Cloud Computing: Automatisierung der IT zu Ende gedacht

Lücken schließen mit IT Service Management aus der Cloud

| Autor / Redakteur: Matt Groshong* / Florian Karlstetter

Mit Cloud Computing steigt auch die Komplexität des Systemmanagements. Warum also nicht auch ITSM als SaaS aus der Wolke beziehen?
Mit Cloud Computing steigt auch die Komplexität des Systemmanagements. Warum also nicht auch ITSM als SaaS aus der Wolke beziehen? (© karika - Fotolia)

IT-Experten sind sich einig: Die Technologie entwickelt sich immer schneller. Anwendungen von heute sind wesentlich komplexer als noch vor zehn Jahren. Sie sind wesentlich schwieriger zu verwalten, da sie aus viel mehr Komponenten und Systemen bestehen. Die Zunahme der zu verwaltenden Ressourcen stellt die IT-Abteilung vor völlig neue Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt.

Diese komplexeren Topologien sind zweifellos eine Reaktion auf die steigenden Anforderungen in Unternehmen. Die Zunahme der zu verwaltenden Ressourcen stellt die IT-Abteilung vor völlig neue Herausforderungen, die sie auch noch vor dem Hintergrund enormen Budgetdrucks bewältigen müssen.

Exponentielles Wachstum verdeutlicht

Die Geschäftsprozesse werden umfangreicher und komplexer. Damit einher geht eine exponentielle Zunahme der erforderlichen Ressourcen wie Storage, Datenverkehr und Virtualisierung. IDC schätzt, dass sich der Speicherbedarf einer Organisation sich innerhalb der nächsten fünf Jahre verfünffachen wird. Der Internettraffic wird laut Cisco im gleichen Zeitraum ebenfalls auf das Fünffache von heute anwachsen. Für die meisten Unternehmen bedeutet das also, dass der Umfang der zu verwaltenden IT-Ressourcen buchstäblich den Rahmen sprengen wird.

Die Grenzen traditionellen IT-Managements

Üblicherweise gibt es in Unternehmen ein Team aus Administratoren und Operatoren, die eine IT-Infrastruktur betreiben und verwalten. Zumeist setzen sie auf manuelle Prozesse, um Ressourcen zu installieren und zu konfigurieren, und verlassen sich auf die Kompetenzen der Mitarbeiter, um den korrekten Ablauf sicherzustellen. Die althergebrachten Methoden erweisen sich jedoch auf die heutige IT-Welt angewandt als unzureichend.

Manuelle Prozesse verzögern Implementierungen, so dass unter anderem durch den Abstimmungsbedarf aller Verantwortlichen Wochen oder gar Monate vergehen können, bis neue Komponenten installiert und konfiguriert sind. Darunter leiden häufig wichtige Entwicklungen, wenn die dafür notwendigen Ressourcen nicht rechtzeitig bereitstehen.

Zudem sind manuelle Prozesse fehleranfällig. Eine Studie von Microsoft hat ergeben, dass 75 Prozent der Sicherheitslecks auf fehlerhafte manuelle Konfigurationen zurückzuführen sind. Fehler beeinträchtigen die Sicherheit, verursachen Ausfälle und Zeitverluste durch Fehlersuche sowie -behebung. Darunter leidet nicht nur das Tagesgeschäft, sondern vor allem die strategische und konkret wertschöpfende Arbeit der IT-Organisation.

Die hohen Personalkosten manueller Prozesse belasten angespannte IT-Budgets noch zusätzlich. Es ist kaum hinnehmbar, dass gut bezahlte Top-Mitarbeiter sich mit Standardtätigkeiten und lästigen Zeitfressern beschäftigen müssen. Davon abgesehen ist es perspektivisch nahezu unmöglich, die manuellen Prozesse so weit zu skalieren, wie es die wachsenden technischen und wirtschaftlichen Anforderungen notwendig machen. Während es in früheren Zeiten, als die IT noch nicht so komplex war, durchaus sinnvoll war, auf manuelle Prozesse zu setzen, funktionieren diese in heutigen oder gar künftigen Umgebungen nicht mehr.

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