Topmanager von Rackspace beziehen Stellung

Rackspace nennt Cloud-Prognosen für 2017

| Autor: Ludger Schmitz

Rackspace-Rechenzentrum im britischen Crawley
Rackspace-Rechenzentrum im britischen Crawley (Bild: Rackspace)

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2016 war ein turbulentes Jahr für Clouds. Salesforce wurde zu einem E-Commerce-Player, HP und Verizon haben ihre Public Cloud heruntergefahren und Künstliche Intelligenz ist im Mainstream angekommen. Was steht für die Cloud als nächstes an? Topmanager von Rackspace stellt folgende Prognosen für 2017 auf.

Scott Crenshaw, SVP Product and Strategy bei Rackspace meint, dass die Verwaltung von Kerngeschäften in den nächsten zehn Jahren zum bestimmenden Thema der Open-Source-Infrastruktur wird und erklärt hierzu folgendes: Da Unternehmen unterschiedliche Open-Source-Plattformen einsetzen, sehen sie sich mit zunehmend unüberwindbaren operativen Herausforderungen konfrontiert – alles muss effizient, sicher und zuverlässig zusammenarbeiten. Wir nähern uns bei der Einführung von Open Source einem neuen kritischen Moment. Der Schwerpunkt liegt nicht mehr länger auf der Entwicklung von Software, sondern darauf, die Software erfolgreich zu nutzen. Damit steht uns eine neue Ära bevor, in der Operations die Vorherrschaft unter den größten Open-Source-Herausforderungen haben werden.

Multi-Cloud ist Realität

(Kaushik Balasubramanian, Sr. Director VMware Practice)

Die Kombination von öffentlichen und privaten Clouds hat sich durchgesetzt – doch damit nicht genug – große Cloud-Provider wie Rackspace, VMware und Microsoft ermöglichen nun die Nutzung mehrerer Cloud-Anbieter, um Hand in Hand mit verschiedenen Cloud-Implementierungen zu arbeiten. Diesen Trend der Multi-Cloud sehe ich auch 2017 weiter wachsen. Diverse Clouds erfüllen verschiedene Bedürfnisse für unterschiedliche Unternehmen, und wir merken, dass die meisten Unternehmen sich verschiedener Clouds über mehrere Regionen hinweg sowie für unterschiedliche Anwendungsfälle und Workloads bedienen werden. Die Kosten für die Migration eines älteren Workloads in eine Cloud, weg vom Kundenrechenzentrum, könnte unwirtschaftlich sein.

Sicherheit wird sich von der reinen IT-Funktion zum "integrierten Business Enabler" entwickeln

(Daniel Clayton, Director of Operations, Rackspace Managed Security)

Wenn wir die Realität annehmen, wie sie ist, und Sicherheitsoperationen entwickeln, welche mit den heutigen, anspruchsvollen und hartnäckigen Gegnern umgehen können, wird das Thema Sicherheit zunehmend technologisch-dynamischer und geschäftskonzentrierter werden. Ein umfassendes Verständnis für die geschäftlichen Auswirkungen von Daten und Systemen, die wir schützen, wird eine effektive Automatisierung in effizienten zero-trust-environments ermöglichen, die nur wenige oder keine standing permissions erlauben.

OpenStack wird die API für das softwaredefinierte Rechenzentrum werden

(Bryan Thompson, General Manager, OpenStack Private Cloud)

Im Jahr 2017 wird die Sammlung von OpenStack-Projekten eine der am schnellsten wachsenden Open-Source-Communities der Welt darstellen und die Position als De-facto-Standard für den Aufbau privater Clouds bestmöglich behaupten. Das liegt unter anderem daran, dass die OpenStack-Community 2017 die 15. und 16. Hauptversion der integrierten Projekte (Ocata und Pike) liefert. Die Stärke von OpenStack ist weiterhin die API – ein Standard-Interface, dass es Benutzern und Systemen erlaubt mit allen Arten von Infrastrukturen zusammenzuarbeiten – einschließlich Computer-, Netzwerk-, Speicher- und anderen Fabric-Services. Wenn sich immer mehr Organisationen OpenStack zu Nutze machen, um ihre privaten Clouds zu versorgen, werden sie das Potenzial des softwaredefinierten Rechenzentrums und die damit verbundene Flexibilität und Innovation erkennen.

