Kostenpflichtige Zusatzfunktionen für Open-Source-Filesharing

ownCloud mit Desktop-Client und Apps

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Business Edition und Enterprise Edition der kommerziellen ownCloud unterscheiden sich in Preis, Leistung und Lizenzmodell.
Business Edition und Enterprise Edition der kommerziellen ownCloud unterscheiden sich in Preis, Leistung und Lizenzmodell.

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Die erste kommerzielle Variante der File-Sharing-Software ownCloud ist verfügbar. Als Mehrwert gibt es Desktop-Clients, Apps für iOS und Android sowie Support.

Ende vergangenes Jahr wurde das Unternehmen ownCloud gegründet, um eine kommerzielle Version der gleichnamigen Open-Source-Lösung für Filesharing zu entwickeln. Jetzt ist das erste kostenpflichtige Produkt verfügbar.

Der Anbieter wirbt mit Support und zusätzlichen Funktionen für die kommerzielle ownCloud-Version. Linux- und Windows-Anwender erhalten beispielsweise "Sync-Clients,, mit denen Daten auch offline genutzt werden können. Wenn wieder eine Verbindung zum Server steht, werden die Dateien von der Desktop-Software synchronisiert.

Für Smartphones und Tablets mit den mobilen Betriebssystemen Google Android und Apple iOS soll es in Kürze Apps geben, die Daten per Push-Mechanismus auf die Geräte übertragen – die separat käuflichen Client-Apps funktionieren übrigens auch mit der kostenlosen Version von ownCloud. Anwender von Mac OS oder Windows Phone können ausschließlich per Web-Interface auf ownCloud-Server zugreifen.

Support und geplante Management-Oberfläche

Als weiteren Mehrwert der kommerziellen Version betont ownCloud Support und Maintenance. Im Preis enthalten sind Updates sowie Patches. Nutzer der Business Edition erhalten Hilfe per E-Mail; bei der Enterprise Edition werden Probleme auf Wunsch auch per Telefon gelöst.

In den nächsten Monaten will Anbieter ownCloud zudem eine Management-Oberfläche für die Enterprise Edition nachliefern. Mit der können Administratoren Nutzer in Gruppen zusammenfassen und Schreib-/Leserechte auf verschiedene Datenpools gewähren.

Hochverfügbarkeit durch Lizenz für mehrere Instanzen

Nutzer der kommerziellen ownCloud-Version wählen zwischen zwei verschiedenen Lizenzmodellen: Die Business Edition unterliegt AGPL 3 (GNU Affero General Public License) und darf in einer Instanz genutzt werden. Nutzer der unter ownCloud-Lizenz veröffentlichten Enterprise Edition dürfen mehrere Instanzen betreiben, etwa um Lasten zu verteilen oder hochverfügbare Systeme aufzusetzen. Außerdem müssen Anwender der Enterprise Edition eigene Erweiterungen nicht mehr veröffentlichen.

Die kommerziellen ownCloud-Versionen sind ab sofort verfügbar. Die Business Edition kostet für bis zu 50 Nutzer jährlich 799 Euro; für die ersten 250 Nutzer der Enterprise Edition verlangt der Anbieter 12.500 Euro pro Jahr. Die mobilen Apps für Android und iOS sollen in "wenigen Tagen" für jeweils 0,79 über die entsprechenden App Stores erhältlich sein.

OwnCloud ist eine File-Sharing- und File-Synchronisations-Lösung für Unternehmen. Besonderheit des Produkts: Anwender entscheiden selbst, ob sie Daten auf externen Cloudspeichern oder eigenen Servern vorhalten. Das System basiert auf einem LAMP-Stack (Linux, Apache, MySQL, PHP); Speicherplatz gehört nicht zum Angebot. Als Datenträger eignen sich laut ownCloud physikalische Speicher oder Storage Services, die sich im Betriebssystem mounten lassen. Der ownCloud-Server kann an vorhandene Directories angebunden werden, beispielsweise LDAP oder Active Directory.

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