Cloud-ERP von Microsoft

Microsoft Dynamics AX7 wird konkret

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Elke Witmer-Goßner

Mit der verbesserten Cloud-ERP Dynamics AX7 will Microsoft die Produktivität in Unternehmen auf ein neues Niveau heben.
Mit der verbesserten Cloud-ERP Dynamics AX7 will Microsoft die Produktivität in Unternehmen auf ein neues Niveau heben. (Bild: Ellagrin, Fotolia)

Microsoft hat einen kleinen Einblick auf die im 1. Quartal 2016 kommende Cloud-Version seines ERP-Pakets AX (von Axapta) gewährt. Die On-premise-Version wird im Herbst 2016 mit dem Release 2 erwartet. Erkennbar ist eine gründlich modernisierte Benutzeroberfläche, die auf HTML5 beruht.

Für über 20.000 AX-Kunden, die es weltweit gibt, bedeutet AX7 oder 2016 – der endgültige Name steht noch nicht fest – eine gewisse Umstellung gegenüber der aktuellen Version 2012 Release 3. Dabei sollen ihnen die weltweit mehr als 2000 AX-Partner helfen. Zwar umfasst die ERP-Suite, die den oberen Mittelstand adressiert, die gleichen Funktionsmodule wie AX 2012 R3: Enterprise Resource Planning, Supply Chain Management, Financials, Human Resources, Production, Retail und Requirements (MRP).

Doch die neue Benutzeroberfläche, die in HTML 5 statt wie bisher in Windows Presentation Foundation (WPF) geschrieben ist, könnte eine gewisse Eingewöhnungszeit erfordern. Laut Microsoft sollen die Bildschirme, die sie mithilfe von Responsive Design auf jedem Endgerät anbietet, intuitiv verständlich sein. Folglich kann jeder Browser mit HTML5-Fähigkeit der Client sein. Der Browser ersetzt den bisherigen Windows-Client und das AX Enterprise Portal, sagte AX-General Manager Dan Brown. Vorerst wird der Server die Cloud von Microsoft Azure sein.

Workspaces und Task Recorder

Das neue Konzept der Workspaces soll ebenso wie die Benutzeroberfläche eine höhere Produktivität des Nutzers erlauben: Es biete eine verbesserte Sicht der Prozesse auf die Daten über sämtliche Module hinweg, wenn man etwa eine Abrechnung erstellt. Bestellungen lassen sich in Sichten nach Zuständen wie „verzögert“ oder „Lieferung ausstehend“ sortieren. Einzelne Bestellungen lassen sich vorab ansehen, ohne dass der Nutzer auf die jeweilige Bestellungsseite navigieren muss. Andere Metriken sind in einer Sidebar zum schnellen Nachschlagen sichtbar. Dieses Konzept einer konfigurierbaren Benutzer-„Homepage“ erinnert an SAP Fiori sowie an die „Lobby“-Funktion (Lobby im Sinne von Eingangshalle) bei IFS Applications, scheint aber eine tiefere Prozessintegration aufzuweisen.

Neu ist der sogenannte Task Recorder, der doch stark an die altbekannten Makrorekorder in MS-Office-Applikationen erinnert: Damit lassen sich beliebige Arbeitsschritte aufzeichnen, speichern und wiedergeben. Die Rekorder-Ergebnisse kann der Anwender in den Business Process Manager einspielen und dort bearbeiten lassen. Somit lässt sich der Rekorder sowohl als Modellierwerkzeug wie auch als Handbuchersatz nutzen. Mit der neuen Suchfunktion kann ein Anwender die gesamte AX7-Installation durchsuchen, was bislang nicht realisierbar war. Ein Sales Manager kann nun auch Filter nach Produktkategorien anlegen, was für den Vertrieb doch recht wichtig zu sein scheint.

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