Der Wechsel zur Anwendung

(Prashanth Chandrasekar, Vice President & GM, Fanatical Support for AWS)

Die Anwendungsautomatisierung wird an Bedeutung gewinnen – dies wird eine Fokusverlagerung von der Infrastruktur auf die Applikation ins Rollen bringen. Container werden mehr Mainstream- und Produktions-Adoptionen erleben, während es Experimente mit einer serverlosen Architektur geben wird, zum Beispiel AWS Lambda.

Serverlose Architektur

(John Engates, Chief Technology Officer)

Eine serverlose Datenverarbeitung erleichtert das Leben der Entwickler. 2017 könnte das Jahr werden, in dem es richtig los geht. "Serverlos" ist natürlich eine falsche Bezeichnung. Es wird immer Server geben. Eine serverlose Architektur bezieht sich auf Anwendungen, die von Drittanbieterservices abhängig sind (Backend-as-a-Service) oder von benutzerdefinierten Codes (Function-as-a-Service) – AWS Lambda ist heute der beliebteste Host-Anbieter. Was serverlos wirklich bedeutet, ist, dass Entwickler sich nicht mehr um die Infrastruktur kümmern müssen. Und weil diese Barrieren für den IoT-Einstieg stetig kleiner werden, werden auch weiterhin neue Player und deren Geräte auf diesem schier unendlichen Markt mitmischen.

Fortschrittliche Workloads in Microsoft Azure werden den Datenfluss zu Azure voranzutreiben

(Jeff DeVerter, CTO of Microsoft Technologies)

Technologische Fortschritte in Azure, wie die Cortana Intelligence Suite, Machine Learning, und das Azure Security Center werden durch standardmäßig bestehende Vorteile in einer größeren Anzahl Workloads in Azure ermöglichen. Der Hauptvorteil beim Wechsel zur Public Cloud lag bislang in der DevOps-Transformation und der DataCenter-Konsolidierung. Zu den Begünstigten zählte in erster Linie die IT-Community innerhalb eines Unternehmens. Die oben genannten Punkte werden erhebliche Auswirkungen auf alle Bereiche eines Unternehmens haben. Dies geschieht durch ihre charakteristischen Tools zum dynamischen Data-Mining, durch das Lernen aus Aktionen aller Art (nicht nur von Maschinen) und die sichere Verwahrung von Daten und Ergebnissen. Die Microsoft-Cloud ist nicht nur darauf ausgerichtet, Datenverarbeitung effizienter zu gestalten, sie wird den Geschäftsbetrieb, so wie wir ihn kennen, transformieren.

Der Azure Stack macht Azure zur Cloud der Wahl für Unternehmens-Workloads

(Jeff DeVerter, CTO of Microsoft Technologies)

Da die Gürtel in allen IT-Organisationen enger geschnallt werden und tiefgreifende IT-Kompetenzen knapp sind, werden IT-Organisationen die Gelegenheit nutzen, Azure – öffentlich und privat – als Plattform der Wahl zu standardisieren. Da der Azure Stack-Code in erster Linie aus der gleichen Codebasis wie Azure stammt, werden Unternehmen in der Lage sein, ihre eigenen APIs und native Azure-Funktionen für ihre privaten Cloud-Anforderungen zu standardisieren. Diese beiden Produkte werden IT-Organisationen ein nie dagewesenes Maß an Effizienz und Leistungsfähigkeit bringen.

Das Internet der Dinge im eigenen Haus

(John Engates, Chief Technology Officer)

Viele Menschen werden bereits im nächsten Jahr mit Geräten in ihren Häusern reden. Man kann Amazon.com nicht mehr aufrufen, ohne Werbung für „Echo“ zu sehen, den Audio-Zylinder des Unternehmens, der immer mit der Cloud verbunden ist und mit seinen Besitzern als Alexa per Sprache interagiert. Sie können mit Google Home über Google Assistant sprechen und ihrer Xbox mit Cortana Befehle geben. Ich glaube nicht, dass wir lange warten müssen, bis Microsoft etwas Ähnliches für das ganze Haus entwickelt. Apple arbeitet ebenso eifrig an einem Home-Device mit dem Siri Voice-Assistenten als Grundlage, um mit Echo zu konkurrieren. Sogar das eigene Auto wird nicht außen vor bleiben mit Armaturenbrettern, die sich wie normale Geräte verhalten und mit permanenter Wi-Fi Verbindung ausgestattet sind. Tesla bringt mit seinem Tesla 3 nächstes Jahr sogar ein erschwingliches Auto mit entsprechender Technologie auf den Markt, während sich Chevy mit dem Chevrolet Bolt mit Tesla einen harten Wettkampf liefern wird.

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