Von Adaptive Workspace Access bis Windows 10 Universal Apps

Top 10 der Workspace-Trends 2016

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Matrix42-CTO Oliver Bendig hat eine Liste mit den seiner Meinung nach wichtigsten Workspace-Trends 2016 zusammengestellt.
Matrix42-CTO Oliver Bendig hat eine Liste mit den seiner Meinung nach wichtigsten Workspace-Trends 2016 zusammengestellt. (Bild: Stefan Yang – Fotolia.com)

Die kontextbasierte Bereitstellung von Arbeitsplätzen, das ganzheitliche Management von mobilen und traditionellen Geräten sowie der Einsatz virtueller persönlicher Assistenten sind drei der zehn Themen, mit denen Unternehmen laut Matrix42-CTO Oliver Bendig nächstes Jahr rechnen müssen.

Als CTO ist Oliver Bendig für die Produktstrategie, Roadmap und Weiterentwicklung des Matrix42 Produktportfolios verantwortlich. Er beschäftigt sich mit Innovationen, Entwicklungen und Veränderungen in der IT und kennt die Anforderungen seitens der Unternehmen an die moderne IT-Arbeitsumgebung. Auf diesem Erfahrungsschatz gründen seine IT-Prognosen für das neue Jahr.

1. Adaptive Workspace Access

Die kontextbasierte Bereitstellung von Arbeitsplätzen unter Berücksichtigung von Ort, Zeit, Gerät oder verfügbarer Bandbreite werde in den nächsten Monaten eine übergeordnete Rolle spielen. Bendig zufolge werden die Unternehmen über clevere Managementwerkzeuge dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter die richtigen Apps, Dokumente und Daten zur richtigen Zeit auf dem richtigen Gerät zur Verfügung haben, damit sie so einfach wie möglich ihren Aufgaben nachkommen können. So könne beispielsweise der Zugriff auf sensible Daten von einem mobilen Gerät gemäß des Standorts kontrolliert oder die Konfiguration eines Druckers am aktuellen Standort automatisch durchgeführt werden.

2. Unified Endpoint Management

Die Verschmelzung zwischen mobilen und traditionellen Geräten ist bereits Realität, sodass das ganzheitliche Management dieser indifferenten Situation über eine einheitliche Lösung und einen einheitlichen Managementprozess immer wichtiger werde. Weil die Zuordnung von Geräten und Applikationen immer schwerer zu durchschauen und zu steuern sei, steht für Oliver Bendig das Thema Unified Endpoint Management auf der IT-Agenda 2016.

3. Virtual Personal Assistants/Voice Control

Siri, Cortana und Co. werden sich nicht nur im Privatleben breitmachen – für den Matrix42-CTO haben sie schon heute das Potenzial, sich auch im Arbeitsalltag zu einem persönlichen Assistenten zu entwickeln, der bei der Erledigung von Mails und der Umsetzung von Terminen hilft. Bendig glaubt, das Steuern von Managementaufgaben (z. B. Geräte sperren, aktualisieren) via Voice Control werde da nicht mehr lange auf sich warten lassen.

4. Smartwatches und Wearables

Smartwatches und Wearables werden sich, so Bendig, vom Statussymbol zu einer Erweiterung des Arbeitsplatzes entwickeln. Die im Gesundheitssektor, dem produzierenden Gewerbe oder der Logistikbranche schon etablierte Datenerfassung und -übertragung über Wearables werde sich schon bald in weiteren Branchen durchsetzen. Laut Gartner sollen bis 2018 im Enterprise-Umfeld 5 Mio. Smartwatches eingesetzt werden, die es zu verwalten und abzusichern gilt.

5. Social ITSM

Die Funktionalitäten der sozialen Netzwerke sind aus vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken. Das gelte auch für das IT-Service-Management, das sich, so Bendigs Prognose, im nächsten Jahr noch stärker in Richtung Interaktion verändern wird. Seiner Meinung nach werden Konzepte wie „Mitarbeiter helfen Mitarbeitern“ und interaktive Knowledge-Plattformen zunehmen und eine mit Hashtags markierte N:1- oder N:N-Kommunikation zur Selbstverständlichkeit werden.

6. License Management for Cloud/Mobile First Era

Unternehmen setzen vermehrt auf Mobile- und SaaS-Applikationen. Bendig folgert daraus, dass sie sich deshalb über das Lizenzmanagement in der Mobile/Cloud-Ära Gedanken machen müssen, da die neuen Apps eine neue Komplexität für das Lizenzmanagement, aber auch mögliche Kostenoptimierungen für die Unternehmen, z.B. Nutzungsanalysen für SaaS Apps wie Office 365, Salesforce oder Citrix GoToMeeting, nach sich zögen. Deshalb spiele Lizenzmanagement für die Cloud 2016 eine wichtige Rolle.

7. Workspace Aggregation

Arbeitsweisen und Arbeitsplätze verändern sich derzeit so rasant, dass Gartner von einer Workspace Aggregation spricht. Weil die kontextbasierte Verknüpfung von Apps, Daten, Informationen, Services und Identitäten immer wichtiger sei, werde sich der Browser als neues Betriebssystem etablieren.

8. Predictive Workspace Analytics

Vorhersagen und Simulationen über Arbeitsplätze und die dazugehörigen Prozesse gewinnen an Bedeutung. Als Gründe nennt Bendig komplexere Zusammenhänge und zunehmende Investitionen (Budget, Personal). Da helfe es den IT-Verantwortlichen, wenn sie wiederkehrende Aufgaben oder langwierige Prozesse, etwa Rollouts, im Vorfeld simulieren könnten, genauso wie beispielsweise hohe Incident-Raten am Service Desk. Darüber hinaus seien Simulationen von Lizenzanpassungen für viele Unternehmen interessant, um Einsparpotenziale und Compliance-Auswirkungen zu erkennen.

9. Internet of Things/Services

Das Internet of Things (IoT) wird, ähnlich wie Smartwatches und Wearables, im Arbeitsalltag zunehmend einen festen Platz einnehmen. Durch die automatisierte Kommunikation von Geräten und Bereichen könnten zahlreiche Prozesse im Logistik- und Produktionsbereich verbessert werden. Aber auch im klassischen Office-Bereich werde IoT hohe Mehrwerte erzeugen, z.B. durch die Integration von klassischem Arbeitsplatzmanagement mit Home-Automation-Systemen. So könne etwa die Vorbereitung und Umsetzung von Meetings inklusive Automation der Telefonanlage, der Lichtsteuerung und des Beamers optimiert werden. In Kombination mit den Funktionen von Voice Control werde sich IoT schnell zu einem mächtigen Business-Werkzeug entwickeln und die Nutzung von IT im Unternehmen vereinfachen.

10. Windows 10 Universal Apps

Windows 10 Universal Apps haben laut Bendig den Vorteil, dass es nur einen Code für alle Gerätetypen gibt. Das werde in Kürze dazu führen, dass die Programmierung und Verbreitung von Apps exponentiell zunimmt, sowohl für das Privat- als auch für das Geschäftsleben.

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