Software-Cluster erstellt Basis für Online-Marktplätze

Plattform integriert Apps und Services

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

So funktioniert die Plattform: Serviceanbieter akkreditieren sich zunächst. Dienste werden per USDL-Import aufgenommen. Der Servicekonsum wird auf der Plattform überwacht und Nutzungsinformationen für die Abrechnung verwendet.
So funktioniert die Plattform: Serviceanbieter akkreditieren sich zunächst. Dienste werden per USDL-Import aufgenommen. Der Servicekonsum wird auf der Plattform überwacht und Nutzungsinformationen für die Abrechnung verwendet. (Bild: Software-Cluster)

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Der Software-Cluster hat das Projekt „Innovative Dienstleistungen im zukünftigen Internet“ abgeschlossen. Ergebnis: Eine technische Plattform für internetgestützte Dienstleistungen.

Wer verschiedene Web-Applikationen verknüpft, kann komplexere Aufgaben lösen. Theoretisch. Endnutzer stehen heute noch vor einer übersichtlich großen Zahl von Angeboten, kennen deren Kosten nicht und müssten zahlreiche Logins anlegen, sagt der Software-Cluster und will das Dilemma mit einer jetzt vorgestellten Integrationsplattform lösen.

Die technische Plattform ist Ergebnis des bereits 2011 gestarteten Projekts “Innovative Dienstleistungen im zukünftigen Internet“, bei dem 16 Partner aus Industrie und Forschung mitgewirkt haben. Die Lösung soll Betreibern von Marktplätzen für internetgestützte Dienstleistungen künftig helfen, Apps und Services zu integrieren.

Hierfür biete die Plattform eine Reihe standardmäßiger Basisdienste für Metering, Monitoring und Billing der angebotenen Services. Neben einem Service Repository gehören zur Lösung auch Werkzeuge für Dienstsuche und Dienstauswahl. Technisch basiert die Plattform auf einer eigens entwickelten Architektur, die Iaas, und umfasst. Zudem haben die Projektteilnehmer die Dienstbeschreibungssprache Unified Service Description Language (USDL) weiterentwickelt.

Damit sollen kleine und mittlere Unternehmen schnell und einfach eigene internetgestützte Dienste beschreiben und in einem Marktplatz einpflegen. Die Angebote könnten dann sogar von herkömmlichen Suchmaschinen gefunden werden. Drei beispielhafte Marktplätze wurden bereits implementiert: für die Lösung von Mobilitätsherausforderungen, für das Handling von Logistikprozessen und für den Handel von Energiekontingenten.

Thomas v. Bülow, 1&1 Internet AG, meint: "Die Erkenntnisse aus der in InDiNet entwickelten Plattform-Technologie werden wir bei der 1&1 Internet AG in der Weiterentwicklung des Produkt-Portfolio berücksichtigt: Software-Entwickler sollen sich über Integrationsplattformdienste leichter miteinander verbinden können und damit auch den Nutzen für Anwender verbessern."

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Das Projekt fand im Rahmen des Spitzencluster-Wettbewerbs der Bundesregierung statt; Abweichend von den 2011 genannten 20 Millionen Euro beziffert der Software-Cluster das Gesamtvolumen des Unterfangens jetzt mit 14 Millionen Euro. Folgende Unternehmen und Forschungspartner aus der Cluster-Region waren letztlich beteiligt: 1&1 Internet AG, Software AG, ConWeaver GmbH, eperi GmbH, EUROSEC GmbH, die Fraunhofer-Institute für Graphische Datenverarbeitung IGD, Sichere Informationstechnologie SIT und Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, FZI Forschungszentrum Informatik, IMC AG, Insiders Technologies GmbH, intelligent views gmbh, Karlsruher Institut für Technologie KIT, SAP AG, Scheer Management GmbH, SEEBURGER AG, Software AG, TU Darmstadt.

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