genutzt werden als eine eigene MCU, deren Auswahl, Installation und Inbetriebnahme in der Regel mehrere Monate in Anspruch nimmt.

Ein weiterer Vorteil eines Video-Bridging-Services ist die Unterstützung sehr heterogener Infrastrukturen. In global agierenden Unternehmen können lokale Niederlassungen oder Töchter oft eigene Investitionsentscheidungen treffen, bei Akquisitionen kauft das Unternehmen mehr oder weniger notgedrungen das mit, was an Technik gerade vorhanden ist. So finden sich an verschiedenen Standorten Endgeräte unterschiedlichster Hersteller, ob nun von Cisco, LifeSize, Polycom, Radvision oder anderen.

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