SkySQL führt bewährtes Support- und Servicemodell von MySQL fort

Neuer Stern im MySQL-Ökosystem als Alternative zu Oracle-Support

14.10.2010 | Redakteur: Florian Karlstetter

Mit bewährten Talenten zum Erfolg: SkySQL führt die Philosophie von MySQL fort – und hält die Werte von Open Source weiter hoch.

Was passiert mit MySQL, und wie lässt sich Service und Support unter dem Dach von Oracle fortführen? Diese und ähnliche Fragen beschäftigen die MySQL-Community seit der Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle. Mit dem Markteintritt von SkySQL durch ehemalige MySQL-Mitarbeiter sollten diese problematischen Fragestellungen jetzt der Vergangenheit angehören.

Klingt beinahe schon wie „Phoenix aus der Asche“: Das jüngst in Finnland gegründete Startup SkySQL AB hat sich zum Ziel gesetzt, das langjährig bewährte Service- und Support-Modell von MySQL AB fortzuführen, ganz gleich was Oracle dazu sagt. SkySQL will weltweit Nr. 1 Anbieter für MySQL-Services werden, einen genauen Zeitplan, bis wann dieses Ziel erreicht werden soll, gibt es wenige Tage nach der offiziellen Firmengründung noch nicht – nachvollziehbar.

MySQL gilt seit Jahren als die populärste Open Source-Datenbank mit rund 13 Millionen aktiven Installationen weltweit, das hat auch die Übernahme durch Sun Microsystems im Frühjahr 2008 bestätigt: noch nie zuvor wurde für eine Open Source-basierte Lösung von einem rein kommerziell getriebenen Konzern rund eine Milliarde US-Dollar gezahlt.

Sun Microsystems führte das Open Source-Modell von MySQL weitestgehend fort, seit der Übernahme des kalifornischen IT-Konzerns aus Santa Clara durch die benachbarte Oracle Corporation herrscht allerdings Ungewissheit über die weitere Zukunft der quelloffenen Datenbank, schließlich vertreibt Oracle primär seine kommerzielle Datenbanklösung.

Die MySQL-Community dürfte sich also über den Markteintritt von SkySQL freuen. Das Startup-Unternehmen mit Sitz in Finnland beschäftigt mittlerweile über 20 erfahrene ehemalige MySQL-Mitarbeiter, die sich aus den Fängen von Oracle befreit haben (oder sich schon früher anderen Aufgaben gewidmet haben). Von den ursprünglich rund 450 MySQL-Mitarbeitern sind seit der Übernahme von Oracle rund die Hälfte aus dem Oracle-Imperium ausgeschieden.

Monty´s Program

SkySQL mit Ulf Sandberg als CEO setzt also das bewährte Service- und Support-Modell von MySQL weiter fort. Sandberg war seinerzeit als Mitgründer und Senior Vice President Global Services für MySQL tätig, zusätzlichen Support erhält das Startup durch Michael „Monty“ Widenius, den eigentlichen Kopf von MySQL. Widenius unterstützt SkySQL mit der ebenfalls gegründeten Firma Monty Program in Form von Bugfixes und 3rd Level-Support. Selbstredend, dass Monty Program die fähigsten MySQL-Datenbankentwickler aus früheren Zeiten um sich versammelt hat.

Support-Services von SkySQL

Sky SQL wird im Rahmen seiner Enterprise Subscriptions Support für folgende Produkte anbieten:

  • MySQL Server
  • MariaDB Server (eine von Monty Program entwickelte Open Source Datenbank als Alternative zu MySQL)
  • SkySQL Enterprise Monitor
  • SkySQL Visual Editor
  • weltweiter 24/7 Support
  • On site Kundenservice

Zusätzlich bietet SkySQL Consulting für Datenbankprojekte, darunter zu Architektur und Design, Performance-Tuning, Hochverfügbarkeit, Clustering oder Migration.

Partner Ecosystem

Im Bereich Hochverfügbarkeit können Kunden außerdem von folgenden SkySQL-Lösungen profitieren: darunter virtuelle Umgebungen, Cloud-Infrastrukturen mit dem Partner ScaleDB oder Shared Storage und Replication. Die SkySQL-Service-Subscriptions umfassen vier Stufen: von Basis über Silver und Platinum bis hin zu Unlimited.

Zum Partner Ecosystem des erfolgsversprechenden Startups gehören zahlreiche Open Source-Größen, darunter Monty Program AB, Webyog, Talend, LINBIT und ScaleDB.

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