Wahlfreiheit nutzen und sparen

Mail- und Groupware-Alternativen zu Microsoft Server 2012

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Mit den neuen Lizenzbestimmungen für Microsoft Windows Server 2012 können sich vor allem kleine und mittlere Unternehmen nicht anfreunden und suchen günstigere Alternativen.
Mit den neuen Lizenzbestimmungen für Microsoft Windows Server 2012 können sich vor allem kleine und mittlere Unternehmen nicht anfreunden und suchen günstigere Alternativen. (© Texelart - Fotolia)

Mit dem als Cloud-Betriebssystem beworbenen Windows Server 2012 hat sich Microsoft vom beliebten Small Business Server (SBS) verabschiedet und stattdessen eine abgespeckte Version des Servers mit neuer Oberfläche veröffentlicht. Viele SBS-Kunden suchen nun nach Alternativen.

Mit der neuen Serverversion verabschiedet sich Microsoft von der lokalen Exchange-Installation. Stattdessen müssen Kunden, die beispielsweise ein E-Mail-System erhalten wollen, die Lizenz hierfür extra kaufen oder zusätzlich noch Office 365 buchen. Die Nutzung von Groupware-Funktionen oder Sharepoint-Diensten kostet also zusätzlich. Und damit nicht genug: Neben den Ausgaben für neue Lizenzen bzw. für die Cloud-Nutzung, müssen viele Unternehmen, die ihre Daten weiterhin lokal vorrätig halten wollen, in weitere Lizenzen und Serverhardware investieren, um separate Exchange- und SQL-Datenbankserver betreiben zu können.

Außerdem hat Microsoft mit dem SBS-Nachfolger auch die Zahl der maximal einsetzbaren Clients reduziert – von vormals 75 Client-Lizenzen auf nur noch 25. Auch hier müssen Unternehmen, die das bisherige Kontingent ausschöpften, die nun fehlenden Lizenzen nachkaufen. Das kann bedeuten, dass die Lizenzkosten vier bis fünf Mal höher ausfallen können, als bisher. Der Frankfurter IT-Berater Oliver Klarmann erwartet hier Kostenexplosion: „Small-Business-Server-Kunden, die bisher für 25 Clients Serverseitig zwischen 2.000 und 2.500 Euro bezahlt haben, müssen ab 2012 mit 10.000 bis 12.000 Euro rechnen, wollen sie weiter wie gehabt ihre Datenserver, Groupware, Sharepoint sowie Backup- und Security-Software lokal betreiben.“ Klarmann, der viele SBS-Anwenderunternehmen betreut, sucht daher nach Alternativen zum Microsoft Server 2012.

Dass er damit nicht alleine steht, beweist das laute Leserecho auf die Medienberichte zum neuen Windows Server 2012, u.a. auch im Forum unserer Schwesterpublikation IT-Business. Die Fachhändler und Systemintegratoren sind bereits mit der Zurückhaltung vor allem kleiner und mittelständischer Kunden konfrontiert, die die Kontrolle über ihre Daten bewahren wollen und daher der Microsoft-Cloud eher reserviert gegenüber stehen.

Für kleine und mittlere Unternehmen bietet es sich also in vielerlei Hinsicht an, beispielsweise nach Groupware-Alternativen Ausschau zu halten. So gehört der E-Mail- und Groupware-Server MDaemon Messaging Server des Herstellers alt-n technologies, der gerade in der neuen Version MDaemon 13 erschienen ist, quasi schon zu den Klassikern der MS-Alternativlösungen für KMUs. Eine kostenlose 60-Tage-Testversion ist im Downloadbereich verfügbar.

Als Alternative zur Microsoft-Cloud lässt sich die Software-as-a-Service-Lösung OX Groupware der Schweizer Hosting-Firma Novatrend in Betracht ziehen. Über Webmail lassen Termine, Kontakte, Aufgaben und Dokumente gemeinsam verwalten. Novatrend bewirbt OX Groupware als preiswerte Wahlmöglichkeit zum firmen-eigenen Microsoft Exchange oder zu Hosted Exchange.

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Neben Zarafa und Open-Xchange setzen viele kleine mittlerweile auch auf Zimbra. Hier gibts ein...  lesen
posted am 16.05.2013 um 10:13 von Unregistriert

Wir setzen UCS schon lange als SBS-Alternative ein. Viele von Univention als Benefits genannte...  lesen
posted am 15.10.2012 um 12:55 von Unregistriert


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