Leitfaden Projektmarketing

Praxistipps für eine erfolgreiche Cloud-Einführung

| Autor: Elke Witmer-Goßner

Akzeptanz und Zuneigung sind bei der Einführung von Cloud-Projekten in Unternehmen die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung.
Akzeptanz und Zuneigung sind bei der Einführung von Cloud-Projekten in Unternehmen die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung. (Bild: Marco2811, Fotolia)

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Mit Cloud Computing werden die erkennbaren Auswirkungen auf viele betriebliche Abläufe, die Anforderungen an die Mitarbeiter und die Veränderungen in der Zusammenarbeit umfangreicher.

All das löst naturgemäß Unsicherheit aus: Sorgen um den Arbeitsplatz oder Angst vor dem Verlassen der eigenen Komfortzone können dazu führen, dass ein Projekt zur Einführung eines Cloud-Services auf Ablehnung bei der IT-Abteilung oder den betroffenen Nutzern stößt. Dies führt zu Mehraufwänden und kann das Projekt sogar zum Misserfolg machen. Aufgabe des Cloud-Projektmarketings ist es, diesem Verhalten proaktiv zu begegnen und mit einer gut durchdachten Kommunikationsstrategie als Bindeglied zwischen Unternehmenskommunikation und IT zu fungieren.

Der durch Cloud Computing verursachte Veränderungsprozess soll damit begleitet und bei allen relevanten Stakeholdern des Cloud-Projekts für Akzeptanz geworben sowie Ressourcen gesichert werden.

Aktives Projektmarketing

Wie Cloud-Projektmarketing erfolgreich geplant und umgesetzt werden kann und welche Instrumente in welcher Projektphase und für welche Zielgruppen eingesetzt werden sollten, beschreibt der aktuelle Leitfaden, den EuroCloud Deutschland_eco e.V. jetzt vorgestellt hat. Der Leitfaden enthält einen Werkzeugkasten passend zu den individuellen Bedürfnissen des jeweiligen Cloud-Projekts und Leading Practices, die sich in verschiedenen Kundensituationen bewährt haben. Damit liefert er Denkanstöße für eigene Cloud-Projekte und soll Unternehmen die Angst vor dem Scheitern nehmen, die durch frustrierte Mitarbeiter entsteht.

Cloud ist – und das wird für viele erst im Projektverlauf erkennbar – zunächst eine Veränderung der Denkweise der Betroffenen und erst nachrangig eine Frage der Technologie, wie Mitautor Mike Hahm, Leiter Business Development bei der Konica Minolta Business Solutions Europe GmbH, erklärt: „Die Wichtigkeit, bei allen relevanten Stakeholdern Akzeptanz für Cloud-Projekte zu schaffen, wird in den meisten Unternehmen unterschätzt und/oder unzureichend umgesetzt.“

Dass Cloud-Projekte erst einmal auf Ablehnung stoßen, hat mehrere Gründe: Führt ein Unternehmen einen Cloud Service ein, erfolgt der Betrieb wesentlicher Teile der IT nicht mehr im eigenen Haus, sondern Dienstleister stellen die IT-Ressourcen bereit. Die Anwenderunternehmen benötigen also weniger technisches Detailwissen (etwa über Betriebssysteme, Datenbanken und Netzwerke). Mit der Folge, dass eine Verschiebung hin zu strategischen Kompetenzen, juristischen Kenntnissen und Managementkompetenzen stattfindet. In manchen Unternehmen wird sogar die gesamte Organisation überdacht, etablierte Prozesse werden überarbeitet und Mitarbeiter erhalten neue Funktionen.

Konstruktive Umsetzung

Ohne aktives Projektmarketing bleibt Raum für Unsicherheit, Ängste und Spekulationen – und das Projektteam kämpft mit der Akzeptanz, sowohl bei den Beteiligten des Cloud-Projekts als auch bei den potenziellen Anwendern im Unternehmen und weiteren Stakeholdern. Daher ist es Aufgabe des Cloud-Projektmarketings, diesem Verhalten vorbeugend und aktiv zu begegnen und mit einer gut durchdachten Kommunikationsstrategie als Bindeglied zwischen Unternehmenskommunikation und IT zu fungieren. Der durch Cloud Computing verursachte Veränderungsprozess soll damit begleitet und bei allen relevanten Parteien des Cloud-Projekts für Akzeptanz geworben sowie Ressourcen gesichert werden.

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