Ausschließlich Public oder Private Cloud ist No-Go

Multi-Cloud bevorzugt – Mittelstand schaltet von „Abwarten“ auf „Umsetzen“

| Autor: Elke Witmer-Goßner

Die Adaptionsgeschwindigkeit von Cloud-Technologien insbesondere im Mittelstand hat in den letzten 18 bis 24 Monaten rasant zugelegt.
Die Adaptionsgeschwindigkeit von Cloud-Technologien insbesondere im Mittelstand hat in den letzten 18 bis 24 Monaten rasant zugelegt. (Bild: © geralt – Pixabay/CC0)

Wenn es um den Einsatz von Clouds geht, setzen vor allem kleinere Unternehmen weder auf eine reine Public-, noch eine reine Private-Cloud-Strategie. Stattdessen ist es der Technologie-Mix, der die unterschiedlichen Anforderungen ihrer Digitalisierungsbestrebungen abdeckt.

Zu dieser Erkenntnis kommt Crisp Research in der neuen Studie „Hybrid- & Multi- Cloud-Services im deutschen Mittelstand“, die die Marktforscher in Kooperation mit dem Themenblog Digitales-Wirtschaftswunder.de der QSC AG und dem Fachverband EuroCloud erstellt haben. Auf rund 70 Seiten wirft die Studie einen detaillierten Blick auf den Status quo des IT-Wandels in mittelständischen Unternehmen (die gesamte Crisp-Studie steht am Ende des Artikels zum Download bereit).

Konkret budgetierte Digitalisierungsprojekte

Rund 80 Prozent der 314 befragten IT-Leiter und CIOs rechnen damit, dass der Einsatz von Cloud Computing künftig eine tragende Rolle beim Betrieb ihrer IT-Infrastrukturen und Nutzung der Anwendungen spielen wird. Über drei Viertel gibt an, dass mittel- bis langfristig ausschließlich ein Mix aus unterschiedlichen Cloud-Technologien die vielfältigen Anforderungen neuer digitaler Geschäftsmodelle abbilden kann. Allerdings sind sich viele über die genaue Ausprägung der verschiedenen Technologien bislang noch im Unklaren.

Für ein Drittel der befragten Unternehmen ist der Managed Service Provider erster Ansprechpartner, wenn sie Unterstützung beim übergreifenden Management von Cloud Workloads suchen.
Für ein Drittel der befragten Unternehmen ist der Managed Service Provider erster Ansprechpartner, wenn sie Unterstützung beim übergreifenden Management von Cloud Workloads suchen. (Bild: Crisp Research AG)

Den neuen Erkenntnissen zufolge zieht das Tempo der IT-Modernisierung derzeit deutlich an. Jedes zweite Unternehmen investiert in den kommenden drei Jahren in den Aufbau eines neuen IT-Fundaments – die Hälfte des IT-Budgets wandert bereits heute in Cloud-Architekturen. „Der Mittelstand hat flächendeckend erkannt, dass die Qualität der eigenen IT-Landschaft als Fundament des digitalen Wandels eine entscheidende Rolle für dessen Erfolg ist“, so Steve Janata, COO von Crisp Research und Leiter der Studie. „Gleichzeitig sind die Zeiten vorüber, in denen die IT einfach nur möglichst unsichtbar und geräuschlos in den Unternehmen existieren sollte. Die allermeisten Firmen schalten derzeit von ‚Abwarten’ auf ‚Umsetzen’, brechen alte IT-Strukturen auf und ersetzen sie durch neue.“

Digitale Geschäftsmodelle bedeuten IT-Shift

Ob Handel, produzierende Industrie, Gesundheitswesen oder Banken und Versicherungen: Branchenübergreifend steht der Studie zufolge der Digitale Wandel und damit die Technologie-Erneuerung bei nur sehr wenigen Entscheidern nicht auf der Agenda. Mittlerweile haben zahlreiche Unternehmen ein konkretes Ziel für ihre digitalen Geschäftsmodelle vor Augen – verbunden mit Budgets und Meilensteinen. Unternehmen kommen mit immer engeren Taktraten mit neuen, vernetzten Produkten und Dienstleistungen auf den Markt. Ihre IT sei somit gezwungen, diesen Weg nicht nur mitzugehen, sondern zu bereiten, sagt Marc Sundermann, Head of Business Development Multi Cloud bei der QSC AG.

Die notwendigen Agilitäts- und Flexibilitätskonzepte bilden Firmen anhand eines Technologie-Mixes ab, was die Unternehmen aufgrund der hohen Komplexität in der Regel aber nicht in Eigenregie stemmen können. Deshalb planen auch die wenigsten Entscheider der Studie zufolge, die Orchestrierung der verschiedenen IT-Welten mit eigenen Bordmitteln zu organisieren. Drei Viertel geht davon aus, einen Großteil der anstehenden Aufgaben sowohl bei der Planung als auch bei der Transformation und dem anschließenden Betrieb an einen Managed Service Provider zu übertragen.

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