CRM und ERP jetzt verfügbar, Supply Chain Management später

SAP Business Suite läuft auf HANA

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Jim Hagemann Snabe beschwört eine neue Ära des In-Memory Computing.
Jim Hagemann Snabe beschwört eine neue Ära des In-Memory Computing. (Bild: Srocke)

Die Kernanwendungen der SAP Business Suite laufen jetzt auch auf der In-Memory-Lösung HANA. Zum Preis einer klassischen Datenbanklösung will der Hersteller damit OLAP und OLTP auf einer Plattform verbinden.

Eigentlich handelt es sich bei sich der jetzt vorgestellten Business Suite lediglich um ein "Technology Release"; mit dem Anwender nun ihre klassischen Datenbanken durch die In-Memory-Plattform HANA ersetzen können. Aber genau das wertet SAP Co-CEO Jim Hagemann Snabe als endgültigen Beginn einer "neuen Ära" und stellt den jetzt vorgestellten Code in eine Reihe mit den Meilensteinen R/2 oder R/3. Auch SAP-Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender Hasso Plattner sieht das Softwareunternehmen dank HANA für die kommende Dekade deutlich besser aufgestellt als in den vergangenen zehn Jahren.

Das Potential von für die Business Suite steckt offenbar im Zusammenspiel geschäftlicher Anwendungen mit In-Memory. Damit vereint der Softwareanbieter Funktionen analytischer (OLAP) und transaktionaler () Informationssysteme auf einer performanten Plattform. Die profitiere vom immensen Geschwindigkeitszuwachs einer Datenverarbeitung im Speicher: Ohne den Umweg über eine komplexe, zeitaufwändige und unflexible Aggregation per können aktuelle Daten nun quasi in Echtzeit ausgewertet werden.

Neue Geschäftsmodelle gesucht

Das vereinfache nicht nur IT-Landschaften, sondern ermöglicht auch einen spielerischen Umgang mit Daten. Abfragen, die nicht zum gewünschten Ziel führen, können auf der Stelle angepasst werden. Des Weiteren liefere dieser Ansatz Möglichkeiten für komplett neue Geschäftsmodelle.

So skizziert Derek Dyer, Director Global SAP Services beim Pilotkunden Deere and Company, ein Anwendungsfeld von SAP ERP: "Wir können die Markteinführung von neuen Produkten und Dienstleistungen revolutionieren und wichtige Prozesse wie Materialplanung in Echtzeit durchführen. Zudem stehen uns ganz neue Bereiche wie vorbeugende Wartung (Predictive Maintenance) zur Verfügung".

Unterstützung für DB2, Oracle, MS SQL und SAP ASE

Die bisherigen Datenbankpartner schließt SAP mit dem jetzigen Release jedoch nicht aus. Wie bisher funktioniere die Business Suite auch weiterhin mit , Oracle, MS oder SAP ASE – dank SQL sogar mit einer einheitlichen Programmbasis. Für nicht unterstützte Features werde der alte Code weitergepflegt. Zudem wolle man die Datenbankanbieter bei der Anpassung ihrer Systeme unterstützen.

So kooperativ sich SAP hier aber zeigt, so aggressiv wirbt der Hersteller bei Kunden für die eigene Lösung HANA. Die solle nämlich nicht teurer sein als Produkte des Wettbewerbs. Egal welche Datenbank Kunden nutzen, die Business Suite sei stets zum gleichen Preis erhältlich. Und auch HANA selbst werde zu konkurrenzfähigen Kosten angeboten. Für jeden investierten Dollar, erhalte man den 200-fachen Output, tönt Hagemann Snabe.

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