Axel Oppermann, Experton Group bringt Licht in den Lizenz-Dschungel

Kurzüberblick über Lizenzierung des „neuen Office“ von Microsoft

| Autor / Redakteur: Axel Oppermann / Florian Karlstetter

Die neuen Office-Versionen von Microsoft: Axel Oppermann von der Experton Group nennt Eckpunkte der Lizenzierung.
Die neuen Office-Versionen von Microsoft: Axel Oppermann von der Experton Group nennt Eckpunkte der Lizenzierung. (© lassedesignen - Fotolia.com)

Seit Februar 2013 sind die Business-Versionen des neuen Office von Microsoft verfügbar. Neben aufgefrischten Versionen von Word, Excel, Outlook & Co. präsentiert Microsoft auch Erweiterungen für Server, neue Ansätze für das Deployment oder Konzepte für die Zusammenarbeit. Axel Oppermann von der Experton Group gibt einen Kurzüberblick über die Lizenzierung.

Anwender benötigen Zugriff auf Ihre Inhalte – losgelöst von Raum, Zeit und Gerät. Auch Anbieter von Office-Produktivitätslösungen müssen diesen Anforderungen gerecht werden. Deshalb kommt das neue Office von Microsoft in mehr Varianten und Darreichungsformen als in der Vergangenheit daher. So wird es neben den „klassischen Client-Produkten“ (Rich Client) noch die Office Web Apps, Office 2013 RT sowie „Office-Apps“ ( … MX) geben. Letztere sind Apps für Smartphones, Tablets & Co. Dabei setzt Office 2013 den klassischen und für viele Anwender noch immer bewährten Weg fort. Smarte Funktionen, neue Optik und verbesserte Touch-Funktionalität führen zu einer Weiterentwicklung der Rich-Client-Lösung.

Eckpunkte der Lizenzierung

Hexenwerk ist es keines - aber beinahe. Und Kopfzerbrechen bereitet es trotzdem vielen: Die umfassende Software-, Service- und Lizenzierungsvielfalt von Microsoft fordert Unternehmen nahezu jeder Couleur heraus. Ob die Gründe hierbei in einer bewusst gewählten hohen Komplexität der Materie liegen oder an mangelnder Beachtung auf Seiten der Anwender, muss an anderer Stelle beurteilt werden. So oder so: Microsoft hat in den letzten Monaten ständig und stetig an seinen Lizenzbestimmungen gefeilt. Angefangen bei einer Umstellung von Prozessor- auf eine Kern-Lizenzierung beim SQL-Server, der Preiserhöhung von 15 Prozent für User-CALs im letzten Dezember bis hin zur neuen Lizenzierung von Office. Nutzer erhalten hierdurch die Möglichkeit, Microsoft-Produkte bedarfsgerechter zu lizenzieren. Auf der anderen Seite entstehen bei zuviel „Laissez-faire“ unnötige Aufwände. Im Kern ist zu erkennen, dass Microsoft die Anwender durch seine Nutzungs- und Lizenzbestimmungen von den Mehrwerten der Cloud-Angebote im Allgemeinen und Office 365 im Besonderen überzeugen will.

Aber kommen wir zu den Eckpunkten der Lizenzierung von Office und im ersten Schritt zur Vorstellung und zu einem Vergleich von Office Standard 2013, Office Professional Plus 2013 und Office 365 ProPlus: Über die bekannten Volumenlizenzprogramme wie Enterprise Agreement, Select Plus, etc. können Unternehmen unbeschränkte Nutzungsrechte für Office Standard 2013 und Office Professional Plus 2013 erwerben. Außerhalb der Volumenprogramme kann Office Professional 2013 und Office Home & Business 2013 über den Handel beschafft werden. IT-Entscheider sollten beachten, dass es keine identische Edition von Office gibt, die als Einzellizenz und Volumenlizenz verfügbar ist. So muss beachtet werden, dass das Recht, auf Office auf einem Server zuzugreifen, z.B. um Windows Server Remote Desktop Services (RDS) zu nutzen, nur in erworbenen Lizenzen, über ein Volumenlizenzprogramm, von Office und Office 365 ProPlus beinhaltet ist.

Software Assurance

Ausschlaggebend für viele Nutzungsszenarien in den Volumenprogrammen ist die Software Assurance. Sie erweitert das Nutzungsrecht an der Office Software. Software Assurance für Office beinhaltet ein sogenanntes Roaming–Use-Recht. Dieses Nutzungsrecht erlaubt dem Hauptnutzer eines mit Office und Software Assurance lizenzierten Geräts, die Software über eine VDI-Verbindung oder die neue Windows-to-Go-Technologie von einem beliebigen Gerät außerhalb des Unternehmens einzusetzen und zu nutzen. Das heißt, der Nutzer kann eine virtuelle Kopie entweder über ein privates Gerät oder auch über einen öffentlichen PC starten.

Office Professional Plus 2013 wird einem „Gerät“ (Desktop, Notebook etc.) zugewiesen. Das ist das lizenzierte Gerät. Gibt es nur einen Hauptnutzer für das lizenzierte Gerät, darf dieser Office zusätzlich auf einem tragbaren Gerät installieren und nutzen. Dies ist nur möglich, wenn nicht eine Standardisierung auf Office in Enterprise Agreement oder Open Value Company-wide erfolgt ist. Im Unterschied hierzu wird Office 365 ProPlus pro „Nutzer“ lizenziert. Dieser darf Office auf bis zu fünf Geräten nutzen - unabhängig davon, ob es sich um einen Firmen-PC, ein privates oder öffentliches Gerät handelt. Und gerade hier liegt ein entscheidender Unterschied in der Lizenzierung: Der Fokus auf den Anwender wird den geänderten Nutzungsgewohnheiten und der Agilität im Tagesgeschäft gerecht.

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