MSFTbriefing 11/2014 zur Enterprise Cloud Suite

Microsoft ändert die Windows-Lizenzierung

| Autor / Redakteur: Axel Oppermann, Avispador* / Elke Witmer-Goßner

Microsoft führt zum 1. Dezember 2015 eine nutzerbasierte Windows-Lizenzierung ein. Axel Oppermann von Avispador erklärt, wer von der "Enterprise Cloud Suite" profitieren kann.
Microsoft führt zum 1. Dezember 2015 eine nutzerbasierte Windows-Lizenzierung ein. Axel Oppermann von Avispador erklärt, wer von der "Enterprise Cloud Suite" profitieren kann. (© Maksim Kabakou - Fotolia.com)

Ab dem 1. Dezember 2014 bietet Microsoft Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern für Windows eine nutzerbasierte Windows-Lizenzierung über die Enterprise Cloud Suite an. Microsoft richtet mit dieser Neuausrichtung sein Lizenzangebot stärker auf Abonnement-Lizenzierung aus.

Die neue Lizenzierungsoption ist künftig über die Enterprise Cloud Suite (ECS) möglich, einem Produktmix bestehend aus den Komponenten „Windows SA Per User“, der Enterprise Mobility Suite (EMS) und Office 365 E3.

Für wen ist die ECS relevant?

IT-Administratoren, Verantwortliche im Bereich I&O sowie IT-Leiter stehen vor der Herausforderung, die Lizenzierung und das Management der Clients über unterschiedliche Betriebssysteme und Bereitstellungsoptionen, zum Beispiel VDI, lizenzkonform und wirtschaftlich abzubilden. Probleme gibt es hier insbesondere bei der richtigen Zuordnung der Nutzungsrechte und der Auswahl zwischen einer per User oder per Device basierten Lizenzierung.

Die ECS kombiniert eine per Nutzerlizenzierung für Windows („Windows Software Assurance pro Nutzer”), Office 365 und der Enterprise Mobility Suite, die unter anderem die Microsoft Azure Rights Management Services beinhaltet. I&O-Verantwortliche erhalten durch die Enterprise Cloud Suite eine größere Flexibilität bei der Auswahl an Geräten und Bereitstellungsmodellen.

VD-Szenarien werden genauso lizenzrechtlich sauber abgebildet wie die Integration von Drittgeräten (BYOD). Auch die Migration auf neue Windows-Generationen wird erleichtert. Diese scheitern oder verzögern sich oft durch nicht kompatible Altsysteme (Legacy). Durch die Virtualisierungsrechte können Anwender zusätzlich zum nativen Windows, exemplarisch Windows 8.1, Windows 7 mit den entsprechenden Anwendungen in Containern nutzen.

Worauf ist zu achten?

Mit der Enterprise Cloud Suite liefert Microsoft ein volles Pfund an Software und Nutzungsrechten: Von Windows über Office 365 bis hin zur umfänglichen Enterprise Mobility Suite, die unter anderem Intune, Azure RMS oder Azure AD Premium enthält.

Ziel von Microsoft ist es, eine Standardisierung über den kompletten Client Stack und die Management-Tools zu erreichen. Auch soll durch die Umstellung auf die Per-User-Lizenzierung von Windows die Relevanz des Client-OS gesteigert bzw. gehalten werden. Durch die Umstellung auf die im Trend liegende Abonnement-Lizenzierung werden langfristig höhere Umsätze und eine stärkere Kundenbindung erreicht.

Strategie- und Lizenzverantwortliche in Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern müssen prüfen, ob diese Form der Lizenzierung und Beschaffung für die individuelle Situation die richtige ist. Man sollte sich auf keinen Fall von Plattformrabatten blenden lassen. Da es sich bei der Enterprise Cloud Suite nicht um einen Kauf, sondern um ein Abonnement von Rechten handelt, kann die USL die Lizenzkosten zu Beginn der Lizenzierungsphase reduzieren. Die regelmäßigen Abonnementkosten können jedoch langfristig zu höheren Gesamtkosten führen. Es wird empfohlen, einen Kosten- und/oder Nutzenvergleich zwischen der klassischen Lizenzierung und der Lizenzierung der Enterprise Cloud Suite auf einen Zeitraum von drei, fünf und theoretischen sieben Jahren durchzuführen.

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