Große Unternehmen geben Private Clouds den Vorzug

Lünendonk-Trendstudie 2012 zeigt veränderte Wertschöpfung in der Cloud

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Die IT gewinnt mit Cloud Services ein neues Werkzeug, um die Anforderungen der Fachbereiche nach mehr Flexibilität besser zu erfüllen.
Die IT gewinnt mit Cloud Services ein neues Werkzeug, um die Anforderungen der Fachbereiche nach mehr Flexibilität besser zu erfüllen.

Wenn Unternehmen Cloud Services in Anspruch nehmen wollen, bevorzugen sie Gesamtdienstleister und IT-Beratungsunternehmen als Integrationspartner. Zu den größten Herausforderungen zählen Datenschutz, IT-Security, Rechtsfragen sowie die Integration in die Kern-Systeme.

Das sind Ergebnisse der aktuellen Trendstudie „Veränderte Wertschöpfung in der Cloud: Anbietertypologien, Services und Lösungen im Ausblick“, die von der Lünendonk GmbH in Kaufbeuren erhoben wurde. Hierfür wurden 54 Unternehmen des gehobenen Mittelstandes und Großunternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitern in Deutschland – von denen mehr als die Hälfte bereits über operative Erfahrungen mit Cloud Services verfügen – von dem Marktforschungsinstitut befragt.

Dabei kristallisierte sich heraus: Große Unternehmen setzen bei der Nutzung von Cloud Services vor allem auf Private Clouds. „Die Präferenz für Private Cloud Services gegenüber den anderen Service-Varianten wie Virtual Private Clouds, Hybrid Clouds oder Public Clouds ist deutlich ausgeprägt“, erklärt Lünendonk-Partner Hartmut Lüerßen. Über alle abgefragten Themen hinweg bevorzugten mindestens 53 Prozent der Studienteilnehmer die Private Cloud. Bei Business Analytics sei die Private-Cloud-Präferenz mit 80 Prozent am höchsten.

Allrounder bevorzugt

Fast erwartungsgemäß sehen die befragten Unternehmen in den Themen Datenschutz, IT-Sicherheit und Recht die größten Behinderungsfaktoren im Zusammenhang mit der Nutzung von Cloud-Diensten. Überraschenderweise ist aber auch die Integration von Cloud Services in die Kern-IT der Unternehmen eine große Herausforderung. Das zeige, resümiert Lüerßen, wie unterschiedlich die Anforderungen bei großen Unternehmen mit komplexen IT-Umgebungen gegenüber kleinen Unternehmen seien. Zwar reduziere die IT durch steigende Automatisierung in den Prozessen die Komplexität der Unternehmenswelt. Aber „ohne Integration der Kern-Systeme würden durch Cloud Services oft neue Insellösungen geschaffen, welche die Effizienzgewinne an anderer Stelle aufzehren“, so Lüerßen weiter.

Aufgrund des hohen Integrationsbedarfs bei großen Unternehmen ist es auch nicht verwunderlich, dass die IT-Entscheider bei der Beratung und Integration von Cloud Services Gesamtdienstleister bevorzugen würden. An zweiter Stelle stehen dann IT-Beratungsunternehmen und Systemintegratoren. Diese gehören auch zu den vier Anbietergruppen, von denen in Zukunft ein überdurchschnittlich höherer Mehrwert erwartet wird.

Schrittmacher für Cloud-Nutzung

Am Beispiel der Business Apps lässt sich nachvollziehen, dass Cloud Services kein reines IT-Thema sind. Diese werden oft dafür genutzt, um auf vorhandene Kern-Systeme mobil zugreifen zu können. Indem Smartphones oder Tablet-PCs auch in Unternehmen immer weiter verbreitet sind, fordern die Fachbereiche vermehrt mobile Funktionen, ohne den Begriff Cloud Services ausdrücklich damit zu verbinden. „Dass einige IT-Beratungsunternehmen die Chancen des Cloud-Services-Modells nutzen, um über die Vermarktung von Business Apps selbst zum Software-Anbieter zu werden, ist eine zusätzliche interessante Veränderung im Markt“, so Lüerßen.

Die Lünendonk-Trendstudie 2012 „Veränderte Wertschöpfung in der Cloud: Anbietertypologien, Services und Lösungen im Ausblick“ ist kostenlos als PDF-Datei über die Websites der Studienpartner, beispielsweise Infosys, oder Computacenter, MT AG, TDS, Tieto und Seven Principles verfügbar.

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