Absicherung des Zugangs zu geschäftlichen Daten im Cloud-Zeitalter

Nachfrage an Multi-Faktor-Authentifizierung aus der Cloud steigt

| Redakteur: Florian Karlstetter

Safenet Studie „Global Annual Authentication Survey”: Cloud-basierte Authentifizierung gewinnt an Akzeptanz.
Safenet Studie „Global Annual Authentication Survey”: Cloud-basierte Authentifizierung gewinnt an Akzeptanz. (Bild: Safenet)

Mit der zunehmenden Verbreitung von Cloud-basierten Services und Trends wie Bring Your Own Device spielt auch das Thema Authentifizierung eine immer größere Rolle. Um den Zugang zu geschäftlichen Daten und Geräten entsprechend abzusichern, setzen Unternehmen immer mehr auf Multi-Faktor-Authentifizierung, so eine Studie von Safenet.

Die große Zahl an Datenpannen im letzten Jahr und immer neue Sicherheitsrisiken führen zu einer höheren Nachfrage nach Authentifizierungslösungen, so ein Ergebnis der von Safenet jährlich durchgeführten Studie „Global Annual Authentication Survey”. Demnach zählen Zugangskontrolle und Authentifizierung zu den größten Prioritäten in IT-Abteilungen.

Heutzutage laufen Anwendungen in einem komplexen Mix auf On-Premise-Systemen, extern gehosteten Plattformen und Cloud-basierten Services. Hinzu kommt das überdurchschnittliche Wachstum an mobilen Geräten, die zunehmend auch im Unternehmen zum Einsatz kommen. Obwohl diese Cloud- und Mobility-Trends signifikante Vorteile mit sich bringen, sorgen sie gleichzeitig auch für neue Sicherheitslücken und stellen IT-Verantwortliche vor neue Herausforderungen.

Authentifizierungsmechanismen spielen eine zentrale Rolle, um mit diesen Änderungen und Herausforderungen fertig zu werden. So setzen bereits 37 Prozent der von Safenet befragten IT-Entscheider auf Multi-Faktor-Authentifizierung, um den Zugang zu geschäftlichen Daten und Geräten abzusichern - sieben Prozent mehr als noch im Vorjahr. Eine geeignete Multi-Faktor-Authentifizierung kann das Risiko eines unbefugten Zugriffs auf geschäftliche Informationen verringern und steht deshalb hoch im Kurs.

Cloud-Authentifizierung gewinnt an Akzeptanz

33 Prozent der Unternehmen gaben an, Cloud-basierte Authentifizierungen zu bevorzugen. Das ist ein Anstieg von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – damals setzten nur 21 Prozent auf diese Möglichkeit. Weitere 33 Prozent können sich eine Cloud-Lösung in diesem Bereich inzwischen zumindest vorstellen.

Weitere Erkenntnisse der Studie: Mehr als die Hälfte der Unternehmen beschränkt bei mobilen Geräten den Zugriff auf Unternehmensdaten. Aktuell verwenden 22 Prozent der Studienteilnehmer mobile Multi-Faktor-Authentifizierung. Diese Unternehmen gehen davon aus, dass der Anteil bis 2016 auf 33 Prozent steigen wird - ein Plus von 30 Prozent.

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Intransparenz bei den Kosten

Fast 40 Prozent der Studienteilnehmer wussten nicht, wie viel ihre aktuelle Authentifizierungslösung pro Nutzer und Jahr kostet. Diese Unkenntnis führt dazu, dass Unternehmen falsche Vorstellungen davon haben, wie die preisgünstigste Lösung für ihre Anwendungsfälle tatsächlich aussehen könnte. So halten viele Multi-Faktor-Authentifizierung irrtümlicherweise für zu teuer. Nach Angaben von Safenet kann eine geeignete Lösung unterm Strich jedoch die Kosten für Authentifizierung reduzieren und gleichzeitig die Benutzerfreundlichkeit erhöhen.

Authentifizierung über mobile Geräte

Wenn es um eine starke Authentifizierung für mobile Geräte geht, liegen Theorie und Praxis weit auseinander. Fast 40 Prozent der Befragten kamen zu dem Schluss, dass aktuell weniger als zehn Prozent der Nutzer in Ihrem Unternehmen starke Authentifizierung verwenden müssen. Gleichzeitig gaben 20 Prozent der Teilnehmer an, dass schon heute 90 bis 100 Prozent der Mitarbeiter eine solche Lösung brauchen würden. Für die nächsten zwei Jahre sehen das sogar 33 Prozent der Unternehmen so.

Wechsel von Hardware- zu Software-Token

Der Weg zur mobilen Authentifizierung wird auch durch den Wechsel von Hardware- zu Software-Token möglich. Die Umfrage zeigt diesen Trend deutlich: Hatten 2013 nur etwa ein Viertel (27 Prozent) softwarebasierte Authentifizierung genutzt, sind es 2014 schon 40 Prozent. Bis 2016 erwarten die Teilnehmer einen weiteren Anstieg auf 50 Prozent. Umgekehrt sank die Verwendung von hardwarebasierter Authentifizierung von 60 Prozent im Vorjahr auf 41 Prozent in diesem Jahr.

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