In-Memory-Konzept von SAP HANA ermöglicht mit Echtzeitanalyse neue Geschäftsmodelle

SAP High-Performance Analytic Appliance ab sofort verfügbar

02.12.2010 | Redakteur: Dirk Srocke

SAP will weitere Anwendungen an die HANA anpassen.

Die SAP High-Performance Analytic Appliance (SAP HANA) ist ab sofort verfügbar. Dank In-Memory-Technik skaliert das System linear mit Multi-Core-CPUs und soll große Datenmengen in Echtzeit analysieren. Zunächst wurde SAP BusinessObjects Stratetic Workforce Planning für die Plattform angepasst, weitere Applikationen sollen folgen.

Mit der jetzt verfügbaren High-Performance Analytic Appliance (SAP HANA) will SAP Datenanalysen dramatisch beschleunigen. Martin Petry, CIO des Pilotkunden Hilti Corporation, berichtet von einer Beispielanfrage über neun Millionen Kundendatensätze: „Mit SAP HANA war es möglich, diese Datensätze innerhalb von wenigen Sekunden zu durchsuchen. Früher hatte dieser Prozess Tage gedauert, da wir die Datensätze für die Analyse aus unserer Datenbank und SAP Business Suite extrahieren mussten.“

Kunden können Daten mit SAP HANA direkt in Echtzeit analysieren, der Umweg über ein herkömmliches Data Warehouse entfällt somit. Möglich wird die Beschleunigung durch das In-Memory-Konzept. Bei diesem werden Datenbanken statt auf Festplatten in schnellem RAM abgelegt und zudem analysefreundlich in Spalten organisiert. Die jetzt realisierte Lösung profitiert direkt von Mehrprozessor-Systemen und soll mit zusätzlichen Rechenkernen linear skalieren.

SAP prognostiziert grundlegend veränderte Geschäftsmodelle, bei denen Endanwender in Echtzeit auf analytische Daten zugreifen können. Bereits jetzt freuen sich die ersten Pilotnutzer über eine höhere Fehlertoleranz: Die Ausführung falsch gestellter Abfragen blockiert Systeme nicht mehr für Stunden, Fehler lassen sich schneller korrigieren.

Als erste Anwendung auf Basis der SAP HANA verfügbar ist SAP BusinessObjects Strategic Workforce Planning. Manager können damit Szenarien in Echtzeit simulieren, komplexe Beziehungen schnell analysieren und prüfen, wie sich Veränderungen in der Organisation auf das Geschäft auswirken würden. Die Funktion „Predictive Modeling“ hilft beispielsweise beim Planen der Belegschaft bei geplanten Akquisitionen oder dem Eintritt in einen neuen Markt.

Im kommenden Jahr will der Hersteller weitere Applikationen für die SAP HANA anpassen. Die sollen zum Beispiel Energiedienstleistern die Verwaltung der Stromversorgung in Echtzeit ermöglichen oder Einzelhändlern helfen, POS-Daten zeitnah zu analysieren. Unterstützt von SAP HANA werden Unternehmen aller Art zudem optimierte Umsatzprognosen über verschiedene Vertriebskanäle hinweg erstellen können.

Preise für die SAP HANA werden in der Einführungsphase lediglich auf Kundenanfrage genannt. Das System soll als vorkonfigurierte Appliance auf Basis von Intel-Prozessoren vertrieben werden. Zu den Hardware-Partnern zählen Hewlett-Packard, IBM, Fujitsu, Cisco und Dell.

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