Office Graph sortiert unwichtige E-Mails automatisch aus

Microsoft Clutter räumt Posteingang auf

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Microsoft-CEO Satya Nadella will die Produktivität neu erfinden. Clutter ist ein weiterer Baustein dieser Strategie.
Microsoft-CEO Satya Nadella will die Produktivität neu erfinden. Clutter ist ein weiterer Baustein dieser Strategie. (Bild: Microsoft/YouTube)

Microsoft präsentiert mit Clutter einen Aufräumdienst für geschäftliche E-Mails. Die Lösung sortiert unwichtige Nachrichten per selbstlernendem Algorithmus "Office Graph" aus und soll so für produktivere Mitarbeiter sorgen.

Mit Clutter liefert Microsoft etwas Ähnliches wie Google mit der kürzlich vorgestellten Inbox by Gmail: Eine Lösung, die E-Mails für Nutzer automatisch vorsortiert. Microsoft will die Funktion freilich nicht als Kopie verstanden wissen, sondern als weiteren "Meilenstein für die moderne Wissensarbeit mit Office 365".

Unwichtige Nachrichten verschiebt die Lösung in einen Clutter genannten Ordner – Clutter steht im Englischen übrigens für "Wirrwarr" oder "Durcheinander". Was relevant ist, entscheidet der selbstlernende Office Graph. Der kürzlich von Microsoft vorgestellte Algorithmus gewichtet Beziehungen zwischen Personen und deren Inhalte über alle "Office 365"-Dienste hinweg.

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Anwender werden von Clutter jedoch nicht entmündigt: Nachrichten können auch im Nachhinein in den Clutter-Ordner verschoben oder wieder in die reguläre Inbox zurückgeholt werden. Der Office Graph lernt dabei stets mit. Wer gar nicht mit Clutter klarkommt, kann die Funktion auch wieder deaktivieren.

Englisch-sprachige Nutzer, die sich für die Option "First Release" entschieden haben, können ab sofort auf Clutter zugreifen. Für andere Sprachen und Standard-Deployments folgt die Funktion später.

Dr. Thorsten Hübschen, verantwortlich für den Geschäftsbereich Office bei Microsoft Deutschland, meint: "Zum richtigen Zeitpunkt auf relevante Daten zugreifen zu können, ohne von Nebensächlichkeiten abgelenkt zu werden, ist ein Schlüssel zum Erfolg in der modernen Informationsgesellschaft."

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Damit fügt sich Clutter in Microsofts Strategie "Mobile first, Cloud first" ein, mit der CEO Satya Nadella die "Produktivität neu erfinden" will. Für produktivere Wissensarbeiter wagt der Konzern nach eigenem Bekunden auch "radikale" Schritte, wie die kürzlich verkündeten Partnerschaften mit Cloudspeicher-Anbieter Dropbox und SaaS-Experten Salesforce. In diesem Kontext will Microsoft ebenso die kürzlich angekündigten Office-Versionen für iOS und Android verstanden wissen, über die Anwender – mit Einschränkungen auch kostenlos – mobil auf Funktionen der Büroanwendungen zugreifen können.

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