Business Intelligence und Data Warehouse mit der Cloud verbinden

Microsoft gewährt Einblicke in SQL Server 2012

24.10.2011 | Redakteur: Florian Karlstetter

Microsoft plant wichtige Erweiterungen für SQL Server 2012.

Microsoft hat Einblicke in die kommende SQL-Servergeneration, Codename „Denali“ gewährt. Das neue Release, ab sofort unter dem Namen SQL Server 2012 gehandelt soll Business Intelligence und Data Warehousing mit der Azure-Cloud kombinieren und zahlreiche neue Werkzeuge für Reporting, Datenqualität und Hochverfügbarkeit an Bord haben.

Microsoft SQL Server 2012 steht ab sofort als CTP 3 (Community Technology Preview) zum kostenlosen Download bereit, mit einer finalen Version ist im ersten Halbjahr 2012 zu rechnen. Als wichtigste Verbesserungen nennt Microsoft Optimierungen in den allgemeinen Bereichen Business Intelligence, Data Warehousing und Enterprise Datenbanken sowie erweiterte Funktionen wie PowerView, Codename Apollo, Data Quality Services, SQL Server Data Tools und AlwaysOn.

Hinter PowerView verbirgt sich ein webbasiertes Reporting- und Analyse-Tool, mit dem cloud-basiertes Arbeiten mit on-Premise-Lösungen verbunden werden kann. Durch eine automatische Verknüpfung der Informationen aus den verschiedensten Datenquellen können Mitarbeiter neue Perspektiven und Korrelationen per Mausklick im Web darstellen, ohne dabei vorher Daten und Tabellen manuell verbinden zu müssen.

Apollo adressiert den BI-Trend „In Memory-Datenanalyse“. Die In-Memory Engine wird direkt in die relationale Ebene integriert und beschleunigt so die Abfragezeiten, beispielsweise für das Reporting in Echtzeit. Ferner gestattet die Speicherung von Daten im sogenannten Tabular Mode eine unkomplizierte Vorbereitung von Analyse-Modellen.

Neue Data Quality Services (DQS) sollen für eine bessere Datenqualität sorgen. So werden Daten bei der Übernahme aus ERP- oder CRM-Systemen automatisch überprüft und entsprechend korrigiert.

Ferner soll SQL Server 2012 noch stärker unternehmenskritische Applikationen unterstützen und erhält mit AlwaysOn eine erweiterte Hochverfügbarkeitslösung für optimale Ausfallsicherheit. Dabei werden bisher unterschiedliche Optionen der Hochverfügbarkeit zu einer einheitlichen Lösung zusammengefasst, so dass Kunden sich nicht mehr entscheiden müssen, wann welche Lösung zu wählen ist.

Entwickler dürften sich auf eine verstärkte Integration und neue Möglichkeiten in Visual Studio freuen. So ermöglichen die SQL Server Data Tools, ehemals Projekt Juneau, eine moderne, projektbasierte Vorgehensweise bei der Datenbankentwicklung in einer gewohnten Entwicklungsumgebung unter Visual Studio.

Codename Data Explorer

Unter dem Codenamen Data Explorer stellt Microsoft den Prototypen einer Erweiterung von SQL Server 2012 vor, der künftig für mehr Performance bei der Analyse und Auswertung sehr umfangreicher Datenbestände, auch in der Cloud, sorgen soll. In Kombination mit dem Windwos Azure MarketPlace unterstützt der Data Explorer Unternehmen dabei, das Potenzial ihrer Daten und BI-Lösung voll auszuschöpfen. Einen Einblick in den Funktionsumfang des Data Explorer erhalten Anwender bereits heute mit einer entsprechenden Testversion.

In Verbindung mit dem Hyper-V Server und dem System Center Virtual Machine Manager lassen sich mit dem SQL Server 2012 auch Private Cloud-Szenarien im unternehmenseigenen Rechenzentrum ohne großen Aufwand realisieren. Auf diesem Wege können Unternehmen heterogene Datenbanklandschaften gezielt konsolidieren und flexibel auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren. Anfang November werden Microsoft und HP eine gemeinsame Lösung für die Konsolidierung von Datenbanken auf Basis des SQL Servers vorstellen. Innerhalb einer Private Cloud-Umgebung können Unternehmen so die Verwaltung ihrer Datenbanken vereinfachen und das bei gleichzeitig stark beschleunigter Implementierungszeit.

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