Traditionelles Backup vs. Cloud Backup: Absturzrisiko führt zum Umdenken

Steuerkanzlei setzt bei Datensicherung auf Cloud-basiertes Backup

| Autor / Redakteur: Werner Grohmann / Florian Karlstetter

Steuerkanzlei setzt bei der Sicherung sensibler Mandantendaten auf eine Backup-Lösung aus der Cloud - ein Anwenderbericht.
Steuerkanzlei setzt bei der Sicherung sensibler Mandantendaten auf eine Backup-Lösung aus der Cloud - ein Anwenderbericht. (© BLACK ME - Fotolia.com)

Steuerberater müssen höchste Anforderungen in den Bereichen Datenschutz und Datensicherheit erfüllen. Die Steuerkanzlei Manolikakis hat sich bei der Sicherung von Mandantendaten auf den Cloud Backup-Service "Bayern Backup" der Firma Progtech entschieden.

Bereits seit mehr als zehn Jahren berät der Steuerberater Georgios Manolikakis Mandanten in den Bereichen Lohn- und Gehaltsabrechnung, Finanzbuchhaltung und Jahresabschlusserstellung. Aber auch Spezialthemen, wie die englische Limited, die Betreuung bei Betriebsprüfungen oder Unterstützung bei der Firmengründung (Business Plan, Finanzplan), gehören zum Dienstleistungsspektrum der Steuerkanzlei aus Altenburg in Thüringen. Wenn es um die Sicherung der sensiblen Mandantendaten geht, verlässt sich Steuerberater Manolikakis voll und ganz auf den Cloud Backup-Service Bayern Backup der Firma Progtech. Warum diese Entscheidung gefallen ist, wird in diesem Beitrag erklärt.

Verlust von Mandantendaten kann zum Verlust der Zulassung führen

„Der Verlust von Mandantendaten stellt für einen Steuerberater ein Risiko mit möglicherweise weitreichenden Folgen für ihn selbst dar, die sogar zum Verlust der eigenen Zulassung führen können“, erläutert Georgios Manolikakis die Gründe, weshalb er als Steuerberater höchste Anforderungen in den Bereichen Datenschutz und Datensicherheit erfüllen muss. Steuerberater gehören nämlich, wie Rechtsanwälte oder Ärzte, zu den Berufsgruppen, bei denen Datenschutz und Datensicherheit eine besondere Rolle spielen. Denn alle drei Berufsgruppen arbeiten täglich mit den besonders schützenswerten Daten ihrer Mandanten, Klienten oder Patienten.

Im Fall des Steuerberaters handelt es sich um die Unternehmenszahlen und betriebswirtschaftlichen Kennzahlen der Mandantenunternehmen – Zahlen und Daten, die unter keinen Umständen in die Hände Dritter gelangen oder öffentlich zugänglich gemacht werden dürfen, soweit dies nicht ausdrücklich vom Mandanten autorisiert wurde. Auch ein Datenverlust durch Ausfall des IT-Systems oder Benutzungsfehler ist unbedingt zu vermeiden. Die kontinuierliche Sicherung der Mandantendaten und die Gewissheit, im Notfall diese Daten in kürzester Zeit vollständig wiederherstellen zu können, genießen daher höchste Priorität.

Der sorgfältige Umgang von Georgios Manolikakis und seinem Team mit den Daten seiner Mandanten wird dabei nicht nur von diesem selbst, sondern auch von der für ihn zuständigen Ständekammer sorgsam überwacht. In einem Beschluss vom 25. April 2012 (PDF) hat das Präsidium der Bundessteuerberaterkammer (BStBK) nochmals ausdrücklich auf die besondere Bedeutung von Datenschutz und Datensicherheit in der Steuerberaterpraxis hingewiesen und die wichtigsten Vorgaben zusammengefasst.

So ergibt sich die Verschwiegenheitspflicht des Steuerberaters, unabhängig davon, ob er angestellt oder selbstständig tätig ist, aus § 57 Abs. 1 StBerG, § 5 BOStB und § 203 Abs. 1 Nr. 3 StGB. Sie stellt eine der Grundvoraussetzungen für die steuerberatende Tätigkeit dar. Die Verschwiegenheitspflicht erstreckt sich dabei laut BStBK auf alles, was dem Steuerberater in Ausübung des Berufs oder bei Gelegenheit seiner Berufstätigkeit anvertraut oder bekannt geworden ist.

Regelmäßiges Backup ist Pflicht

In Bezug auf den Datenschutz zählen in der Steuerberaterpraxis zu den personenbezogenen Daten im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) vor allem die im Rahmen der steuerberatenden Tätigkeit verwendeten Mandantendaten. Der Steuerberater hat damit alles zu tun, um eine ordnungsgemäße Verarbeitung der ihm anvertrauten Daten zu gewährleisten. Dazu gehört auch ein regelmäßiges Backup der Daten, um im Fall eines Ausfalls des IT-Systems oder eines Datenverlustes darauf zurückgreifen zu können.

„Ein Verlust von Mandantendaten würde nicht nur zu einem deutlichen Vertrauensverlust im Verhältnis zu meinen Mandaten, mit unter Umständen sogar einem juristischen Nachspiel, führen. Ich müsste als letzte Konsequenz sogar befürchten, dass mir die Zulassung als Steuerberater entzogen wird,“ erläutert Steuerberater Manolikakis die weitreichenden Folgen.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42861026 / Backup & Restore)