IT-Trends-Studie 2014 von Capgemini: Wissenszuwachs im Top-Management

Nutzung unternehmenseigener Clouds steigt sprunghaft an

| Redakteur: Florian Karlstetter

IT-Trends-Studie 2014 von Capgemini: IT-Budgets entwickeln sich positiv, auch das IT-Know-how im Führungskreis nimmt zu, die Bedeutung des CIOs nicht. Außerdem: Unternehmen stellen immer mehr Services aus der eigenen Cloud bereit.
IT-Trends-Studie 2014 von Capgemini: IT-Budgets entwickeln sich positiv, auch das IT-Know-how im Führungskreis nimmt zu, die Bedeutung des CIOs nicht. Außerdem: Unternehmen stellen immer mehr Services aus der eigenen Cloud bereit. (© Julien Eichinger - Fotolia.com)

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Die Kapazitäten der unternehmenseigenen Clouds wurden in den vergangenen zwei Jahren nahezu verdoppelt und stellen jetzt knapp 30 Prozent aller IT-Services bereit, so eine Aussage der von Capgemini veröffentlichten IT-Trends-Studie 2014. Weitere Erkenntnis: Technologie wird wichtiger, Anwendungen müssen aber immer schneller entwickelt und angepasst werden, um mit dem Markt mithalten zu können.

Für die jetzt veröffentlichte IT-Trends-Studie 2014 befragte Capgemini 141 IT-Verantwortliche aus Großunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mehr als die Hälfte der Befragten gaben an, dass das IT-Know-how im Management in den letzten beiden Jahren zugenommen hat. So besprechen 61 Prozent der Unternehmen häufiger IT-Themen auf Geschäftsführungsebene oder im Vorstand.

Obwohl sich für 23 Prozent der CIOs dadurch die Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung verbessert hat, hat der Wissenszuwachs im Top-Management auch zur Folge, dass jetzt weniger CIOs an allen Sitzungen des Management Boards teilnehmen. Zwischen 2013 und 2014 sank die Quote von knapp 37 auf 32 Prozent. Im Gegenzug stieg der Anteil der CIOs, die nur sporadisch dabei sind, um fast sieben Prozentpunkte.

Zwischen Wunsch und Realität: das agile Unternehmen

Mit der zunehmenden Abhängigkeit von IT steigt auch der Druck der Fachabteilungen, ihre Anforderungen optimal mit der IT-Landschaft abzudecken. Anwendungen müssen schnell entwickelt sowie angepasst werden, und dies ohne Qualitätseinbußen. Diese Art der Agilität beherrschen der Studie zufolge aber nur 19 Prozent, während 37 Prozent noch ganz am Anfang stehen. Die Funktionalitäten ihrer IT-Landschaft gehen an den Bedürfnissen der Anwender vorbei und sie verfehlen die vereinbarten Service Level. Darüber hinaus haben sie Schwierigkeiten mit den Veränderungen am Markt Schritt zu halten.

Sprunghafter Anstieg unternehmenseigener Clouds

Die Kapazitäten der unternehmenseigenen Clouds wurden in den vergangenen Monaten fast verdoppelt, so dass sie jetzt knapp 30 Prozent aller IT-Services bereitstellen. "Die Tür in Sachen Cloud ist in Deutschland weiter geöffnet. Unternehmen haben die dos & don’ts im Cloud-Bereich inzwischen gut gelernt und genügend Erfahrung für einen breiteren Einsatz. Da ist die NSA-Affäre kein Hindernis – auch wenn sie sicher nochmal das Sicherheitsbewusstsein geschärft hat“, erklärt Dr. Uwe Dumslaff, Chief Technology Officer bei Capgemini in Deutschland. Der Public Cloud oder Services von Dritten stehen CIOs aber immer noch skeptisch gegenüber: Ihr Nutzungsgrad liegt im Durchschnitt bei lediglich etwas mehr als vier Prozent der Gesamtleistung der IT.

Top-Themen des Jahres 2014: Sicherheit dominiert

Die anhaltende Skepsis gegenüber Anbieter-Clouds wurde möglicherweise von der neu entfachten Sicherheitsdebatte gefördert, die sich auch auf die Wahl der wichtigsten Technologien 2014 ausgewirkt hat: Mit Business Continuity, Schutz vor Malware und Security Compliance stehen neben Virtualisierung und Integration von Standard- und Individualsoftware überraschend viele Sicherheitsthemen auf den ersten fünf Plätzen. Die Affäre um die Abhöraktionen britischer und amerikanischer Geheimdienste schlägt sich außerdem darin nieder, dass der Schutz vor Industrie- und Datenspionage in diesem Jahr stark an Bedeutung gewann (zweithöchster Zuwachs mit +0,64 Punkten auf einer Skala von 1 = sehr wichtig bis 6 = völlig unwichtig in den kommenden Jahren).

Aufsteiger des Jahres und das Thema mit dem höchsten Bedeutungszuwachs ist Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M): 23 Prozent der von Capgemini befragten IT-Verantwortliche setzen es bereits ein, zwölf Prozent implementieren noch und weitere 13 Prozent sind in der Planungsphase. Nach jahrelangem Zögern setzen jetzt viele Unternehmen Projekte auf, um lohnende Geschäftsmodelle zu entwickeln. Darüber hinaus arbeiten viele CIOs in diesem Jahr an der Planung und Implementierung von Enterprise Collaboration-Plattformen, Lösungen für das Identity und Access Management sowie an der Einbindung von Kunden in die digitale Prozessabwicklung.

Keine Bedeutung für ihr Unternehmen messen die befragten CIOs ähnlich wie im letzten Jahr schon App Stores für Kunden/Bürger oder auch Bring Your Own Device zu. Das gleiche gilt für Context-aware Computing oder Crowd Sourcing.

Weitere Ergebnisse der IT-Trends-Studie 2014 stehen bei Capgemini im Internet bereit.

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