Enterprise-Search: wie Semantik bei der Bewältigung großer Datenvolumina helfen kann

Management by Search - Big Data im Griff

| Autor / Redakteur: Ulrike Kogler / Florian Karlstetter

Enterprise Suche: Wie man mit Hilfe von Semantik selbst aus großen, unstrukturiert vorliegenden Datenmengen passende Ergebnisse filtert.
Enterprise Suche: Wie man mit Hilfe von Semantik selbst aus großen, unstrukturiert vorliegenden Datenmengen passende Ergebnisse filtert. (© Nmedia - Fotolia.com)

Das Weltall – Unendliche Weiten. Viele kennen vielleicht diese Phrase. Begeben wir uns nicht auch täglich auf Entdeckungsreise? Besonders, wenn es darum geht, die richtigen Daten in unserem „Daten-Universum“ zu finden.

Auf rund 40 Zettabyte soll das digitale Universum lt. IDC-Studie bis zum Jahr 2020 anwachsen. Betrachtet man diese Datenmenge, ist kaum vorstellbar, dass diese Daten strukturiert abgelegt werden. Realistischer scheint wohl eher, dass viele Informationen unstrukturiert in File-Systemen, Collaboration-Tools, Wikis, Blogs oder in der Cloud gespeichert werden.

Bereits heute stehen Unternehmen vor der Herausforderung effizient das vorhandene Datenmaterial zu nutzen, um sich ihren Wettbewerbsvorteil zu sichern und/oder auszubauen. Deshalb braucht es Lösungen, die über eine herkömmliche Suche hinausgehen und Daten nicht nur finden, sondern auch analysieren, Content-Zusammenhänge verstehen und aufbereiten. Weg von statischen Abfragemodellen gegen Datenbankeinträge hin zu dynamischen Abfragen, die auf Semantik basieren.

Die Bedeutung von Semantik

Das Wort Semantik stammt ursprünglich aus dem Altgriechischen und bedeutet „bezeichnen“, „zum Zeichen gehörig“. Semantik oder Bedeutungslehre nennt man die Theorie oder Wissenschaft von der Bedeutung der Zeichen. Zeichen können in diesem Fall Wörter, Phrasen oder Symbole sein. In der Informatik ist damit gemeint, dass der semantische Aspekt einer Information von Zeichen und deren Anordnung abhängt. Bei einem Programm werden die Bedeutungsinhalte durch Programmzeilen dargestellt. Da Computer keine Interpretationsmöglichkeiten haben, müssen die Programmzeilen aus einer exakten Syntax und einer eindeutigen Semantik bestehen. Zu diesem Zweck werden die semantischen Sprachelemente durch Zeichen, Ziffern und Befehle dargestellt.

Ein Beispiel dafür ist die Suche nach dem Begriff „Akte“. Der Computer weiß nicht, ob es sich beim Eingebenden um einen Mitarbeiter aus der Personalabteilung, der Personalakten oder um einen Mitarbeiter aus der Einkaufsabteilung, der Einkaufsakten sucht, handelt. Um den Zusammenhang zu erkennen, reicht die Eingabe eines Wortes nicht aus. Einwort-Suchen gehen zwar zurück, dennoch sind Suchabfragen meist recht knapp formulierte Anweisungen mit unterschiedlichen Zielen. Um Benutzern die richtigen Resultate liefern zu können, müssen Hintergrundwissen und Zusammenhänge in die Suche miteinfließen. Leistungsfähige Suchmaschinen erkennen zeitliche und räumliche Zusammenhänge sowie begriffliche Beziehungen. Diese dienen zur Ausweitung oder Einschränkung der Ergebnisse und zur Priorisierung in der Trefferliste. Wichtig ist, dass die Suche lernt und sich an geänderte Rahmenbedingungen anpasst.

Ergänzendes zum Thema
 
Enterprise-Suche mit Mindbreeze

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 39230330 / Datenbanken)