Personaldienstleister GULP analysiert Bewerberprofile

Nachfrage nach freiberuflichen Big-Data-Spezialisten steigt

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Sie sind gesucht und wissen, dass sie ihr Geld wert sind: Unternehmen beschäftigen zunehmend mehr IT-Freelancer für Big-Data-Projekte.
Sie sind gesucht und wissen, dass sie ihr Geld wert sind: Unternehmen beschäftigen zunehmend mehr IT-Freelancer für Big-Data-Projekte. (Bild: SVLuma, Fotolia)

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Die auf die Rekrutierung externer IT- und Engineering-Spezialisten fokussierte Personalagentur GULP Information Services GmbH stellt eine steigende Nachfrage nach selbstständigen Big-Data-Spezialisten fest. Zwar hat Big Data im IT-Projektmarkt eine noch vergleichsweise geringe Bedeutung – die Nachfrage nach Freelancern für Big-Data-Projekte steigt aber rasant an.

Die zunehmenden Datenmengen stellen viele Unternehmen vor große Probleme. Neue Methoden der Datengewinnung lassen Daten und ihre Nutzungsmöglichkeiten vielfältiger werden. Entsprechend wächst auch der Anspruch an die IT-Abteilungen. Immer häufiger wird daher auch auf externe Spezialisten zurückgegriffen. 2012 vermittelte der Personaldienstleister GULP mehr als fünfmal so viele Big-Data-Projektanfragen an Freelancer als noch im Jahr zuvor (insgesamt waren es 348). Allein in den ersten fünf Monaten des Jahres 2013 zählte der GULP-Index schon 158 Anfragen, in denen Spezialisten für Projekte im Big-Data- bzw. große Datenmengen/-banken-Umfeld gesucht wurden.

Damit ist Big Data bei Freelancern und Unternehmen, die Externe einsetzen, angekommen, wie auch eine Marktstudie von GULP beweist. Diese zeigt, dass die Nachfrage für Spezialisten für große Datenmengen steigt. Allerdings werde mit dem Aufkommen des Schlagworts Big Data in Unternehmen kein explizit neuer Typus des Freiberuflers nachgefragt, betont Stefan Symanek, Marketing-Leiter von GULP: „Im Grunde umschreibt es nur, was es unter anderem Namen und etwas seltener vorher schon gab.“

Nicht neu, nur anders

„Den“ Big-Data-Spezialisten gibt es nach der Analyse von GULP also nicht. Je nach Projektaufgabe hat Big Data für den Freelancer eine andere Bedeutung. Die selbstständigen Experten, die von Unternehmen in diesem Zusammenhang gesucht werden, teilen sich dementsprechend in zwei Gruppen auf: in Administratoren und Programmierer auf der einen Seite und Analysten und Berater auf der anderen Seite. Dabei sind die Übergänge fließend. Nachgefragt wird dabei – meist zusätzlich zu den üblichen Projektaufgaben wie Datenbankverwaltung oder Programmierung – Know-how über große Datenmengen und -banken oder Data Warehousing.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Profilen der insgesamt rund 80.000 IT-Freelancern, die sich in die GULP-Datenbank eingetragen haben: Dort finden sich im Umfeld von Big Data beispielsweise Berater für und , die sich speziell mit der Analyse und Verarbeitung großer Datenmengen beschäftigen (z.B. Datamining, multidimensionale Datenverarbeitungssysteme, OLAP). Oder es bieten Datenbank-Spezialisten (beispielsweise für Oracle, PL/, SQL, Siebel, Java, C++, Perl oder Python) ihre Dienste an, die entweder als Architekt, Administrator oder Entwickler mit großen Datenmengen zu tun haben. Oft mitgebrachte Skills sind hier Apache Hadoop und HBase.

Geldwerte Skills

Alle bei GULP eingetragenen selbstständigen Big-Data-Spezialisten fordern im Schnitt einen Stundensatz von 79 Euro. Das sind fünf Euro mehr als alle bei GULP eingetragenen IT- bzw. Engineering-Spezialisten im Schnitt verlangen. Vor allem bei Stundensätzen von 70 bis 90 Euro ergeben sich Unterschiede: Während 58,8 Prozent der Big-Data-Spezialisten mit ihrer Forderung in diesem Bereich liegen, sind es bei allen Freelancern nur 41,9 Prozent.

Im Schnitt sind selbstständige Big-Data-Experten 47 Jahre alt. Sie liegen damit zwei Jahre über dem Schnitt aller bei GULP eingetragenen IT-/Engineering-Freelancer. Auf 23 Jahre Berufserfahrung blicken Spezialisten für große Datenmengen im Schnitt zurück – das sind ebenfalls zwei Jahre mehr als der Durchschnitt. Die Regionen rund um München (Postleitzahl 8x) und Frankfurt (6x) sind die beiden Zentren des IT-/Engineering-Projektmarkts – auch bei den Big-Data-Freelancern.

Die vollständige Marktstudie mit weiteren Ergebnissen finden Sie in der GULP Knowledge Base.

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