Datenverluste und wie man sich davor schützen kann

Sicherung von in der Cloud gespeicherten Daten

| Autor / Redakteur: Lawrence Garvin, SolarWinds / Florian Karlstetter

Von Disaster Recovery über Verschlüsselung bis hin zur Datenwiederherstellung: wichtige Aspekte, die beim Sichern cloud-gestützter Daten zu beachten sind.
Von Disaster Recovery über Verschlüsselung bis hin zur Datenwiederherstellung: wichtige Aspekte, die beim Sichern cloud-gestützter Daten zu beachten sind. (©-ristaumedia.de---Fotolia.com)

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Wer Informationen zum Sichern lokaler Daten in der Cloud sucht, wird schnell fündig. Hilfe gibt es online, in zahlreichen Artikeln oder durch persönliche Empfehlungen von anderen. Was es jedoch nicht gibt, sind Informationen zum Sichern von Daten, die sich bereits in der Cloud befinden.

Niemand stellt infrage, dass Daten, die auf Computern im Büro oder zu Hause gespeichert sind, in der Cloud gesichert werden müssen, aber das Sichern der in der Cloud gespeicherten Daten ist selten ein Thema.

Lawrence Garvin, „Head Geek“ und technischer Produktmarketingmanager bei SolarWinds, schreibt über die wichtigsten Aspekte, die seiner Meinung nach beim Sichern cloud-gestützter Daten zu beachten sind, und darüber, wie wir sicherstellen können, dass diese Daten auch geschützt sind.

Archivierung und Sicherung im Vergleich

Die Archivierung von Daten ist eine Methode, um Daten, die Sie aufbewahren müssen oder möchten, für den normalen Geschäftsbetrieb aber nicht brauchen, dauerhaft zu speichern. Im Allgemeinen ist die cloud-gestützte Archivierung von Daten kostengünstiger als die Archivierung vor Ort. Im Gegensatz dazu werden Daten, die für den Geschäftsbetrieb unverzichtbar sind und ohne die ein Geschäft nicht arbeiten kann, gesichert, damit sie im Notfall schnell wiederhergestellt werden können.

Datenwiederherstellung

Die Zeit, die für das Wiederherstellen der Daten anhand der Sicherung benötigt wird, spielt ebenfalls eine Rolle. Für diese Wiederherstellungszeit sind zwei Hauptkomponenten wichtig:

  • 1. Datenverfügbarkeit ist die Zeit, die der Dienstanbieter benötigt, um die Daten für Sie verfügbar zu machen, damit die Übertragung gestartet werden kann. Datenverfügbarkeit ist ein wichtiger Unterschied zwischen Diensten, die für den Einsatz in einer Datensicherungsstrategie konzipiert sind, und Datenarchivierungsdiensten. Sind Ihre Daten nicht sofort für die Übertragung an Ihr Rechenzentrum verfügbar, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht um einen Datensicherungsdienst, sondern um einen -archivierungsdienst.
  • 2. Physische Übertragung betrifft die Zeit, die es dauert, die Daten über das Internet zu übertragen, und zwar ab dem Zeitpunkt, zu dem sie Ihnen für die Übertragung zur Verfügung stehen. Effektive Strategien für die Auswahl der zu sichernden Daten und für die Häufigkeit der Sicherung dieser Daten wirken sich darauf aus, wie lange es dauert, die Daten „nach Hause“ zu übertragen. Wie schnell Sie Daten über Kabel an einen bestimmten Ort übertragen können, bestimmt, welche Datenmengen in einem einzelnen Sicherungssatz gesichert werden können.

Datenverluste

Wenn wir in diesem Zusammenhang von Datenverlusten sprechen, geht es dabei weder um Datendiebstahl (obwohl dies auch ein großes Problem ist) noch um Datenlecks (Datenkopien, die verloren gehen). Es geht vielmehr um das buchstäbliche Verschwinden der Originaldaten, die somit einfach nicht mehr vorhanden sind. Rufen wir uns einige bekannte Fälle der letzten Jahre in Erinnerung, bei denen cloud-basierte Daten „verschwunden“ sind:

  • 2007 – Carbonite verliert Sicherungsdaten für mehr als 7.500 Kunden.
  • 2008 – The Linkup verliert den Zugriff auf nicht näher angegebene Mengen von Kundendaten für 20.000 zahlende Abonnenten. The Linkup musste den Betrieb für immer einstellen.
  • 2009 – Vollständiger Datenverlust bei der Social-Bookmarking-Site Ma.gnolia. Das Unternehmen wurde innerhalb von zwei Jahren aufgelöst.
  • 2009 – Benutzer des Smartphone-Vorläufers T-Mobile Sidekick verlieren alle „in der Cloud“ gespeicherten Daten. Man geht davon aus, dass dieser Datenverlust auf menschliches Versagen zurückzuführen ist. Ironischerweise wurden die Daten vor einem Hardware-Upgrade nicht gesichert.

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