Mix aus Co-Location, Managed Hosting und Cloud-Services als Übergangslösung

Studie: Hybride Outsourcing-Modelle ebnen den Weg in die Cloud

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Weltweit führende IT-Unternehmen gehen laut einer Savvis-Studie zu hybrider outgesourcter IT über, um ihr Wachstum zu beschleunigen.
Weltweit führende IT-Unternehmen gehen laut einer Savvis-Studie zu hybrider outgesourcter IT über, um ihr Wachstum zu beschleunigen. (Bild: xalex – Fotolia.com)

Eine globale Studie von Savvis zeigt, dass Kosteneinsparungen, Fachkräftemangel und Enterprise-Anwendungen den Bedarf an IT-Infrastruktur-Outsourcing weiter vorantreiben. IT-Entscheider erwarten, dass 2018 ca. 70 Prozent ihrer IT-Infrastruktur ausgelagert sein werden.

Der Studie Globale IT-Trends: IT-Outsourcing treibt Geschäftswachstum voran zufolge werden heutzutage noch 65 Prozent der IT-Infrastruktur inhouse betrieben. Die globale Befragung lässt jedoch darauf schließen, dass viele Unternehmen in den nächsten fünf Jahren den Schritt in Richtung Outsourced Cloud machen werden, beispielsweise durch hybride Modelle mit Co-Location und Managed Services.

„Die nächsten fünf Jahre wird sich die IT-Infrastruktur in Organisationen stark verändern“, sagt Savvis-Präsident Jeff von Deylen. „Dabei ist Cloud ein Teil des Ganzen – aber längst nicht alles. Während Unternehmen noch weiter wachsen und sich nach IT-Infrastruktur-Outsourcing-Anbieter umsehen, werden sie einen strategischen Mix aus Co-Location, Managed Hosting und Cloud-Services suchen.“

Savvis, Anbieter von Cloud-Infrastruktur- und Hosted-IT-Lösungen, hat zusammen mit dem Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne 550 IT-Entscheider in den USA, Kanada, Großbritannien, Deutschland, Japan, Hongkong und Singapur befragt. Die Studie gibt dabei Aufschluss über die Trends im IT-Infrastruktur-Outsourcing und Cloud-Computing in den Kernbranchen Finanzwesen, Medien- und Unterhaltungsindustrie, Handel, Gesundheitswesen, Software und Automotive. Savvis führte seine Umfrage zu den Outsourcing-Trends in diesem Jahr zum fünften Mal durch.

Von Inhouse-Strukturen über hybride Lösungen zur Cloud

Während heute noch immer Inhouse-Infrastruktur im Vordergrund steht, wird die nahe Zukunft eine Verschiebung in Richtung hybrider Infrastrukturen bringen. Dabei wird in den kommenden zwei Jahren Co-Location zum Mittel der Wahl. In den nächsten fünf Jahren werden Managed Services die entscheidende Rolle einnehmen, bevor sich die Cloud über alle anderen Formen von Outsourcing erheben wird.

Die Erwartungen der IT-Entscheider an ihren Outsourcing-Partner passen zu dieser Verschiebung: Fast 70 Prozent der Befragten gaben an, dass sie Partner mit einem breiten Portfolio benötigen, um ihre Anforderungen über den gesamten Kaufprozess und während des gesamten Lebenszyklus der Anwendungen abzudecken. Mehr als 65 Prozent sind der Meinung, dass ein idealer Cloud-Provider auch das zugrunde liegende Netzwerk selbst besitzen sollte.

Die befragten IT-Führungskräfte prognostizierten für ihre Unternehmen ein durchschnittliches Wachstum von 8,5 Prozent in diesem Jahr und von 11,5 Prozent im nächsten Jahr. Firmen, die eine tendenziell höhere Wachstumsrate angaben, haben den Großteil ihrer IT in einer Inhouse-Private-Cloud-, Co-Location- oder Managed-Hosting-Umgebung.

Während für 42 Prozent der Befragten Kostensenkung nach wie vor der wichtigste Grund für IT-Infrastruktur-Outsourcing bleibt, holen die Verbesserung der Servicequalität sowie Skalierbarkeit und Flexibilität der Infrastruktur mit jeweils 35 Prozent als Erfolgskriterien auf.

Beinahe 90 Prozent der Befragten gaben an, dass sie bereits Cloud-Services nutzen, mehr als die Hälfte davon Cloud-Storage und E-Mail-Applikationen. Etwas weniger als die Hälfte nutzt Cloud für Intranet, Websites und Microsites.

Zu den Elementen der IT-Infrastruktur, für die IT-Entscheider ein Outsourcing planen, gehören unternehmensunkritische Anwendungen, Rechenzentren, Storage und Content-Management-Applikationen.

Zahlen für Deutschland

Die im Rahmen der Studie erfolgte Befragung von 50 deutschen IT-Entscheidern ergab folgende Fakten zum deutschen Markt:

  • Die Befragten erwarten, dass bis 2018 78 Prozent ihrer IT-Infrastruktur ausgelagert sein werden (weltweit: 70 Prozent).
  • Derzeit liegen in Deutschland noch 70 Prozent der IT-Infrastruktur inhouse (weltweit: 65 Prozent).
  • 60 Prozent gaben an, dass sie Partner mit einem breiten Portfolio benötigen, um ihre Anforderungen über den gesamten Kaufprozess und während des gesamten Lebenszyklus der Anwendungen abzudecken (weltweit: 70 Prozent).
  • Anders als im internationalen Vergleich sind in Deutschland hohe und flexible Service Level Agreements (SLA) die wichtigsten Vorteile, die sich IT-Entscheider von Infrastruktur-Outsourcing versprechen (42 Prozent). Danach folgen Skalierbarkeit und Flexibilität (36 Prozent) sowie Kostensenkung (26 Prozent).

„Die Befragten haben deutlich gezeigt, dass hybride Outsourcing-Modelle den Weg in die Cloud ebnen“, sagt von Deylen. „Während Unternehmen durch Outsourcing ihr weiteres Wachstum fördern, erkennen sie zunehmend den Wert von Service-Providern, die ihnen durch ein umfassendes Angebot an sicheren, skalierbaren Infrastruktur-Modellen und flexiblen End-to-End-Lösungen zu mehr Agilität verhelfen können.“

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