TechEd North America: Microsoft setzt auf „Mobile first, Cloud first“

Mobilität und Cloud-Lösungen im Fokus von Microsoft

| Autor / Redakteur: Kai Schwarz / Florian Karlstetter

Auf der TechEd North America 2014 in Houston, Texas, stellte Microsoft seine „Mobile first, Cloud first“-Strategie vor.
Auf der TechEd North America 2014 in Houston, Texas, stellte Microsoft seine „Mobile first, Cloud first“-Strategie vor. (Bild: Microsoft)

Mit einer Vielzahl an Neuheiten, Previews und Weiterentwicklungen möchte Microsoft die eigene Vision von „Mobile first, Cloud first“ ausbauen. Dabei setzen die Redmonder zunehmend auf alle mobilen Endgeräte – vom iPad bis zu Android-Modellen.

Microsoft stellte auf der TechEd North America 2014 ein umfangreiches Paket an Neuheiten, Previews und Weiterentwicklungen für IT-Profis vor und geht damit weitere Schritte in Richtung „Mobile first, Cloud first“. Damit möchte Microsoft sein Angebot auf eine breite Basis stellen, die nicht immer nur von Microsoft kommen muss: beispielsweise Office-Anwendungen auf dem iPad, dem iPhone oder Android-Geräten zeigen die eingeschlagene Richtung an.

Außerdem möchte Microsoft mit einem breiten Sortiment an Services, Produkten und Partnerschaften, die auf der TechEd vorgestellt wurden, IT-Profis, Entwicklern und Anwendern die Möglichkeit bieten, Daten und Anwendungen über das Netz von jedem Gerät aus zu erreichen, um den „Mobile first, Cloud first“-Gedanken weiter auszubauen.

Cloud-Varianten

Microsoft möchte seinen Kunden unter anderem den Weg in Hybrid Cloud-Umgebungen erleichtern. Darum kündigt der IT-Gigant aus Redmond auf der TechEd North America das ab sofort verfügbare Microsoft Azure ExpressRoute an, mit Unternehmen Private Cloud-Verbindungen zwischen Azure und On-Premise-Umgebungen aufbauen können. Mit Microsoft Azure Files, das als Preview verfügbar ist, möchte Microsoft die Cloud-Speicherung einfacher machen und das File Sharing einzelner Dateien von multiplen virtuellen Maschinen aus ermöglichen.

Datenschutz

Unter dem Motto „Corporate Technical Responsibility“ möchte Microsoft die Diskussion um Themen wie Datenschutz, Sicherheit, Zugänglichkeit und Transparenz und die Unterstützung aller gängigen europäischen Sicherheitsvorschriften weiterhin vorantreiben und kündigt verschiedene Neuheiten an, unter anderem eine Preview von Microsoft Azure Site Recovery.

Mit den neuen Tools lassen sich laut Microsoft virtuelle Maschinen und Dienste in Azure im Falle eines Ausfalls des primären Rechenzentrums einfach replizieren und wiederherstellen. Außerdem soll Microsoft Anti-Malware für Azure, ebenfalls als Preview angekündigt, Kunden die Möglichkeit bieten, Anti-Malware-Agenten sowohl auf Cloud-Services als auch auf Virtual Machines zu installieren. Eine weitere Lösung für mehr Sicherheit in der Cloud: Microsoft hat mit dem Cloud-Sicherheitsspezialisten TrendMicro eine Antiviren-Technologien in Azure Virtual Machines integriert.

Verschlüsselungstechnologien

Im Juli will Microsoft mit der Auslieferung der neuen Verschlüsselungstechnologien für Geschäftskunden von Office 365 beginnen. Unter dem Codenamen „Fort Knox“ soll diese Technik sicherstellen, dass jede in SharePoint Online und OneDrive für Business gespeicherte Datei mit einem eigenen Schlüssel codiert wird.

