Studie von TCS zur Nutzung von Cloud Computing

Unternehmen wollen durch Cloud Computing flexibler werden

| Redakteur: Ulrich Roderer

Die Nutzung von Cloud Services nach Regionen: Deutsche nutzen überwiegend Vertriebsanwendungen.
Die Nutzung von Cloud Services nach Regionen: Deutsche nutzen überwiegend Vertriebsanwendungen.

Nicht Kosteneinsparungen sind der Hauptgrund, weshalb Unternehmen auf Cloud Computing setzen. Das ergab eine weltweite Studie von TataConsultancy Services (TCS). Wichtiger sind für viele Firmen das Standardisieren von Geschäftsprozessen und Anwendungen sowie die Möglichkeit, schnell und einfach neue Anwendungen zu implementieren.

Anwendungskonsolidierung und die Optimierung von Geschäftsprozessen haben für 78 Prozent der Firmen in den USA und 77 Prozent der Unternehmen im asiatisch-pazifischen Raum höchste Priorität. Nur 71 Prozent der US-Firmen und 75 Prozent der Unternehmen in Asien setzen Cloud Computing primär als Kostenbremse ein.

„Unternehmen, die Anwendungen in die Cloud verlagern, tun das nicht nur, um Kosten zu sparen. Sie wollen vielmehr Anwendungen konsolidieren und Geschäftsprozesse optimieren. Dies ist eines der wichtigsten Ergebnisse einer weltweiten Studie, die Tata Consultancy Services (TCS) zum Thema Cloud Computing durchgeführt hat“, so die Quintessenz von Dr. Kay Müller-Jones, Verantwortlicher bei TCS für das Business- und IT-Consulting in Zentraleuropa.

Unternehmen in Europa erwarten von der Verlagerung von Anwendungen in eine Cloud-Umgebung dagegen in erster Linie eine höhere Flexibilität. An die 66 Prozent der Firmen gehen davon aus, dass sich Applikationen mittels Cloud Computing schneller bereitstellen lassen als mit konventionellen Methoden. Rund 63 Prozent der europäischen Firmen sehen in Cloud Computing dagegen in erster Linie ein Mittel, um die IT-Kosten zu senken.

Wildwuchs von Anwendungen frisst Ressourcen

Eine der größten Herausforderungen für Unternehmen ist, dass sie oft mehrere gleichgelagerte Anwendungen einsetzen, etwa in Bereichen wie Finanzen, Kundenbetreuung und Personalwesen. Dieser Wildwuchs treibt die Kosten in die Höhe, weil die IT-Abteilung unterschiedliche Software-Versionen unterstützen muss und jede Anwendung Ressourcen im Rechenzentrum blockiert. Hinzu kommt der erhöhte Aufwand für die Schulung der Anwender und des IT-Fachpersonals.

Ein Telekommunikationsunternehmen, das an der TCS-Studie teilnahm, gab an, dass es durch die Konsolidierung dieses "Zoos" von Applikationen auf einer Cloud-Plattform die Zahl der firmeninternen Rechenzentren um 80 Prozent reduzieren konnte. Das bedeutet für den Service Provider Einsparungen von 100 bis 200 Millionen Dollar pro Jahr.

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