Business-Anwendungen auf Wearables - noch Zukunftsmusik

Mobiles ERP in Theorie und Praxis

| Redakteur: Florian Karlstetter

Mobility sollte heutzutage ein wichtiger Bestandteil im IT-Mix von Unternehmen sein, allerdings erfüllen Unternehmen diese Erwartung derzeit nur teilweise.
Mobility sollte heutzutage ein wichtiger Bestandteil im IT-Mix von Unternehmen sein, allerdings erfüllen Unternehmen diese Erwartung derzeit nur teilweise. (© Bergringfoto - Fotolia.com)

Bei der mobilen Nutzung von ERP-Systemen in deutschen Unternehmen klaffen Wunsch und Realität derzeit noch weit auseinander. Das hat eine aktuelle Umfrage von IFS gezeigt. Zwar kommen bei der Mehrheit der Führungskräfte geschäftliche Notebooks, Tablets und Smartphones zum Einsatz, ein eigenes Privatgerät wird aber nur von knapp 40 Prozent beruflich genutzt.

Welche Erwartungen haben kommende Führungskräfte an das Thema Mobility und inwieweit werden die Unternehmen diesen Ansprüchen gerecht? Dieser Frage ging IFS im Rahmen einer zweistufigen Umfrage nach. Zum einen wurden mehr als 150 Interviews mit Studenten an Business Schools und Universitäten durchgeführt, zum anderen etwa ebenso viele Führungskräfte aus deutschen Unternehmen aller Größen und Branchen befragt.

Der erste Teil der Umfrage unter Studenten zeigt, dass die große Mehrheit der Nachwuchskräfte (92 Prozent) privat bereits eines oder mehrere Mobilgeräte nutzt. Die meisten von ihnen möchten später im Berufsleben nicht nur ebenfalls mit Smartphones, Tablets und Notebooks arbeiten, sondern auch mitbestimmen, welche Geräte konkret sie dabei nutzen. Sollte der künftige Arbeitgeber mobile Devices zur Verfügung stellen, ist für die große Mehrheit (82 Prozent) ein Mitspracherecht bei der Auswahl wichtig.

Der zweite Teil der Umfrage zeigt, dass die Unternehmen diese Erwartungen derzeit nur teilweise erfüllen. Zwar gaben 88 Prozent der befragten Führungskräfte an, von ihrem Arbeitgeber mit Mobilgeräten versorgt zu werden; was das Mitspracherecht angeht, hinkt die Realität aber den Ansprüchen der Nachwuchskräfte hinterher. So gaben 59 Prozent der befragten Führungskräfte an, dass bei der Auswahl der gestellten Mobilgeräte ihre Wünsche berücksichtigt wurden, bei den verbleibenden 41 Prozent war dies leider nicht der Fall.

Einen Schritt weiter: Business-Anwendungen auf Wearables

IFS geht sogar einen Schritt weiter und zeigt in einer Machbarkeitsstudie, wie sich Business-Anwendungen auch auf Wearables nutzen lassen. So haben die Entwickler der IFS Labs ein Proof of Concept für den Einsatz von Business-Anwendungen auf Wearables erstellt und ausgearbeitet, wie beispielsweise Außendienst-Techniker aus der Unternehmenssoftware IFS Applications auf Smartwatches wie der Samsung Gear 2 über wichtige Ereignisse benachrichtigt werden können.

Über die Programmierschnittstellen von Samsung wird die Smartwatch dazu mit Komponenten der Enterprise-Resource-Planning- und Enterprise-Asset-Management-Systeme von IFS verbunden. Mit Hilfe von Alarmen können damit dann beispielsweise Außendienst-Techniker auf Wearables über wichtige Ereignisse informiert werden – etwa, wenn bestimmte Teile verschickt wurden, Schlüsselprojekte gestartet beziehungsweise abgeschlossen sind, oder Rechnungen bezahlt wurden.

"Sehr viele unserer Anwender berichten immer wieder, wie wichtig für sie die Mobilisierung ihrer Business-Anwendungen ist. Sie möchten, dass die Mitarbeiter immer Zugriff auf die Informationen haben, die sie für fundierte Entscheidungen benötigen – egal, wo sie sich gerade aufhalten", sagt David Anderson, Direktor der IFS Labs. "Wir untersuchen deshalb neue Technologien immer sofort auf ihre Fähigkeiten, den Nutzern von Business-Anwendungen einen Mehrwert zu bieten."

Marktforscher prophezeien dem Wearables-Markt ein gewaltiges Wachstum. Gartner etwa schätzt, dass er bis zum Jahr 2016 auf 10 Milliarden US-Dollar anwächst. CCS Insight geht davon aus, dass es im Jahr 2017 bis zu 100 Millionen Wearables wie Smartwatches geben wird.

Auf der nächsten Seite lesen Sie einen Kommentar von Wilfried Gschneidinger, CEO von IFS Europe Central

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