PAC-Studie über SAP aus der Cloud

Outsourcing- und Cloud-Strategien im SAP-Umfeld

| Redakteur: Florian Karlstetter

SAP aus der Cloud ist ein wichtiges Zukunftsthema, so die PAC-Studie "SAP goes Cloud".
SAP aus der Cloud ist ein wichtiges Zukunftsthema, so die PAC-Studie "SAP goes Cloud". (Bild: Pierre Audoin Consultants)

Jeder zweite SAP-Verantwortliche sieht das Thema SAP Infrastructure as a Service als wesentlichen Teil der SAP-Strategie von Unternehmen. 60 Prozent glauben außerdem, dass SAP SaaS zukünftig als Software-Ergänzung genutzt werden wird. So zwei Kernaussagen der von Pierre Audoin Consultants veröffentlichten Studie "SAP goes Cloud".

Aktuell dominiert bei SAP-Lösungen noch der Eigenbetrieb: So setzen 45 Prozent der von PAC befragten SAP-Anwenderunternehmen bei ihren SAP-Systemen komplett auf den Betrieb durch die eigene IT. Diese Variante wird von größeren Unternehmen und Firmen aus dem verarbeitenden Gewerbe bevorzugt. In immerhin 30 Prozent der Firmen wird der Betrieb komplett durch einen Outsourcing-Dienstleister bewerkstelligt. Die Kombination von Inhouse-Betrieb und Outsourcing kommt dagegen weniger oft zur Anwendung.

Das Thema SAP aus der Cloud gehen dagegen viele Unternehmen strategisch an: Da viele Unternehmen auf den Eigenbetrieb zurückgreifen, erstaunt es nicht, dass eine Outsourcing-Strategie nur für jedes zweite SAP-nutzende Unternehmen relevant ist. Immerhin hat jedes dritte Unternehmen bereits eine solche Strategie realisiert.

"Der deutschsprachige SAP-Markt ist ausgereift, Firmen setzen SAP-Software oft unternehmensweit ein und viele nutzen SAP-Outsourcing. Trotzdem verschließen sich die Firmen nicht dem Thema SAP as a Service, denn rund 40 Prozent der SAP-Anwenderunternahmen haben eine Cloud-Strategie umgesetzt, entwickeln oder planen diese", so Frank Niemann, Vice President – Software & SaaS Markets bei PAC und Autor der Studie.

Da es verschiedene Spielarten von „SAP as a Service“ gibt, hat PAC in der Studie "SAP goes Cloud" ganz bewusst zwischen dem Betrieb von SAP-Software in einem Cloud-Rechenzentrum (SAP IaaS) sowie der Nutzung von Cloud-basierten Fachbereichslösungen wie beispielsweise SuccessFactors und Ariba (SAP SaaS) unterschieden.

Im Gegensatz zur klassischen SAP-Software lässt sich SAP SaaS nach Überzeugung vieler Firmen zwar schneller einführen und ist auch in puncto Kosten attraktiv, jedoch erweist sich die geringere Anpassbarkeit der SaaS-Lösungen – nach den Sicherheitsbedenken – als ein weiterer wesentlicher Nachteil. Auch aus diesem Grund ist SAP SaaS eher eine Ergänzung der bestehenden SAP-Software statt eine Alternative. Ein Viertel der Unternehmen plant und diskutiert Investitionen in SAP SaaS.

Während der Markt für SAP SaaS noch jung ist, sind die SAP-IaaS-Angebote von SAP-Partnern bereits etabliert und werden von etwa 40 Prozent der Firmen in Anspruch genommen, und zwar für die gesamte SAP-Umgebung oder für bestimmte Bereiche. Allerdings ist das Investitionsverhalten hier eher zurückhaltend. Ein Hemmnis ist hier neben dem Aspekt der Sicherheit der zu geringe Vorteil gegenüber SAP-Outsourcing.

Rahmenbedingungen und Aspekte der Sicherheit

Dass sich in Zukunft mehr SAP-Anwender für SAP SaaS und/oder SAP IaaS entscheiden, hängt zu einem großen Teil von den Rahmenbedingungen ab. Datensicherheit inklusive Schutz vor dem Zugriff ausländischer Geheimdienste steht heute und auch in Zukunft an erster Stelle. Doch auch ausreichende Transparenz in Richtung Lösungs-Roadmaps sowie der Preismodelle (etwa „Pay per Use“) zählen dazu.

Hinzu kommt, dass sich die Verbesserungspotenziale durch Cloud-Services nur dann heben lassen, wenn sie sich möglichst einfach in bestehende SAP-Landschaften einbinden, effizient verwalten bzw. wenn sich SAP-Anwendungen leicht in die Cloud migrieren lassen. Hierbei sind sowohl SAP als Lösungsanbieter als auch die SAP-Partner als Berater und Integratoren gefragt.

Ergänzendes zum Thema
 
Kommentare der Premiumsponsoren

Zur Studie

Für die Studie "SAP goes Cloud – Pläne, Strategien und Investitionspläne deutscher Unternehmen" wurden über 100 SAP-/IT-Verantwortliche in Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern befragt. Die Studie wurde im Multi-Client-Modell erstellt und von der All for One Steeb AG, InEssence Reply sowie SAP Deutschland SE & Co. KG als Premiumsponsoren, von Fujitsu Technology Solutions GmbH, Steria Mummert Consulting GmbH, Swisscom Enterprise Customers als Goldsponsoren sowie von itelligence AG als Silbersponsor unterstützt.

Die kompletten Studienergebnisse stehen bei Pierre Audoin Consultants zum kostenlosen Download bereit.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43081854 / Allgemein)