Partnernetzwerk gegen Herstellerabhängigkeit und Intransparenz

Open Cloud Alliance – Bündnis für eine offene Cloud

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Die jetzt vorgestellte Open Cloud Alliance will Cloud-Lösungen vieler namhafter Anbieter in einer einheitlichen – auf einer offenen Architektur basierenden – Plattform zusammenführen.
Die jetzt vorgestellte Open Cloud Alliance will Cloud-Lösungen vieler namhafter Anbieter in einer einheitlichen – auf einer offenen Architektur basierenden – Plattform zusammenführen. (Bild: Crisp Research)

Univention, IBM und weitere Software- und Cloud-Service-Anbieter haben mit der Open Cloud Alliance (OCA) eine Initiative ins Leben gerufen, die zentrale Herausforderungen des Cloud Computings von heute lösen soll, damit Nutzer wieder frei zwischen Anwendungen und Anbietern wählen können.

Die Vorteile der Cloud-Nutzung sind hinlänglich bekannt: So lassen sich signifikante Kostensenkungen für Server­ und Infrastrukturbetrieb (CapEx vs. OpEx) erreichen und der professionelle Betrieb kritischer IT-Dienste, inklusive Rund­um­die­Uhr­Verfügbarkeit, ermöglichen. Neue Services können viel einfacher getestet und implementiert werden. Daten werden sicher und zentral gespeichert und sind von überall aus abrufbar (Mobiltelefon, Niederlassungen, Home Office). Die IT und alle damit verbundenen Kosten sind je nach aktuellen Bedürfnissen im Unternehmen flexibel skalierbar. Zudem reduzieren Cloud-Services den Druck, kompetentes IT­Personal zu finden.

Schöne Argumente also, die eigentlich für jeden Firmenkunden nachvollziehbar sein sollten. Noch klaffen aber Wunsch und Realität auseinander und der Markt für Cloud-Services hängt weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Über die Gründe dafür haben sich Univention und IBM schon seit längerem Gedanken gemacht und zentrale Probleme identifiziert. Sie sehen den größten Hemmschuh insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen darin, dass sich im Markt für Cloud-Services Silos gebildet haben, die dem Kunden keine Wahl mehr lassen über Speicherort, Service Level Agreements oder den Service Provider.

Auswahl und Kontrolle in der Cloud

Große Cloud­Anbieter wie Google, Microsoft oder Salesforce erstellen aus Software, Cloud­Service, Datenspeicherung, Schnittstellen, Gerichtsbarkeit und Service Level Agreements (SLA) eine große „Alles­oder­Nichts“­Lösung. In Folge lassen sich vorhandene IT-Infrastrukturen nur schlecht oder gar nicht mit den angebotenen Silos integrieren. Oft macht die angebotene cloud-basierte Software, deren Source Code in der Regel nicht freigegeben wird, eine Migration kompliziert oder sogar unmöglich. Damit sind Anwender auch bei der Cloud-Computing-Nutzung in größter Abhängigkeit von bestimmten Herstellern. „Diese Cloud-Angebote sperren die Kunden ein“, kritisiert Univention-Chef Peter Ganten.

Echte Alternativen sehen für Unternehmenskunden anders aus. Sie wünschen sich von den großen Cloud-Providern mehr Flexibilität, ein vielfältigeres Angebot an Software, die Erfüllung deutscher Datenschutzanforderungen und Datensicherheit, die freie Wahl des Speicherstandorts, eine Einbindung eigener On-Premise-Versionen, gewährleistet durch ein integriertes Identity Management System, und lokale Angebote. Hier bieten sich gerade für kleinere, regionale Cloud Service Provider ebenso wie für Software-Anbieter Riesenchancen.

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