Lünendonk-Studie 2014 "Der Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland"

Unternehmen investieren vermehrt in Software-Modernisierung

| Redakteur: Florian Karlstetter

Lünendonk-Marktstudie 2014: Unternehmen sparen im IT-Betrieb und investieren stärker in Innovationsprojekte
Lünendonk-Marktstudie 2014: Unternehmen sparen im IT-Betrieb und investieren stärker in Innovationsprojekte (Bild: Lünendonk)

Die Top-Investitionsthemen für das kommende Jahr sind Software-Modernisierung, Business Analytics, Datensicherheit und Mobile Enterprise, dies geht aus der von Lünendonk durchgeführten Studie "Der Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland" hervor. Entsprechend optimistisch blicken die IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen in die Zukunft.

Die IT-Ausgaben steigen in den kommenden Jahren deutlich an, der Gesamtmarkt für IT-Dienstleistungen wird 2015 um 8,3 Prozent wachsen - so zwei Kernaussagen der von Lünendonk vorgestellten Studie zum Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland. Der Optimismus der Branche wird durch die Investitionsplanungen der CIOs bestätigt.

„Allerdings werden nicht alle Anbieter von der hohen Dynamik des IT-Marktes profitieren. Laut den Planungen der von Lünendonk befragten CIOs und IT-Einkaufsverantwortlichen sind deutliche Verschiebungen der IT-Budgets zu erwarten“, erläutert Mario Zillmann, Leiter Professional Services bei Lünendonk und Studienautor, die Ergebnisse. So planen die befragten IT-Entscheider eine deutlich stärkere Steigerung der Ausgaben für IT-Projekte als für IT-Betriebsleistungen. Die Hälfte der untersuchten Großunternehmen und Konzerne geht sogar von rückläufigen Ausgaben für den IT-Betrieb aus.

Entsprechend unterschiedlich blicken die Dienstleister auf das Jahr 2015. Während die IT-Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen eine Steigerung ihrer Umsätze um 9,3 Prozent erwarten, sehen die von Lünendonk befragten IT-Service-Unternehmen ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 5,3 Prozent.

Anforderungen an externe Dienstleister verändern sich

IT-Dienstleister werden sich auch darauf einstellen, dass nicht nur die CIO-Budgets für IT-Projekte steigen, sondern vor allem auch die IT-nahen Budgets der Fachbereiche. Die Hälfte der Befragten schätzt, dass die Fachbereiche für 2014/2015 mit höheren IT-Budgets rechnen können. Ein weiteres Viertel geht von konstanten IT-Budgets aus. In der Zusammenarbeit mit Fachbereichen, aber auch mit CIOs, kommt es neben dem Technologie-Know-how immer stärker auf detaillierte Kenntnisse des Geschäftsmodells des Kunden sowie seiner Geschäftsprozesse an.

„Kundenunternehmen achten daher viel häufiger auf ein breites Leistungsspektrum ihrer Dienstleistungspartner und erwarten neben IT-Services immer stärker Kompetenzen in der Strategieberatung, Organisations- und Prozessberatung sowie Berater, die branchenspezifisches Fachwissen mitbringen“, kommentiert Zillmann die Marktveränderungen.

Die Projekte, in denen die befragten IT-Entscheider 2015 planen zu investieren, sind sehr nah an den Kernprozessen ihrer Organisationen. Die höchsten Investitionen sollen in die „Software-Modernisierung“ fließen, also in die Ablösung oder Sanierung von Altsystemen, die den neuen technologischen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. „Business Analytics“ und „IT-Security“ sind zwei weitere Top-Themen, in die laut den Planungen am stärksten investiert wird.

Wertschöpfungspartnerschaften

Dem Fachkräftemangel in der IT geschuldet verlagern Kunden das benötigte Know-how immer mehr auch an Dienstleistungspartner, damit die Arbeitsmarktsituation die Projektumsetzung nicht allzu sehr ausbremst. Allerdings ist bestimmtes Know-how insgesamt nur knapp am Markt verfügbar. so mangelt es an ausgebildeten Fachkräften für Big Data Analytics, Mobile Enterprise oder auch Cloud-Architekturen.

Die kompletten Studienergebnisse stehen ab September bei Lünendonk zum kostenfreien Download zur Verfügung.

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