So kommen die Programme zum Anwender, Teil 1

Neue Techniken der Applikationsbereitstellung

| Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Florian Karlstetter

Cloud-Technologien und Virtualisierung bieten neue Möglichkeiten der Applikationsbereitstellung.
Cloud-Technologien und Virtualisierung bieten neue Möglichkeiten der Applikationsbereitstellung.

Web-Dienste, Apps und mobile Geräte ändern die Arbeitsweise der Benutzer – und auch die IT-Verwaltung. Wir zeigen die Techniken und Möglichkeiten der Applikationsbereitstellung der Zukunft. In diesem ersten Teil gehen wir dabei vor allem auf die Ursachen dieser Entwicklung ein.

Um Anwender mit Programmen zu versorgen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Beim traditionellen Weg erfolgt meist ein Massen-Rollout von Anwendung auf die Benutzergeräte. Dabei werden die Systeme in der Rollout-Phase mit den notwendigen Anwendungen und mitunter auch Betriebssystemen und Patches versorgt (betankt). Diese Verteilung der Anwendungen erfolgt meist durch den Einsatz von speziellen Verwaltungs-Tools. Diese kümmern sich um eine automatisierte Installation von Betriebssystemen und den Anwendungen.

Automatismen sind umso effizienter, je umfangreicher die Anzahl der betroffenen Systeme ist. Wenn möglichst viele Systeme einen gleichen oder zumindest in Grundzügen vergleichbaren Softwareaufbau haben, können diese Rollout-Tools ihre Wirkung am besten entfalten. Dazu sind im Vorfeld Scripte oder MSI-Dateien (Microsoft Installer) zu erstellen. Unterstützend dazu stehen Benutzergruppen und Programmgruppen bereit.

Mobile Geräte, das Internet und die Cloud ändern die Regeln

All diese Verfahren sind etabliert. In Zukunft aber sind neue Techniken gefordert und auch bereits verfügbar. Mobile Geräte, das Internet, die Cloud und dessen Basistechnik, die Virtualisierung, leiten nun ein Paradigmenwechsel in der Softwareverwaltung ein.

Die über Jahre praktizierten Arbeitsabläufe, die Techniken, die Art und Weise der Programme, die verwendeten Werkzeuge und die Bereitstellung (das Rollout) der Anwendungen an die Benutzer werden sich ändern. Anstelle des Massenrollouts treten neue Techniken der Applikationsversorgung. Dazu zählen Apps, HTML-Seiten und virtuelle Computer. Die Versorgung der Benutzer mit den Anwendungen erfolgt – nicht mehr wie beim traditionellen Rollout – im Vorfeld für alle Benutzer, sondern nach Bedarf und individuell. Hinzu kommen die Veränderungen in der Netzanbindung, den Sicherheitsanforderungen und Unternehmensstrukturen. Der zunehmende Trend zur Heimarbeit und der mobilen Beschäftigten ist ungebrochen. Gleichzeitig werden immer mehr Arbeiten an Subunternehmern ausgelagert, die allerdings auf dem Firmengelände beschäftigt sind. Feste Betriebsstrukturen, die nach „intern“ und „extern“ werden zunehmend aufgelöst. Um mobilen Benutzern Applikationen bereitzustellen setzt man in Zukunft vermehrt auf Applikationsportale, die im Internet verfügbar sind. Diese Öffnung der Unternehmen nach außen verlangt aber auch nach neuen Sicherheitskonzepten.

weiter mit: mobiler Wildwuchs anstelle x86-PC

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