Mehr Schutz vor Datenverlust soll Microsoft Exchange-Kunden ab Juni die Lösung Data Loss Prevention (DLP) bieten. Ab diesem Zeitpunkt werden laut Microsoft auch in SharePoint Online und OneDrive für Business gespeicherte Dokumente in die DLP-Services einbezogen. Dieser Service steht allen E3-Unternehmenskunden von Office 365 zur Verfügung, erklärt Microsoft auf der TechEd North America 2014.

Mobile First-Produktivität

Für das Management mobiler Geräte hat Microsoft kürzlich die Enterprise Mobility Suite, kurz EMS, angekündigt. Die EMS ist mit Windows Intune, Microsoft Azure Active Directory Premium sowie den Microsoft Azure Rights Management Services eine umfassende Sammlung von Cloud Services für das Managen von Zugangsrechten, Identitäten, mobilen Geräten und Anwendungen sowie den Schutz mobil verfügbarer Firmendaten. Auf der TechEd hat Microsoft neue Funktionen für die EMS angekündigt. Demnächst sollen Windows Intune und Office 365 einen verbesserten Schutz für die Office-Anwendungen auf dem iPad, dem iPhone sowie Android-Smartphones bieten. Das schließt die mobilen Versionen von Word, PowerPoint, Excel und Outlook Web Access ein. Als Teil der Enterprise Mobility Suite wird Intune zudem Funktionen für die Verwaltung bereits existierender Business-Anwendungen für iOS- und Android-Geräte enthalten.

Zugriff auf Windows-Anwendungen

Die als Preview bereits verfügbare Azure Remote App soll Unternehmen laut Microsoft helfen ihren mobilen Mitarbeitern Zugriff auf Windows-Anwendungen über eine Vielzahl von Geräten zu gewähren. Die Kombination der Remote Desktop Services mit der Skalierbarkeit und Kosteneffizienz von Microsoft Azure wird Anwender dabei unterstützen, von überall und jederzeit produktiv zu sein.

Tools für Windows-Entwickler

Microsoft stellte auf der TechEd North America 2014 eine ganze Reihe an Updates für einzelne Tools und Frameworks vor, die die Erstellung von Cloud- und mobilen Unternehmensanwendungen weiter erleichtern sollen. Zum Beispiel eine Preview der nächsten Version von ASP.NET vNext. Das optimierte Framework gibt Entwicklern die Möglichkeit, Cloud und Server-Arbeitsbelastungen mit maximaler Agilität und Performance zu optimieren, so Microsoft.

Außerdem kündigte Microsoft die Preview neuer Visual Studio-Funktionen für die Apache Cordova-Plattform an. Diese Erweiterungen erlauben Entwicklern das einfache Erstellen von hybriden Multi-Device-Anwendungen auf Basis von HTML und JavaScript. Visual Studio-Entwickler können nun laut Microsoft sowohl native Anwendungen für Windows, iOS und Android mit .NET und Xamarin oder hybride Anwendungen mit Apache Cordova entwickeln. Microsoft veröffentlichte außerdem Visual Studio 2013 Update 2 RTM, das die Programmierung neuer universeller Apps für alle Windows-Plattformen unterstützen soll.

Alle Vorteile des Cloud Computings

Kai Göttmann, Direktor des Geschäftsbereichs Server, Tools & Cloud Business (STB) bei Microsoft Deutschland: „Wir bieten unseren Unternehmenskunden die Option einer hybriden Cloud, die alle Vorteile des Cloud Computings mit den Vorteilen der On-Premise-IT verbindet. Solche hybriden Cloud-Umgebungen aufzusetzen, ist für Unternehmen mittlerweile sehr einfach geworden – unter Einhaltung aller wichtigen Aspekte wie Datenschutz, Sicherheit und Integrierbarkeit in die bestehende Unternehmens-IT. Diese Einfachheit wird die Verbreitung der Cloud in den kommenden Jahren sehr beschleunigen.“

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