Dynamic Cloud Platform (DCP) soll grenzenlos skalieren

T-Systems' einheitliche Cloud-Plattform

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Ähnlich wie bei TeraStream setzt die Deutsche Telekom bei DCP auf Software-Defined Networking; eine unmittelbare Verbindung beider Projekte bestehe aber nicht.
Ähnlich wie bei TeraStream setzt die Deutsche Telekom bei DCP auf Software-Defined Networking; eine unmittelbare Verbindung beider Projekte bestehe aber nicht. (Bild: T-Systems)

T-Systems betreibt künftig alle Cloud-Lösungen auf einer einzigen Plattform. Die in Zusammenarbeit mit Cisco aufgesetzte Dynamic Cloud Platform (DCP) soll grenzenlos skalieren aber kritische Daten auf Servern in Deutschland belassen.

T-Systems setzt auf die DCP, eine einheitliche Plattform für Infrastructure as a Service (IaaS), Collaboration as a Service oder Software as a Service (SaaS). Mehr als 12.000 Kundenlandschaften lassen sich nun in einem Rechenzentrum betreiben. Die Plattform wurde in Zusammenarbeit mit Cisco aufgebaut; ihre Cloud Services wollen die Partner künftig auch gemeinsam vermarkten.

Automatisierte Prozesse

DCP bietet laut T-Systems eine redundante 10-GbE-Infrastruktur, einen unterbrechungsfreien Betrieb bei Updates sowie Wartung und erfüllt zudem spezielle Anforderungen an den Datenschutz. Von der konsequent standardisierten DCP verspricht sich T-Systems einen weniger aufwändigen Betrieb. Über automatisierte Prozesse lassen sich neue Applikationen demnach in wenigen Stunden oder Tagen aufsetzen. Kunden könne man zudem höhere Service Level anbieten, da Updates oder Wartungsarbeiten keine Dienstunterbrechungen verursachen.

Ferri Abolhassan, Geschäftsführer und Produktionschef von T-Systems, meint: "Umzüge auf andere Systeme sind zumeist lästig und verursachen in jedem Fall hohe Aufwände und Ausfallzeiten. Dank der Dynamic Cloud Platform stellt das für Kunden, die wachsen und mehr Kapazitäten benötigen, zukünftig kein Problem mehr dar".

IPv6, QoS und Twincore

Die DCP ist komplett IPv6-fähig und unterstützt Quality of Service (QoS) zur Datenpriorisierung. Für eine hohe Verfügbarkeit soll das Twincore-Prinzip sorgen: Backups sind stets in einem zweiten Rechenzentrum hinterlegt; fallen einzelne Basissysteme aus, übernehmen andere Systeme automatisch.

Mit der Plattform kann T-Systems des Weiteren einzelne Arbeitsprozesse von Kunden klassifizieren, um den Datenschutz zu gewährleisten. Anwender können über diesen Mechanismus etwa festlegen, dass Daten ausschließlich in der EU oder Deutschland verarbeitet werden.

Neue Services will T-Systems nur noch per DCP aufsetzen. Bestehende, bisher auf mehrere Plattformen verteilte Systeme sollen in Absprache mit den Kunden sukzessive auf die neue Umgebung migriert werden.

Paralellen zu TeraStream

Wenngleich die kommunizierten Eckdaten der DCP an das geplante TeraStream-Netz erinnern, haben beide Infrastrukturen "nicht unmittelbar miteinander zu tun" – heißt es seitens des Anbieters. Nichtsdestotrotz setze man bei der Rechenzentrums-IT zunehmend auf Software-Defined Networking. TeraStream hingegen nutze SDN für das neue Access Network. Grundsätzlich gäbe es also schon Gemeinsamkeiten.

T-Systems hatte die DCP bereits im Zusammenhang mit Hosting Services für die SAP HANA Enterprise Cloud erwähnt. Die Plattform läuft aktuell in München. T-Systems plane "noch in diesem Jahr das Ausrollen in ihrem Rechenzentrum in Houston (USA), gefolgt von Frankfurt." Bei Bedarf folgen "später" Magdeburg sowie ein Rechenzentrum im asiatisch-pazifischen Raum.

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