Zusammenspiel von Microsoft Hyper-V, SharePoint und Office Web Apps im Überblick

Mit Hyper-V und Co. die eigene Cloud betreiben

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Florian Karlstetter

Aufbau einer Private Cloud-Umgebung am Beispiel von Microsoft Hyper-V & Co. (© Francesco Bisignani - Fotolia.com)
Aufbau einer Private Cloud-Umgebung am Beispiel von Microsoft Hyper-V & Co. (© Francesco Bisignani - Fotolia.com)

Unternehmen, die Mitarbeiter über das Internet anbinden und flexible Infrastrukturen aufbauen wollen, lagern Serverdienste oft in die Cloud aus. Dabei ist aber nicht immer ein Provider notwendig, sondern auch private Clouds lassen sich aufbauen.

Der folgende Artikel gibt einen Überblick, wie man mit Hilfe von Microsoft-Produkten eine Private Cloud-Umgebung einrichten kann. Dazu setzen Unternehmen auf Hyper-V, SharePoint, Office Web Apps, Exchange und Microsoft Dynamics CRM Online.

Um Serverdienste in der Cloud, also im Internet zur Verfügung zu stellen ist eine virtuelle Serverinfrastruktur der beste Weg. Microsoft bietet in diesem Bereich mit Hyper-V eine Grundlage die standardmäßig bereits in Windows Server 2008 R2 integriert ist. Auf diesem Weg können auch kleinere Unternehmen problemlos Server virtualisieren. Mit Microsoft Hyper-V Server 2008 R2 stellt Microsoft auch einen kostenlosen Server zur Virtualisierung zur Verfügung, der sogar dem Funktionsumfang der Enterprise Edition von Windows Server 2008 R2 im Bereich Virtualisierung entspricht (siehe Abbildung 1 in der Bildergalerie).

Wer in diesem Bereich nicht auf Microsoft-Produkte setzen will, kann auch kostenlos mit dem ESXi-Server von VMware virtualisieren. In der neuen Version 5.0 trägt die Virtualisierungslösung die Bezeichnung vSphere Hypervisor 5.0 (siehe Abbildung 2).

Serverdienste in der Cloud zur Verfügung stellen

Unabhängig mit welcher Software Unternehmen das Betriebssystem der virtuellen Server zur Verfügung stellen, sind der zentrale Bereich der Cloud-Anbindung die eigentlichen Serverdienste. Über diese Dienste greifen Anwender auf die Daten oder Anwendungen des Unternehmens zu. Ideal sind für eine Cloud-Anbindung natürlich webbasierte Anwendungen, da diese auch über den Browser zugreifbar sind. In diesem Bereich bietet Microsoft mit SharePoint 2010 und den Office Web Apps ideale Produkte (siehe Abbildung 3).

SharePoint vereint Intranet-Portal mit DMS

Mit SharePoint erhalten Unternehmen nicht nur ein eigenes Intranet-Portal, sondern auch eine Dokumenten-Management-Software. Anwender können in der Lösung Dokumente und Daten speichern und so allen anderen Benutzern zugreifbar machen. Im Gegensatz zur herkömmlichen Speicherung auf Dateifreigaben, können Anwender mit SharePoint auch mit Benachrichtigungen arbeiten, Metadaten pflegen, ganze Dokumentenmappen erstellen und automatisierte Workflows hinterlegen. Auch das Auschecken, Versionieren und Archivieren von Dokumenten ist möglich. Zusätzlich können Anwender auch mit Smartphones über das Internet auf Daten zugreifen (siehe Abbildung 4).

Arbeiten mehrere Personen an einem gemeinsamen Dokument, sehen die Anwender dies in Word und erhalten entsprechende Informationen. Dies heißt, über SharePoint 2010 und Office 2010 ist die Gruppenarbeit mit Dokumenten kein Problem mehr. Ein gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten und Mehrbenutzerarbeit ist auf einfache Weise und ohne Einarbeiten oder Schulung möglich (siehe Abbildung 5).

Außerdem bietet SharePoint noch ein zentrales Suchportal für das Unternehmen. An dieses lassen sich auch Exchange-Öffentliche-Ordner, Dateifreigaben, Datenbanksysteme, ERP-Server und andere Quellen anbinden. Das heißt Anwender können mit einer einzelnen Oberfläche im Browser, auch mobil, auf alle wichtigen Daten im Unternehmen zugreifen. Auch eine Personensuche für sehr große Unternehmen ist integriert (siehe Abbildung 6).

SharePoint Foundation 2010

Neben der kostenpflichtigen Lösung, stellt Microsoft auch kostenlose Versionen von SharePoint zur Verfügung. Mit SharePoint Foundation 2010 können sich Unternehmen einen Überblick verschaffen und erhalten die wichtigsten Funktionen von SharePoint vollkommen kostenlos. Noch besser geeignet ist Search Server 2010 Express. Dabei handelt es sich um SharePoint Foundation 2010 und zusätzlich einem kostenlosen Suchserver, der ebenfalls mehrere Quellen verwalten kann (siehe Abbildung 7).

Für Anwender ist diese Suche transparent, das heißt sie müssen keine besonderen Einstellungen vornehmen um die Suche zu nutzen. In SharePoint 2010 und Search Server 2010 Express können Anwender die Suche auch völlig problemlos über einen Connector an Windows 7 anbinden. Auf diesem Weg lassen sich mit einer Suche im Clientbetriebssystem problemlos alle notwendigen Daten im Unternehmen durchsuchen (siehe Abbildung 8).

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