Bitkom-Umfrage zur Nutzung von Cloud-Speicherdiensten

Runter von der Festplatte, rein in die Cloud

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Office-Dokumente, Fotos und anderes digitales Material – nichts, was inzwischen nicht den Weg in die Cloud findet. Für rund sechs Millionen Deutsche sind Cloud-Speicherdienste die erste Wahl, Daten zu archivieren und zu sichern.
Office-Dokumente, Fotos und anderes digitales Material – nichts, was inzwischen nicht den Weg in die Cloud findet. Für rund sechs Millionen Deutsche sind Cloud-Speicherdienste die erste Wahl, Daten zu archivieren und zu sichern. (Bild: mipan, Fotolia)

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Briefe, Präsentationen und digitale Rechnungen wandern als erstes in die Cloud. Damit sind Online-Speicherdienste vor allem für die Dokumenten-Verwaltung interessant. Rund sechs Millionen Deutsche nutzen die Cloud inzwischen als privaten Aktenschrank. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbands Bitkom.

Demnach vertrauen sehr viele Nutzer nicht nur kostenlosen Angeboten. Im Gegenteil: Inzwischen werden auch kostenpflichtige Speicherdienste stark nachgefragt. Mehr als zwei Millionen deutsche Anwender geben Geld für Speicherplatz im Web aus, um dort Dokumente, Fotos und andere Dateien abzulegen. Und es sind hauptsächlich junge Leute zwischen 18 und 29 Jahren, die den zusätzlichen Speicherplatz im Web nutzen (7 Prozent). Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es nur drei Prozent.

Gerade für die Dokumentenverwaltung hätten Cloud-Speicherservices große Vorteile, erklärt Andreas Nowottka, Vorstandsvorsitzender des Kompetenzbereichs ECM im Bitkom: „Die Dokumentenverwaltung in der Cloud ist nicht nur komfortabel, sie erhöht auch die Sicherheit.“ Indem Cloud-Anbieter automatisch Sicherungskopien der gespeicherten Daten erstellen, sind die dort gespeicherten Dokumente oder Fotos besonders sicher. Angst vor einem Festplattencrash brauchen Cloud-Nutzer also nicht haben. Der geräte-, orts- und zeitunabhängige Zugriff auf Dateien trägt zudem erheblich zur Bequemlichkeit und Flexibilität bei. Daher würden Cloud-Speicherdienste auch für immer mehr Privatpersonen attraktiv, so Nowottka.

Cloud-Dienste zum Speichern von Office-Dokumenten sind entweder Bestandteil von Betriebssystemen oder Office-Programmen oder sie sind unabhängig von der verwendeten Software. In der Regel können viele der Dienste zunächst kostenlos genutzt werden. Hierfür ist zunächst lediglich eine Anmeldung notwendig. Bezahlt wird aber häufig dann, wenn das kostenlos zur Verfügung gestellte Speichervolumen überschritten wird.

Die verschiedenen Anbieter von Cloud-Diensten unterscheiden sich meist hinsichtlich der angebotenen Funktionen. So können bei manchen die hochgeladenen Dateien automatisch auf die verschiedenen Geräte des Nutzers verteilt werden. Wurde eine Datei auf einem der Geräte bearbeitet, ist die neue Version auf allen anderen Mobilgeräten zugänglich, bei Desktop-PCs und Laptops wird sie sogar selbstständig heruntergeladen und gespeichert. Bei anderen Anbietern können Nutzer die in der Cloud abgelegten Dokumente online weiter bearbeiten, entweder im Browser oder mit speziellen Apps für Mobilgeräte. Häufig können die in der Cloud abgelegten Dateien sehr einfach für andere zugänglich gemacht werden. Einige der Dienste erlauben sogar, gleichzeitig mit mehreren Personen an Dokumenten zu arbeiten.

Die Ergebnisse der Bitkom-Umfrage zur Nutzung kostenpflichtiger Speicherdienste für persönliche Daten basieren auf einer Befragung vom Meinungsforschungsinstitut Forsa. Hierzu wurden 1.063 Internetnutzer ab 14 Jahren in Deutschland befragt. Die Angaben zur Speicherung von Office-Dokumenten in der Cloud machten 2.000 Internetnutzer ab 15 Jahren gegenüber dem Meinungsforschungsinstitut Goldmedia. Alle Angaben sind repräsentativ.

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